Erfahrungsaustausch

Hessisch-Sächsische Demografiepartnerschaft

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Gruppenfoto Hessisch-Sächsische Demografie-Partnerschaft
© Staatskanzlei

Die Hessisch-Sächsische Demografiepartnerschaft wird aktiv fortgesetzt. Bereits zum dritten Mal trafen sich die Mitglieder der hessischen IMAG (Interministerielle Arbeitsgruppe Demografie) und der sächsischen RüAG (ressortübergreifende Arbeitsgruppe Demografie) am 25. November und 26. November 2013 zu einem zweitägigen Erfahrungsaustausch. In diesem Jahr hatte die Hessische Staatskanzlei dazu nach Wiesbaden eingeladen.

Sehr herzlich wurden die Gäste aus Dresden vom Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragten des Landes, Herrn Staatsminister Axel Wintermeyer, begrüßt, bevor sich die Ressortvertreter beider Bundesländer den beiden Themenschwerpunkten „Fachkräftesicherung / Berufsschule / Übergangssysteme“ und „Probleme und Lösungsmöglichkeiten im ländlichen Raum, Landesentwicklung“ widmeten. Die Referenten beider Seiten trugen vor, welche Entwicklungen in den nächsten Jahren zu erwarten sind und welchen Maßnahmen insbesondere in den Bereichen Schule, Fachkräftesicherung und regionale Daseinsvorsorge umgesetzt werden sollen oder  in der Vergangenheit bereits Erfolge gezeigt haben.

Es zeigten sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten: Überalterung und Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum einerseits, Zuzug in die Oberzentren andererseits sind aktuelle Themen in beiden Bundesländern, allerdings mit regional unterschiedlicher Tragweite. Beide Bundesländer haben daher auch betont, wie wichtig eine qualitativ gute Datengrundlage zur demografischen Entwicklung ist und haben entsprechende Instrumente entwickelt. Beim Thema Fachkräftesicherung und Zuzug in die Städte zeigten sich auch Unterschiede in der Problemstellung, während der weite Bereich der regionalen Daseinsvorsorge viele Gemeinsamkeiten aufwies. Aufgrund der verschärften Situation in Sachsen verfügen die Vertreter des Partnerlandes hier über langjährige Erfahrungen und berichteten über bereits erfolgreich umgesetzte Maßnahmen und gelungene Praxisbeispiele.

Gemeinsam ist den Vertretern beider Arbeitsgruppen am Schluss des Treffens die Erkenntnis, dass die Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels viel Kraft und einen langen Atem benötigt. Dabei muss das Rad nicht neu erfunden werden, vielmehr wurde bekräftigt, dass gute Ideen der Partner als Anregung aufgegriffen und regional weiter entwickelt werden sollen. Gelegenheit zu einem intensiven Austausch hierüber boten im Rahmen der Veranstaltung bilaterale Gespräche zwischen den jeweiligen Ressort-Fachvertretern aus Hessen und aus Sachsen.   

Es bestand Konsens der beiden Arbeitsgruppen, die fruchtbare Zusammenarbeit auch im nächsten Jahr fortzuführen.