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Basketball, Leichtathletik und Co.

Hessenreise von Ministerpräsident Bouffier zum Thema Leistungssport

Basketball, Schwimmen, Kunstturnen, Leichtathletik – so lauten nur einige Stichworte für die sechste Hessenreise von Ministerpräsident Volker Bouffier – denn dieses Mal drehte sich alles um das Thema Spitzensport. Ministerpräsident Bouffier informierte sich am 22. März 2012 vor Ort bei Top-Athleten, Trainern und Verantwortlichen über die Vielfalt des Leistungssports in Hessen.

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Kunstturner Fabian Hambüchen
Kunstturner Fabian Hambüchen an den Ringen (Archivbild).
© Hessische Staatskanzlei

Gleich zu Beginn stand ein Besuch bei den Erstliga-Basketballern der Gießen 46ers auf dem Programm. „Gerne übernehme ich das Training“, freute sich Volker Bouffier, schnappte sich einen Basketball und starte mit einem Sprungball das heutige Trainingsspiel. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Ministerpräsident von Björn Harmsen, Cheftrainer des Erstligisten Gießen 46ers in den River Barracks begrüßt.

Bouffier spielt Basketball: Trainingsbesuch mit den Gießen 46ers

In der Halle angekommen erklärte Bouffier den Spielern: „Ihr seid Vorbilder für so viele Jugendliche – Tausende fiebern mit Euch, wenn Ihr zum Spiel auflauft.“ Angesichts der derzeitigen Tabellenposition der 46ers sprach der Ministerpräsident den Männern Mut zu: „Ich hoffe, dass Ihr ein Stern am Basketballhimmel bleiben werdet.“ Anschließend begann das Trainingsspiel, das Bouffier eröffnete.

„Breitensport gibt es nur mit Spitzensport“, sagte der Ministerpräsident, „Leistungssportler sind Idole und mit Ihrem Einsatz schlagen sie eine Brücke für den Sport an unseren Schulen und in unseren Vereinen.“ Nach dem lockeren Aufwärmen der Spieler wurde auch Volker Bouffier in die Pflicht genommen. Seinen ersten Freiwurf verwandelte der ehemalige Basketballer souverän, „Sportler bleibt Sportler“, freute sich Bouffier und wünschte den Basketballer der 46ers abschließend viel Glück für die restliche Saison.

Kunstturntraining und Rollstuhlbasketball: Bouffier trifft Hambüchen

„Solange ich das nicht nachmachen muss!“, sagte Volker Bouffier lachend und applaudierte im Kunstturnleistungszentrum dem Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen, der gerade eine Kostprobe seines Ausnahmetalents an den Ringen abgeliefert hatte.
Magnesium lag in der Luft, als der Ministerpräsident den Spitzenturner in der Hessentagsstadt 2012 fragte, wie oft er trainiere. „Zwei Stunden morgens und drei abends“, so Hambüchen. Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen lobte daraufhin die Trainingsmöglichkeiten im Leistungszentrum Wetzlar, „aber wir würden uns freuen, wenn es noch mehr solche Angebote gäbe“, sagte Hambüchen Senior. „Hier haben wir nämlich die Chance in Ruhe zu trainieren“, ergänzte Sohn Fabian.
Auf die Frage nach seinen Chancen für London erklärte der „Turnfloh“: „Das wird ein heißer Fight in London – international brennt die Hütte.“ Mit einer weiteren Ringe-Kür verabschiedete sich Hambüchen bei Bouffier, der offenbarte: „Ich bewundere diese ungeheure Körperbeherrschung – das ist die Spitze des Erreichbaren.“

Spitzenleistungen beim Rollstuhlbasketball

Im Anschluss begrüßten die Rollstuhlbasketballer des RSV den Ministerpräsidenten – Wetzlar ist auch ein Paralympischer Trainingsstützpunkt. „Die Rollstuhlbasketballer sind eine echte Marke in Hessen“, sagte Bouffier, „wer schon einmal so ein Spiel erlebt hat, ist begeistert von dieser faszinierenden Sportart. Die Frauen und Männer zeigen, dass Menschen mit Behinderungen Spitzenleistungen erbringen können.“

Abschließend wünschte der Ministerpräsident den Athleten alles Gute für die Olympischen Spiele und bedankte sich für einen signierten, goldenen Basketball, den ihm das Team geschenkt hatte.

Besuch des Olympiastützpunkts Hessens

Danach ging es für den Ministerpräsidenten weiter zum Sportmedizinischen Institut des Olympiastützpunkts Hessens. „Eigentlich sind Schuhe hier drin verboten“, sagte Ariane Friedrich lachend, als sie den Ministerpräsidenten begrüßte. Zuvor hatte sich Bouffier noch mit hessischen Nachwuchstalenten über das Leben im Sportinternat und die Herausforderung, Schule und Leistungssport in Einklang zu bringen, unterhalten. Im Anschluss lieferte die Weltklasse-Hochspringerin Ariane Friedrich eine Demonstration ihrer koordinativen Fähigkeiten. Ministerpräsident Bouffier lobte ihre bisherigen Erfolge: „Ariane hat sich zu einer grandiosen Athletin entwickelt – und darüber hinaus ist sie auch noch Polizistin“, erklärte Bouffier. Die Hochspringerin ist Mitglied der Sportfördergruppe der hessischen Polizei.

Die Räume des Olympiastützpunkts und den angeschlossenen Instituten sind hell und großzügig geschnitten – dieser Eindruck bestätigte sich auch nach einem Abstecher in den Kraftraum, in dem fleißige Nachwuchsathleten Hanteln stemmten sowie im Leistungsdiagnostikzentrum. Hier demonstrierten zwei Tischtennis-Jugendnationalspieler, wie mit modernen Methoden der Sportwissenschaft Daten erhoben werden. Aus diesen Messungen leiten die Sportwissenschaftler dann Verbesserungsvorschläge für das tägliche Training ihrer Schützlinge ab.

„Großartige Sportlerinnen und Sportler in Hessen“

„Das ist auch ein Grund für die heutige Hessenreise – ich möchte den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, was es für großartige Sportlerinnen und Sportler in Hessen gibt“, sagte der Ministerpräsident an der letzten Station, dem Sport- und Freizeitzentrum Kalbach.

Gemeint waren damit Betty Heidler, Weltrekordhalterin im Hammerwurf und ihre Trainingspartnerin Kathrin Klaas, die ebenso zu den weltbesten Werferinnen in dieser Disziplin zählt. „40 Prozent sind Kraft, 40 Prozent Technik und 20 Prozent Athletik“, erklärte Heidler. Mit bis zu 100 Stundenkilometern beschleunigen die beiden Hammerwerferinnen das vier Kilogramm schwere Wurfgerät in einen Vorhang aus Matten – dieser hängt von der Hallendecke, so dass auch im Winter diese Sportart mit „echten“ Würfen trainiert werden kann. „Da muss man schon lange fahren, bis man so eine Halle wiederfindet“, staunte der Ministerpräsident und wünschte den beiden viel Glück für die Olympischen Spiele in London.

In einem kurzen Resümee sagte Volker Bouffier: „Es war schön zu sehen, wie sehr der Sport es vermag Begeisterung zu erwecken. Er ist eine einzigartige Möglichkeit für Zusammenhalt. Sei es zwischen Jung und Alt oder zur Integration“.

Ministerpräsident Volker Bouffier im Gespräch mit Hammerwerferin Betty Heidler.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier im Gespräch mit Hammerwerferin Betty Heidler.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier im Gespräch mit Athletinnen des Spitzensports.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier mit Hammerwerferin Betty Heidler und Staatssektretär Michael Bußer.
Hessenreise von Ministerpräsident Bouffier zum Thema Leistungssport