15.06.2016

Jugend forscht: Junge Talente präsentieren ihre Projekte in Brüssel

Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend forscht präsentierten ihre Forschungsprojekte einem internationalen Fachpublikum in der hessischen Landesvertretung. Eine exklusive Ausstellung stellte die Projekte vor, die erfolgreich an der 51. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb teilgenommen hatten.

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Jugend forscht: Panini Alben
Niklas und Sonja Braband (links) fragten: Wie viel Geld muss ich mindestens ausgeben, um das Panini-Sammelalbum komplett zu haben? Im Bild mit Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister (mittig)
© Hessische Landesvertretung / FKPH

"Hiermit zeigen wir Brüssel, welches enorme kreative Potenzial bereits in den hessischen Klassenzimmern steckt“, hob der hessische Europastaatssekretär Mark Weinmeister in seinen einleitenden Worten hervor.

Er dankte dem Vorsitzenden der Stiftung Jugend forscht e.V. Dr. Sven Baszio und dem Landeswettbewerbsleiter in Hessen Oliver Karplak für deren außerordentlich erfolgreiches Engagement für die junge Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Mit sichtbarer Freude und Begeisterung präsentierten die Preisträgerinnen und -träger ihre Projekte. Christian Brudy und Daniel Crusius aus Heidelberg sowie Elias Chalwatzis aus Darmstadt befassten sich mit der Frage, warum Alkalimetalle explodieren. Angelika Rahlwes beschäftigte sich mit umweltfreundlichem Einkaufen mit faserverstärkter Tüte und Sittah Reinhard aus Marburg untersuchte das Drehmoment beim Verschrauben von Aufbauten auf Zahnimplantaten. Alle Genannten waren  zuvor mit Auszeichnungen aus dem hessischen Landeswettbewerb hervorgegangen.

Neben den hessischen Forschungsarbeiten waren drei Projekte aus dem Bundeswettbewerb vertreten, die sich Ende Mai in Paderborn mit der bundesweiten Jungforscherelite erfolgreich gemessen hatten.

Alexander Rotsch aus Göttingen stellte sein Projekt zu den Auswirkungen verschiedener Lichtspektren auf die Bildung von ausgewählten Sekundärmetaboliten vor. Er konnte nachweisen, dass das Lichtspektrum, dem eine Pflanze ausgesetzt ist, deren chemische Abwehrkräfte stärker beeinflusst als bislang angenommen.

Die Schwestern Sara-Luisa und Anja-Sophia Reh aus Augsburg präsentierten ihre selbst entwickelte App für die Kontrolle der Blutzuckerwerte im Laufe des weiblichen Zyklus. Sonja und Niklas Braband aus Braunschweig, ebenfalls Geschwister, fragten sich: Wie viel Geld muss ich mindestens ausgeben, um das Panini-Sammelalbum komplett zu haben? Dafür entwickelten sie eine eigene mathematische Formel.

"Die europäische sowie die internationale Perspektive wird auch für unsere Jungforscherinnen und Jungforscher immer wichtiger – im Rahmen von Ausbildung und Studium ebenso wie später im Berufsleben", sagte Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e.V. "Wir freuen uns daher, dass die jungen Talente hier in Brüssel einen exklusiven Einblick in zentrale Aspekte von Forschung und Wissenschaft erhalten, die derzeit auf der Agenda Europas stehen."

Elke Anklam, Direktorin der gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) im belgischen Geel sagte, sie halte das Engagement junger Wissenschaftsbegeisterter für äußerst wertvoll für die gesamteuropäische Forschung. Es sei ihr daher ein großes Anliegen, das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger mit einem direkten Einblick in die Forschungsstrukturen auf europäischer Ebene zu belohnen.

Rund um die Ausstellung der Forschungsprojekte organisierte die Hessische Landesvertretung ein dreitägiges Programm für die jungen Tüftlerinnen und Tüftler. Bei Gesprächen in der Hessischen Landesvertretung und im Europäischen Parlament mit dem hessischen Europaabgeordneten Martin Häusling, erhielten sie einen Einblick in die Arbeitsweise der europäischen Institutionen. Sie besuchten die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission, besichtigten das Institute for Reference Materials and Measurements (IRMM) in Geel und lernten Brüssel bei einer Stadtführung kennen.

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