12. Juni 2019

Stiftung „daHeim im Leben“ stellt sich in Hessischer Landesvertretung Berlin vor

Susanne Juhnke wird Botschafterin der neu ausgerichteten Stiftung

v.l.n.r.: DRK-Kreisvorsitzender aus Fulda Christoph Schwab, Dienststellenleiterin Dr. Bernadette Droste, Kuratoriumsvorsitzende Freifrau Donata Schenck zu Schweinsberg, Arzt Dr. Jürgen Bludau, Moderatorin Franziska Reichenbacher, Stiftungs-Botschafterin S
Bild 1 von 5
V.l.n.r.: DRK-Kreisvorsitzender aus Fulda Christoph Schwab, Dienststellenleiterin Dr. Bernadette Droste, Kuratoriumsvorsitzende Freifrau Donata Schenck zu Schweinsberg, Arzt Dr. Jürgen Bludau, Moderatorin Franziska Reichenbacher, Stiftungs-Botschafterin Susanne Juhnke, Schlagersänger Bernhard Brink, Schauspielerin Sophie Rosentreter, Ordensoberin Andrea Trenner und Bundessozialrichter a. D. Dr. Peter Masuch.
© Hessische Landesvertretung Berlin/ Boris Trenkel

Anlässlich des 90. Geburtstags von Harald Juhnke am 10. Juni 2019 hat die Stiftung „daHeim im Leben“ ihren Neustart in der Hessischen Landesvertretung Berlin bekannt gegeben. Susanne Juhnke, die Witwe des 2005 an den Folgen einer Demenzerkrankung verstorbenen Entertainers, ist die neue Botschafterin der Stiftung. „Harald hat seine letzten Lebensjahre im Heim verbracht. Dort wurde er professionell betreut und gut umsorgt. Durch eigene Erfahrungen habe ich erlebt, wie wichtig es ist, Verständnis für die Krankheit von pflegebedürftigen und behinderten Menschen zu erlangen und wie durch tatkräftigen Einsatz einfühlsam und menschenwürdig mit ihnen umgegangen wird,“ erinnerte sich Susanne Juhnke. „Deshalb engagiere ich mich zukünftig auch gern für die Umsetzung der zahlreichen Ideen der Stiftung „daHeim im Leben“. Ich wünsche mir, dass sich viele Menschen dieser wichtigen und hilfreichen Aufgabe anschließen und aktiv unterstützen.“

Zu den aktuellen Zielen sagte die Kuratoriumsvorsitzende Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg: „Wir richten unser Handeln an der stärker alternden Gesellschaft aus. Wo der Staat und die sozialen Beitragssysteme nicht greifen, möchte die Stiftung aktiv werden. Senioren mit und ohne Beeinträchtigungen sollen weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“

Hessische Landesvertretung Berlin unterstützt „DaHeim im Leben“

Mit ihrer Einführung in die Veranstaltung verband die Dienststellenleiterin der Hessischen Landesvertretung, Dr. Bernadette Droste, die Erwartung, dass die Vorstellung der neuen Stiftung, die ihren Sitz beim DRK in Wiesbaden hat, nicht nur zum Nachdenken, sondern auch dazu motivieren möge, sich selbst für das Thema Menschen im Alltag, Pflege und Demenz zu engagieren; sei es nur durch einen offenen Umgang damit im Familien- und Bekanntenkreis oder sei es durch ein besseres Verständnis für Betroffene und Angehörige – vielleicht sogar durch ein aktives Engagement in der Stiftung „DaHeim im Leben“.

Mehr tun für demenzerkrankte Menschen

In der Podiumsdiskussion über das Thema Demenz begrüßte Moderatorin Franziska Reichenbacher die Schauspielerin und Filmproduzentin Sophie Rosentreter, die Ordensoberin Andrea Trenner, den Gerontologen Dr. Jürgen Bludau und den DRK-Kreisvorsitzenden aus Fulda Christoph Schwab. Alle waren sich einig, dass noch viel zu wenig für demenzkranke Menschen in Deutschland getan wird. Dr. Bludau berichtete, dass in den USA und den Niederlanden viel bessere Ausbildungsstandards von Medizinstudenten und medizinischem Personal in Bezug auf Demenz bestünden. Die Ordensoberin der Johanniter-Schwesternschaft Andrea Trenner ging noch weiter und spitzte bewusst zu: „Diese Gesellschaft hasst alte Menschen und ihre pflegenden Angehörigen“. Sophie Rosentreter wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für ältere Menschen, mehr Bewusstsein im Umgang mit beeinträchtigten Personen und mehr Hilfe im Alltag von uns allen. Außerdem kamen Entwicklungen zur Sprache, wie verstärkte Einsätze von technischen Hilfen bis hin zu einem von Christoph Schwab geplanten humanoiden Roboter.

Singen spricht Erinnerungsvermögen an

Schlagersänger Bernhard Brink spricht in seinem Song „Von hier bis zur Unendlichkeit“ auch die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters in den 1990er Jahren an. Spontan erklärte er sich bereit, für die Stiftung in verschiedenen Einrichtungen in Hessen für alte und erkrankte Menschen zu singen. „Ich bin ohne einen Auftritt hergekommen und gehe mit einer ganzen Tournee.“, so der hilfsbereite Sänger.

 

Schließen