05.09.2015

Tag der offenen Tür im Bundesrat 2015

Tag der offenen Tür im Burndesrat
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In seiner Funktion als Bundesratspräsident begrüßte Volker Bouffier die Bürgerinnen und Bürger zum Tag der offenen Tür im Plenarsaal des Bundesrates.
© Boris Trenkel

"Das föderative System ist einer der Gründe dafür, dass Deutschland in der Welt so gut dasteht."
Ministerpräsident Volker Bouffier begrüßte tausende Bürgerinnen und Bürger in seiner Funktion als Bundesratspräsident und hob die Bedeutung des Föderalismus in Deutschland hervor. Dieser sei nicht nur ein gutes Mittel, um Machtmissbrauch zu verhindern, sondern setze durch den Wettbewerb der Länder auch Kräfte um die beste Lösung frei, so Bouffier. Das Motto der hessischen Bundesratspräsidentschaft lautet „Grenzen überwinden – 25 Deutsche Einheit“. Der Bundesratspräsident ging auf dieses Motto an diesem besonderen Ort noch einmal besonders ein. Im Bundesratsgebäude endete einst die Welt, kurz vor der Berliner Mauer, so Bouffier. Nun, viele Jahre nach der glücklichen Wiedervereinigung beider Teile Deutschlands sei es an uns, den Blick zu weiten für andere Brennpunkte in der Welt.

Demokratie im Dialog
Zur Förderung des Dialogs zwischen Politik und den Bürgerinnen und Bürgern wurden die beiden Debattierclubs „Berlin Debating Union e.V.“ und „Goethes Faust e.V.“ der Frankfurter Goethe Universität eingeladen, sich mit Vertretern der Politik zu aktuellen Themen zu „streiten“. Die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, diskutierte zum Thema „Transatlantisches Freihandels- und Investmentabkommen – TTIP“ und stellte sich allen Fragen und Argumenten. Sie unterstrich ihre Position für ein Abkommen weil damit mehr Wachstum, Wohlstand, Jobs und Investitionen verbunden seien. Mit einem sorgfältig ausverhandelten TTIP-Abkommen hätten wir die Chance, weltweit unseren hohen Standards Geltung zu verschaffen, so die Ministerin und damit eine stärkere Stimme Europas in der Welt.

Völkerverständigung durch Musik
Ganz unter dem Motto „Grenzen überwinden“ stand der musikalische Beitrag im Plenarsaal unter der Leitung von Anna Skryleva und mit Unterstützung der Kammerphilharmonie Frankfurt. Die hessische Initiative „Classic for Peace“ eint jugendliche Musikerinnen und Musiker aus der Ukraine, Russland und Hessen. So unterschiedlich die einzelnen Ausbildungsmethoden in den einzelnen Ländern sind, so erfrischend war das musikalische Zusammentreffen der deutschen, russischen und ukrainischen Musikbotschafter.

Hessen in Berlin
Das Land Hessen präsentierte sich auf dem Außengelände des Bundesrates bunt und abwechslungsreich. Der Mittelhessenbotschafter Dietrich Faber ließ seine witzigen Romanfiguren genauso lebendig werden wie die Deutsche Märchenstraße ihre Märchenfiguren. Experimente der hessischen Initiative „Hessen schafft Wissen“ verblüfften die Besucherinnen und Besucher genauso wie eine mobile Gefängniszelle der Justizvollzugsanstalt Kassel. Die Hessische Polizei überraschte mit Zauberern aus der Gilde der „ehrlichen Taschendiebe“, bei der Adam Opel AG konnten die Kleinsten ihre Fahrkünste auf Opel-Bobby Cars beweisen, in einem Bachlauf Wassertiere streicheln und beim Europäischen Raumflugkontrollzentrum mit einer Brille direkt im All schweben. Die prämierten Frankfurter Würstchen durften wie der Ebbelwoi nicht fehlen und wurden von den Gästen gern angenommen.

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