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05.05.2015

„Hybride“ Konfliktführung in der Ukraine: Wenn die Wirklichkeit bewusst verdreht wird

Propaganda und Desinformation in Konflikten sind keine neue Erfahrung – neu ist hingegen wie das Internet und soziale Netzwerke zu Propagandazwecken heute genutzt werden. Wie dies konkret um Ukraine-Konflikt geschieht, damit beschäftigte sich eine gemeinsame Veranstaltung der Hessischen Landesvertretung mit der Heinrich-Böll-Stiftung.

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Gruppenfoto der Podiumsteilnehmer
V.l.n.r.: Annette Riedel, EU-Korrespondentin Deutschlandradio, Klaus Linsenmeier, Leiter Heinrich-Böll-Stiftung European Union, Anne Gellinek, ZDF-Korrespondentin, Mark Weinmeister, Staatssekretär für Europaangelegenheiten, Rebecca Harms, MdEP, Peter Pomerantsev, Journalist und Buchautor
© Hessische Landesvertretung/Horst Wagner

Es war bereits die zweite Veranstaltung dieser Art, die sich der Rolle der Medien im Ukraine-Konflikt widmete. Nach einem Grußwort von Mark Weinmeister, dem Hessischen Staatssekretär für Europaangelegenheiten, führte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament Rebecca Harms MdEP in die Thematik ein und nahm anschließend an der Podiumsdiskussion teil.

Russland setzt mit einer umfassenden Medien- und Propagandastrategie darauf, dass falsche Informationen und pausenlose Wiederholung von Unwahrheiten Verunsicherung schaffen. Bei dieser Form der „hybriden Konfliktführung“ vermischen sich tatsächliche physische Kampfhandlungen mit dem „Kampf um die Köpfe der Menschen“, auch weit jenseits des eigentlichen Konfliktgebiets.

Inwiefern gerade von staatlicher russischer Seite Einfluss auf die Berichterstattung  in den Medien genommen wird und wie der Westen mit dieser Herausforderung umgehen kann, diskutierten die langjährige Moskau-Korrespondentin und jetzige Leiterin des ZDF-Studios Brüssel, Anne Gellinek, und der russischstämmige Journalist und Buchautor Peter Pomerantsev unter der Moderation von Annette Riedel, EU-Korrespondentin des Deutschlandradio Brüssel.