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Hessenreise zum Thema Integration

Integration muss vor Ort mit den Menschen stattfinden

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© B. Kleeblatt / Hessische Staatskanzlei

Unter dem Motto „Wir handeln: Sicherheit und Zukunft in der hessischen Integrationspolitik“ war Ministerpräsident Volker Bouffier am 10. April in Hessen unterwegs. Im Rahmen seiner Reise besuchte der Regierungschef das Projekt „Informations- und Austauschtreff türkischsprachiger Angehöriger behinderter Menschen“ der Werkstätten Hainbachtal sowie das Kinder- und Familienzentrum der SG Bornheim 1945 e.V., um sich vor Ort ein Bild von herausragenden Integrationsprojekten zu machen. „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit dem Ziel, Zugehörigkeit für alle Menschen zu schaffen. Es bedeutet, Begegnung und Vielfalt als Bereicherung zu empfinden. Integration muss vor Ort mit den Menschen stattfinden. Denn ein echtes und gelebtes Miteinander ist entscheidend für die Zukunft unseres Landes“, sagte der Ministerpräsident.

Der „Informations- und Austauschtreff türkischsprachiger Angehöriger behinderter Menschen“ ist ein Projekt der Werkstätten Hainbachtal gGmbH. Dieser soll türkischsprachige Angehörige von Werkstattmitarbeitern und Tagesförderstättenbesuchern dazu ermutigen, sich aktiv und gestaltend mit der Situation ihrer Familienangehörigen auseinanderzusetzen. „Ziel ist es, dass die Eltern das Gesundheitssystem und die Behindertenhilfe in Deutschland und Offenbach kennenlernen und bewusst nutzen können“, betonte Bouffier.

Die Werkstätten Hainbachtal sind mittlerweile eines der größeren mittelständischen Unternehmen in Stadt und Landkreis Offenbach, mit mehr als 750 Beschäftigten. In diesem Zusammenhang erläuterte der Ministerpräsident, dass die Hessische Landesregierung mit dem Programm „Modellregionen Integration“ den finanziellen Rahmen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund erheblich erhöht hat. So standen für 2009 insgesamt 80.000 Euro zur Verfügung. Seit 2010 bis Ende 2013 sind jährlich rund 1,35 Millionen Euro für dieses Programm eingeplant. „Die Stadt Offenbach ist eine der sechs hessischen Modellregionen“, führte der Regierungschef aus. Das Projekt „Informations- und Austauschtreff türkischsprachiger Angehöriger behinderter Menschen“ wird seit Mai 2011 aus dem Landesprogramm gefördert.

Die dritte Station seiner Hessenreise führte den Ministerpräsidenten in das Kinder- und Familienzentrum der SG Bornheim Grün-Weiß e.V. in Frankfurt. Der Sportverein hat rund 700 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Tanzsport und den Angeboten des vereinseigenen Kinder- und Familienzentrums (KiFaZ). Gleichzeitig stellen sie die größte Kinder- und Jugendfußballabteilung (434 Kinder und Jugendliche) in Frankfurt. Das im Jahr 2007 eröffnete KiFaZ des Vereins stellt neben den sportlichen Aktivitäten pädagogische und integrative Ansätze in den Vordergrund und ist das erste Haus dieser Art auf einem Sportplatz in der Bundesrepublik. „Der Verein sieht die Integration von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund als einen Grundpfeiler seiner Arbeit und seines Selbstverständnisses an“, sagte Volker Bouffier. Hierfür wurde ihm im Jahr 2011 der Hessische Integrationspreis verliehen.

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