29.09.2015

Großbritannien und die EU

EU-Referendum
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Europaministerin Lucia Puttrich (links) empfing Europaminister David Lidington (rechts) in der Hessischen Landesvertretung.
© HLV

Eine lange und gute Tradition

Hessen und das Vereinigte Königreich verbinden lange, gute und freundschaftliche Beziehungen. Erst im Juni dieses Jahres wurde das durch den Besuch Ihrer Königlichen Hoheit, Elizabeth II., noch einmal bekräftigt. Dieser Besuch hat wiederum gezeigt: Ein wesentliches Element guter Beziehungen ist die Begegnung. Diesen Gedankenaustausch möchte die Hessische Landesvertretung mit unseren britischen Partnern weiter fördern.

“In Vielfalt geeint” – ist das Motto der Europäischen Union

Hessen ist sehr an einem Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Familie interessiert. Einheit bedeute auch Stärke, die nur dann besteht, wenn alle Mitglieder dabei bleiben, so die Ministerin bei ihren Einführungsworten. Mit Verweis auf die Länderstruktur Deutschlands erklärte Lucia Puttrich wie die Vielfalt einer Gemeinschaft zu Wachstum und Stärke führen kann. Die Staatsministerin betonte, dass der Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union ein Grundpfeiler für den weiteren Integrationsprozess sei. „Es kommt jetzt darauf an, dass die Befürchtungen vieler Briten vor zu viel europäischer Fremdbestimmung ernst genommen und ihnen wirksam begegnet wird“, so Puttrich.

Demokratie im Dialog

Der britische Europaminister knüpfte an die gemeinsamen Interessen von Hessen und Großbritannien an. Dazu zählen: das Subsidiaritätsprinzip, die Stärkung der nationalen Parlamente und die Stärkung der Wirtschaft durch Handelsabkommen. Eine Gemeinschaft müsse eben auch eigene und neue Wege einzelner Partner tolerieren, so David Lidington in seiner Rede. Gerade zu Punkten wie die Arbeitnehmerfreizügigkeit und die Solidarität bei der Aufnahme von Flüchtlingen oder ein einheitliches Vorgehen Europas in der Außen- und Sicherheitspolitik sind die strittigen Punkte, die es mit Großbritannien gemeinsam zu lösen gilt, so Ministerin Puttrich. Als Zeichen des Dialogs überreichte die Staatsministerin zwei Hessen-Löwen, die auch die Stärke Hessens und Europas symbolisieren sollen. Das interessierte Publikum wollte gar nicht wieder von den Rednern lassen – eine Aufforderung zur Fortsetzung des Gedankenaustauschs.

 

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