Controlling

Mehr Transparenz und Effizienz von Verwaltungshandeln

Ziel der Neuen Verwaltungssteuerung (NVS) ist es, die Transparenz und Effizienz von Verwaltungshandeln zu erhöhen und damit der Finanzierungslücke in den öffentlichen Haushalten entgegenzuwirken. Kern dieses Reformvorhabens ist die Einführung von betriebswirtschaftlich geprägten Instrumentarien unter Berücksichtigung der Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung.

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Aufsteigendes Säulendiagramm mit einem Pfeil nach oben
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Ziel des Vorhabens zur Einführung der Neuen Verwaltungssteuerung in Hessen (NVS) bestand darin, die Informationen und Entscheidungsgrundlagen für das Parlament und die Landesregierung im Haushaltsverfahren zu verbessern und eine genauere Kostenkalkulation und Kostenkontrolle bei der Umsetzung politischer Ziele und Programme zu ermöglichen.

Die einzelnen Elemente des Gesamtprojektes betreffen dabei:

  • die Umstellung der bisherigen, kameralen Haushaltssystematik auf das kaufmännische Rechnungswesen mit doppelter Buchführung (Doppik) und einer integrierten Kosten- und Leistungsrechnung
  • die Steuerung der Landesverwaltung durch Zielvereinbarungen und die Einführung eines entsprechenden Produkthaushaltes
  • die Erstellung von Bilanzen, die die Vermögenslage der einzelnen Verwaltungen dokumentieren und später zu einer „Konzernbilanz“ der Hessischen Landesverwaltung zusammengefasst werden
  • die Umstellung des Rechnungswesens auf Basis der Standardsoftware SAP in der gesamten Landesverwaltung.

Durch die Modernisierung des Rechnungswesens stehen zeitnahe Informationen über erbrachte Leistungen und den tatsächlichen Ressourcenverbrauch der Verwaltung zur Verfügung. Damit wird die Grundlage für eine ergebnisorientierte Verwaltungssteuerung geschaffen.

Die Einführung eines produktorientierten Haushalts mit dezentraler Budgetierung sowie zentraler Elemente des kaufmännischen Rechnungswesens und eines begleitenden Controllings hat eine neue Grundlage für den Haushaltsvollzug geschaffen. Insbesondere im Bereich der produktiv geprägten Bereiche der Landesverwaltung bilden die Kosten- und Leistungsrechnung sowie das Controlling die Basis für eine an den Prinzipien der Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Steuerung.

Mit der angestrebten Novellierung der Landeshaushaltsordnung (LHO) wird nun angestrebt, die Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Verfahren zur Haushaltsaufstellung weiter zu verbessern. Zudem soll die Doppik (aus dem kaufmännischen Rechnungswesen übernommene doppelte Buchung) als das führende System für die Darstellung aller Finanzströme sowie die Entwicklung des Vermögens und des wirtschaftlichen Erfolgs etabliert werden.

Jährlicher Geschäftsbericht

Für das Geschäftsjahr 2009 wurde zum ersten Mal ein durch externe Wirtschaftsprüfer durchgeführter Jahresabschluss vorgelegt. Mit der nunmehr jährlichen Veröffentlichung eines Geschäftsberichts wird erstmals in einem Flächenland in der Bundesrepublik Deutschland vollständige Transparenz in Bezug auf die wirtschaftliche Lage sowie das Vermögen und seine Entwicklung hergestellt. Diese Darstellung findet außerdem durch das jährliche Testat unabhängiger Wirtschaftsprüfer eine Bestätigung der Richtigkeit.  

Weitere Informationen zur Neuen Verwaltungssteuerung finden Sie auf der Internetseite des Hessischen Ministeriums der Finanzen.

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