Personalmanagement

Dienstleister für Bürger und Wirtschaft

Eine Verwaltung ist Dienstleister für Bürger und Wirtschaft. Ihr Personal ist damit eine der wichtigsten Ressourcen. Das Personalmanagement steht angesichts des demografischen Wandels, der Erfordernisse zu Einsparungen in den öffentlichen Haushalten und den technologischen Veränderungen vor immer neuen Herausforderungen.

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Fünf Personen stehen hintereinander, die vorderste hat die Arme vor der Brust verschränkt, die anderen vier halten ihren Daumen nach oben.
Das Personal - eine der wichtigsten Ressourcen für eine Verwaltung als Dienstleister für Bürger und Wirtschaft
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Um diesen gerecht zu werden, arbeiten Politik und Verwaltung an verschiedenen Projekten, um ein modernes Personalmanagement in der Landesverwaltung umzusetzen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Modernisierung des Dienstrechts
    Mit dem Inkrafttreten zweier Dienstrechtsmodernisierungsgesetze in 2011 und 2014 wurden die zentralen Empfehlungen einer Mediatorengruppe zur Modernisierung des Dienstrechts umgesetzt. Wesentliche Ziele der Reform waren die Einführung von Leistungselementen in der Besoldung, eine Flexibilisierung des Laufbahnsystems und die Erleichterung des Zugangs aus sowie den Wechsel in die Privatwirtschaft.
  • Personalwerbung
    Nachwuchskräfte informieren sich heute bedingt durch die modernen Informations- und Kommunikationstechniken anders als noch vor wenigen Jahren. Die Landesverwaltung stellt sich seit 2011 als Arbeitgeber auf einer zentralen Karriereseite im Internet vor. Dort können potenzielle Bewerber auch die Stellenangebote der Landesverwaltung einsehen. An der Möglichkeit zur Online-Bewerbung wird momentan noch gearbeitet. Zudem wurde gemeinsam mit einer externen Agentur eine Arbeitgeberdachmarke für die Landesverwaltung entwickelt. Das Ergebnis wurde Mitte 2020 vorgestellt und wird nun sukzessive in den Medienangeboten implementiert. Eine Mediakampagne zur gezielten Bewerbung des Landes als Arbeitgeber soll folgen.
  • Gesundheitsmanagement
    Die hessische Bevölkerung und mit ihr die Beschäftigten werden älter. Studien belegen eine höhere Anzahl an Krankheitstagen im Alter. Maßnahmen zum Erhalt und der Verbesserung der Gesundheit werden in der Landesverwaltung deshalb besondere Bedeutung beigemessen. Ziel ist ein aus verschiedenen Einzelmaßnahmen zusammengesetztes, systematisches Gesundheitsmanagement, das in Teilen bereits umgesetzt ist.
  • Optimierung der landesinternen Fortbildung
    Die aktuellen und künftigen Herausforderungen erfordern eine entsprechende Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesverwaltung. Dies gilt insbesondere auch für die Führungskräfte. Ein Projekt untersucht daher derzeit, wie organisatorische Abläufe, Transparenz des Fortbildungsangebotes, seine Qualität sowie Verfügbarkeit und Auslastung der Infrastruktur optimiert werden können. Im Bereich des Kultusministeriums wird zudem am pilothaften Einsatz eines elektronischen gestützten Verfahrens zum Veranstaltungs- und Fortbildungsmanagement gearbeitet. 
  • Einführung einer elektronischen Personalakte
    Personaldaten unterliegen besonderen Anforderungen hinsichtlich der Vertraulichkeit. Dementsprechend wird parallel zur Einführung der elektronischen Aktenführung in der übrigen Landesverwaltung auch die Nutzung eines modernen Dokumentenmanagementsystems in der Personalverwaltung geprüft.
  • Prozessoptimierungen im Bereich der Personalverwaltung
    Nachdem bereits die Abrechnung von Dienstreisen und Trennungskosten auf ein zentrales, elektronisch gestütztes Verfahren erfolgreich umgestellt wurde, sollen künftig auch die Beantragung von Dienstreisen und die Buchung der Reismittel durch eine elektronisch betriebene Systemlösung abgebildet werden. Mit den entsprechenden Prüfarbeiten wurde begonnen.
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