Strukturreform der Landesverwaltung

Sicherstellung einer effizienten Verwaltungsarbeit

Die Landesverwaltung prüft in Einzelprojekten, welche Aufgaben gemeinsam wahrgenommen (Shared Service Center), wie Organisationsstrukturen verbessert und welche Aufgaben auf einer anderen Verwaltungsebene (zum Beispiel der kommunalen) in geeigneterer Weise erfüllt werden können.

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Organisation
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Durch die Strukturreform der Landesverwaltung vereinfachen sich Kommunikation und Abstimmungsprozesse: Lange Postwege fallen weg, die einzelnen Ansprechpartner sind besser zu erreichen und Doppelarbeit wird vermieden. Aber auch fachliche Gesichtspunkte können für eine Delegation oder Bündelung von Aufgaben oder für die Zusammenlegung von Behörden entscheidend sein.

Die folgenden Maßnahmen wurden hierzu beispielsweise umgesetzt:

  • Shared Service Center (SSC)
    Zu großen Teilen stellt die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) die informationstechnische Versorgung der Landesbehörden sicher. Ebenso bieten der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) und das Landeslabor (LHL) Dienstleistungen für verschieden Behörden von zentraler Stelle aus an. Die Berechnung und Auszahlung der Gehälter von Landesbediensteten erfolgt zentral über die Hessische Bezügestelle (HBS). Ob weitere Aufgaben im Bereich der Personalverwaltung an zentraler Stelle zusammengeführt werden können, wird derzeit geprüft.
  • Organisationsoptimierung im Bereich der Straßen- und Verkehrsverwaltung
    Nach einer externen Organisationsuntersuchung der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung wurden die bisherigen Ämter für Straßen- und Verkehrswesen aufgelöst. Mit den Funktionsbereichen Planung, Bau, Betrieb und Verkehr sind sie nun zusammen in einer Dienststelle (hessen mobil) untergebracht. Dadurch wurde die Leistungsfähigkeit verbessert, ohne den regionalen Bezug zu verlieren.
  • Kommunalisierung von Aufgaben
    Die kommunale Ebene konnte Aufgaben übernehmen, die bislang die Landesverwaltung wahrgenommen hat. Darunter fällt die Erstaufnahme von Spätaussiedlern und die Jugendhilfe. Nach dem in der Hessischen Landesverfassung festgeschriebenen Konnexitätsprinzip müssen dabei die auf Seiten der Kommunen entstehenden Aufwendungen landesseitig ausgeglichen werden.
    Generell erledigen kommunale Bedienstete seit dem 1. April 2005 die staatlichen Vollzugsaufgaben alleine, die auf Ebene der Landräte und Oberbürgermeister angesiedelt sind.
    Die Kommunen haben damit die volle Organisationsgewalt und Personalhoheit in diesen Aufgabenfeldern erhalten.