Verwaltungsmodernisierung

Effizienz in der hessischen Verwaltung

In einer sich ständig verändernden Welt wandeln sich auch die Anforderungen an die öffentliche Verwaltung kontinuierlich. Mit einer Vielzahl an Maßnahmen in verschiedenen Bereichen möchte die Landesverwaltung die Kommunikation zwischen Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung vereinfachen, Kosten einsparen und ihre Aufgaben stetig effizient erfüllen. Mit der Verwaltungsmodernisierung macht sich die Hessische Landesverwaltung fit für die Zukunft.

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Bildercollage: eine Hand mit einem Paragrafenzeichen, ein Mann, der auf einen Bildschirm schaut, ein Schlüssel in einem Schloss, eine Landkarte, zwei Puzzleteile, ein Hängeregister
Titelbild der Broschüre „Digitales Hessen“
© HMdIS

Warum?

Die Anforderungen an öffentliche Verwaltungen ändern sich rasant. Flexibilität, wirtschaftliches Arbeiten und Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern sind wesentliche Kriterien, die heute gefragt sind. Die Gründe:

  • Neue Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft
  • Globaler Wettbewerb
  • Das vereinte Europa
  • Wirtschafts- und Finanzkrisen
  • Demografischer Wandel
  • Der Wandel von der Industrie- zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft
  • Technologischer Fortschritt

Ziele der Initiative „Effizienz in der Verwaltung“

Mit der Verwaltungsmodernisierung macht sich die Hessische Landesverwaltung fit für die Zukunft.

Die Hauptziele sind:

  • Personal- und Sachkosten im Landeshaushalt einsparen, ohne die Qualität und Quantität der Dienstleistungen gegenüber Bürgern und Wirtschaft zu mindern
  • Dienstleistungen gegenüber Bürgern und Wirtschaft schneller und einfacher erbringen

Die Verwaltungsmodernisierung in Hessen untergliedert sich in die folgenden Bereiche:

  • Personalmanagement
  • E-Government
  • Neue Verwaltungssteuerung
  • Aufgabenkritik
  • Organisationsreform
  • Deregulierung

Wie funktioniert Verwaltungsmodernisierung?

Das zentrale politische Steuerungs- und Lenkungsgremium für die Reform der hessischen Landesverwaltung sowie für weitere strategische Modernisierungsvorhaben aus der Koalitionsvereinbarung, die nicht alleine die Verwaltung betreffen, wie beispielsweise aus dem Bereich Netzpolitik, ist der Kabinettsausschuss Staatsmodernisierung (Organisationsplan als PDF). Er wird vom Chef der Staatskanzlei geleitet. Dem Kabinettsausschuss gehören die Amtschefs aller Ministerien, sowie der Bevollmächtigte für E-Government und Informationstechnologie (CIO) und der Landesbeauftragte für die Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung, an.

Der Kabinettsausschuss konkretisiert die Zielvorgaben für den Reformprozess. Als Grundlage dient die Koalitionsvereinbarung. In den Zielvorgaben werden für jedes Projekt spezifische Ziele, Maßnahmen mit detailliertem Zeitplan sowie die erwarteten Verbesserungen und Einsparungen bestimmt.

Zur Entlastung des Kabinettsausschusses wird ein Gremium bestehend aus den Zentralabteilungsleitungen der Ministerien unter Federführung der Staatskanzlei einbezogen, in dem eine erste Beratung der Vorlagen des Kabinettsausschusses erfolgt.

Ministerien prüfen Reformprojekte

Die fachlichen Prüfungen und Umsetzungsmaßnahmen erfolgen durch das jeweils federführende Ministerium unter Einbeziehung der betroffenen Beschäftigten (Personalvertretung, Frauenbeauftragte, Schwerbehindertenvertretung), der Staatskanzlei und den betroffenen Ressorts. Das federführende Ministerium berichtet in regelmäßigen Abständen dem Kabinettsausschuss Verwaltungsmodernisierung über den Fortschritt der Reformarbeiten.

Nach erfolgter Umsetzung des Reformprojekts legt das Ministerium dem Kabinettsausschuss einen Abschlussbericht vor, auf dessen Grundlage dann entschieden wird. Bei Vorhaben von besonderer politischer Gewichtung kann zusätzlich auch das Kabinett an der Entscheidung beteiligt werden.