4. Europäischer Salon

Frankreich

Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich hat die besondere Verantwortung Frankreichs und Deutschlands für die Zukunft der Europäischen Union hervorgehoben.

Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich hat die besondere Verantwortung Frankreichs und Deutschlands für die Zukunft der Europäischen Union hervorgehoben. „Ich bin sehr froh, dass mit Emmanuel Macron ein überzeugter Europäer an der Spitze unseres wichtigsten Partners in der EU steht, mit dem wir eng und freundschaftlich zusammenarbeiten können“, sagte Puttrich am Freitag beim vierten Europäischen Salon, zu dem die Ministerin in die Hessische Staatskanzlei eingeladen hatte. Im Mittelpunkt des Abends standen Musik und Literatur aus Frankreich und Deutschland.

Emmanuel Macron habe in dieser Woche seine Vision zur Zukunft Europas in einer Grundsatzrede skizziert und die herausragende Rolle der beiden Nachbarstaaten in Europa betont. „Macron kämpft optimistisch für die Zukunft Europas und hat viele Vorschläge unterbreitet, die wir gründlich prüfen und diskutieren werden“, sagte Puttrich weiter. Am Ende werde sicher eine gute Lösung für Europa stehen, die die unterschiedlichen nationalen und regionalen Interessen berücksichtige.

Erlebbare Vielfalt durch regionale und kommunale Partnerschaften

Die Europaministerin lobte die langjährigen und intensiven Beziehungen zwischen Hessen und der früheren Region Aquitaine bzw. der heutigen Groß-Region Nouvelle-Aquitaine. „Wir arbeiten in der Forschung, der Schul- und Berufsbildung, der Wirtschaftsförderung und der Kultur regelmäßig zusammen und fördern gemeinsam Projektträger bei ihrer Zusammenarbeit. Außerdem gibt es 19 Städte- und Gemeindepartnerschaften und nicht zuletzt arbeiten wir in unserem Mehr-Regionen-Haus in Brüssel erfolgreich unter einem Dach.“ Puttrich betonte die Bedeutung von regionalen und kommunalen Verschwisterungen und Partnerschaften: Sie machten die Vielfalt Europas für die Menschen erlebbar.

Die Flötistin Sarah Louvion und Pianistin Seoung-eun Cha bestritten den musikalischen Teil des Abends. Sie spielten Stücke von Johann Sebastian Bach, Gabriel Fauré und Francis Poulenc. Daran schloss sich eine Lesung der Autorin und Poetry-Slammerin Franziska Wilhelm an, die als Stipendiatin des Hessischen Literaturrats im Frühjahr für einige Monate in der hessischen Partnerregion Nouvelle-Aquitaine lebte. Sie trug aus ihren Werken „Notizen aus Bordeaux“, „Eine Minute“, „Offline sein“ und „Doppelalbum“ vor.

Der Europäische Salon ist eine Veranstaltungsreihe, bei der die kulturelle Vielfalt Euro­pas im Mittelpunkt steht. Sie wird in Zusammenarbeit mit den konsularischen Vertre­tungen der EU-Mitgliedstaaten organisiert. Pascale Trimbach, Generalkonsulin Frankreichs in Frankfurt, sprach ein Grußwort.

Die Künstler

Sarah Louvion (Flöte): Die Flötistin Sarah Louvion wurde in Nordfrankreich geboren und studierte am Conservatoire national supérieur de Musique in Paris. 2016/17 war sie Gastprofessorin an der japanischen Geidai Universität der Künste in Tokio sowie am Shanghai Conservatory of Music. Louvion gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa, Asien sowie Südamerika und ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe. Sie tritt weltweit auf, seit 2002 als Soloflötistin des Opern- und Museumsorchesters Frankfurt.

Seoung-eun Cha (Klavier): Die südkoreanische Pianistin hat ein Studium der Fächer Klavier und Klavierpädagogik in Seoul absolviert. Daran schloss sich ein Studium in Korrepetition und Kammermusik an der Musikhochschule Mannheim an. Dort lehrt sie seit 2013 Korrepetition. Konzerte führte sie nach China, in die USA und Europa.

Franziska Wilhelm: Die Autorin stammt aus Erfurt und lebt in Leipzig. Dort moderiert sie für MDR Sputnik die Sendung Slamedy. Nach dem Abitur arbeitete Wilhelm in einem Londoner Mädcheninternat, ihr Studium absolvierte sie teilweise in Madrid. Seit 2010 ist sie Mitglied der Leipziger Lesebühne „Schkeuditzer Kreuz“.

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