06.05.2105

Astronaut Alexander Gerst in der Landesvertretung

Staatsministerin Lucia Puttrich mit Dr. Alexander Gerst
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Ministerin Lucia Puttrich freut sich über den BlueDotButton, der mit Alexander Gerst durchs All reiste
© Boris Trenkel

Die ESA in Darmstadt
Gastgeberin Lucia Puttrich hob die wichtige Rolle des Landes Hessen beim Thema Raumfahrt und Satellitennavigation hervor. In Darmstadt hat das Europäische Raumflugkontrollzentrum seinen Sitz. Dieses sogenannte „Mission Control Center“ betreut die meisten Satellitenmissionen der europäischen Weltraumorganisation und ist für das dazu notwendige weltweite Netz der Bodenstationen verantwortlich. Mit rund 800 Mitarbeitern ist es nicht nur ein überregional wichtiger Arbeitgeber, sondern natürlich vor allem auch ein führender Forschungs- und Wissenschaftsstandort gemeinsam mit der TU Darmstadt.

Wozu bemannte Raumfahrt
Deren früherer Präsident, heutiger Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und designierter Generaldirektor bei der ESA, Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, mahnte ein europäisches Engagement auf der ISS über das Jahr 2020 hinaus an. Nächster Ort für Forschung wäre die Rückseite des Mondes  - als ein internationales Projekt, bei dem mehr Nationen als bisher zusammenarbeiteten. Denn Raumfahrt könne insbesondere in Krisenzeiten Brücken schlagen.

Die anschließende Podiumsdiskussion verdeutlichte, aus wie vielen Bereichen unseres täglichen Lebens Satellitennavigation nicht mehr wegzudenken ist.

Männer-WG auf der ISS
Höhepunkt des Abends war der Auftritt Alexander Gersts. Anschaulich und mitreißend berichtete er von einem halben Jahr Leben und Arbeiten im All und verriet Kurioses aus der Männer-WG. Gleichzeitig verdeutlichte er die Verletzlichkeit unseres Heimatplanten. Durch seinen Blick aus dem All demonstrierte Gerst eindringlich, wie begrenzt unser Lebensraum eigentlich ist und wie in welchem Umfang er von uns Menschen zerstört wird.

Vulkanologe ist unser Mann im All
Der Vulkanologe war einer von 8.413 Aspiranten, die sich 2008 bei der ESA für die Aufnahme in deren Astronautenabteilung bewarben.

Im Rahmen der Blue Dot-Mission absolvierte Gerst ein sehr umfangreiches Wissenschaftsprogramm aus den Bereichen Physik, Biologie, menschliche Physiologie und Strahlungsforschung. Gerst führte während seines Aufenthaltes an Bord der Internationalen Raumstation über 100 Experimente durch.

„Man versteht es erst, wenn man es sieht“
Alexander Gerst ließ keinen Zweifel, wie wichtig es ihm war, seine Erlebnisse zu teilen.  Wie erfolgreich er damit war, zeigt seine Nominierung für den Grimme Online Award. Wir drücken die Daumen!

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