Zweite Hessenreise

Ministerpräsident Bouffier auf Hessenreise: „Sagenhafter Aufschwung in Nordhessen“

"Ich bin sehr gespannt auf meine zweite Hessenreise“, erklärt der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, „diese führt uns heute nach Nordhessen. Die Region hat einen sagenhaften wirtschaftlichen Aufschwung erlebt und steht mittlerweile stärker da als andere Regionen in Hessen.“

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Ministerpräsident Volker Bouffier im Gespräch mit Jugendlichen, die um ihn herum stehen
Ministerpräsident Volker Bouffier im Gespräch mit Jugendlichen

Im Oktober 2010 lag die Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Kassel mit nur 5,6 Prozent sogar unter den anderen, bisher stärkeren Bezirken Darmstadt und Gießen. „Und das liegt auch am Mittelstand“, erklärt der Ministerpräsident bei der Zugabfahrt.

„Gemeinsam für ein starkes Hessen“

So lautet das Motto, unter dem sich Volker Bouffier heute auf den Weg gen Norden gemacht hat. Los geht es an diesem Mittwoch bei der Rohloff AG in Fuldatal. Das Unternehmen wurde in den 80er-Jahren von den Eheleuten Barbara und Bernhard Rohloff gegründet, Sohn Mirco ist mittlerweile auch schon eingestiegen. Ein echter Familienbetrieb eben. In der modernen Betriebshalle des Fahrradkomponentenherstellers riecht es nach Gummi und Öl.

Ministerpräsident Volker Bouffier schwingt sich auf den Drahtesel

„Es braucht eine gute Idee, es braucht gute Umstände und es braucht einen der es macht“, dies seien die Voraussetzungen um einen so erfolgreichen Betrieb wie die Rohloff AG zu gründen, sagt Ministerpräsident Volker Bouffier und schwingt sich auf ein nagelneues Mountainbike. Ausgestattet ist das Fahrrad mit dem Schmuckstück aus der Produktpalette der Fahrradpioniere aus Fuldatal: Dem Getriebe „SPEEDHUB 500/14“.

„Das ist Ihr gemeinsamer Erfolg!“, ruft der Ministerpräsident lachend den 45 Mitarbeitern zu und zeigt sich beeindruckt von der Lockerheit und dem Schwung des Unternehmens. Zwanzig Journalisten hetzen ihm hinterher und versuchen ein gutes Foto zu ergattern.

„Man spürt so richtig den Optimismus“

„Bei unseren Getrieben geht es nur in eine Richtung“, erklärt Erfinder Rohloff, „vorwärts!“ „Wir haben an diesem Standort alles was wir brauchen“, so der Firmenchef weiter. „Der hessische Norden hat es in sich! Man spürt hier so richtig den Optimismus“, freut sich der Ministerpräsident. „Gerade dem Mittelstand haben wir viel zu verdanken, es sind nicht immer nur die Großen.“

Obwohl die weltweit erfolgreiche Firma nur selten in der Öffentlichkeit stehe, sei sie „der Ferrari der Fahrradbranche“, so der der Ministerpräsident. Dies mache den Betrieb zu einem „Hidden Champion“. „Dieses Unternehmen vereint Traditionelles mit neuen Technologien. Ich wünsche mir, dass diese Dynamik und der Optimismus auch andere ermutigt und sie es Ihnen gleichtun“, so der Ministerpräsident abschließend.

Zweite Etappe - ENERGY Glas in Wolfhagen

Auf der zweiten Etappe der Hessenreise besichtigte Bouffier dann ein weiteres mittelständisches und wie das vorherige, innovatives Unternehmen in Wolfhagen, die ENERGY Glas GmbH.

„Mittelstand, Technologie, Arbeitsmarktlage und Fördermittel“, dies seien die Faktoren, die uns „in Nordhessen hart an die Grenze zur Vollbeschäftigung bringen“, freute sich der Ministerpräsident.

„Obwohl es uns erst drei Jahre gibt, sind wir jetzt schon der größte Sicherheitsglasproduzent in Deutschland“, erklärte der Geschäftsführer der ENERGY Glas GmbH Hans Franke. Auf dem Gelände der ehemaligen Pommernkaserne stellen nun 79 Mitarbeiter modernstes Glas in allen Facetten her. Besonders stolz ist das Unternehmen auf seine hochmodernen, dreifachgedämmten Energiesparscheiben. Franke bedankte sich bei dem Ministerpräsident herzlich für die Fördergelder, die auch vom Land Hessen zur Verfügung gestellt wurden. „In den vergangenen Jahren sind fast 80 Prozent an Fördermitteln in den Regierungsbezirk Kassel geflossen und jetzt sehen wir auch die Ergebnisse“, sagte Volker Bouffier.

Besuch des „Physikclubs“ der Kinder- und Jugendakademie in Kassel

„Junge Menschen mit Ideen und Entdeckerdrang - deshalb bin ich hier. Ich will ja zeigen was Hessen alles zu bieten hat“, erklärte Volker Bouffier an der Kasseler Albert Schweitzer Schule. Dort ließ er sich am Nachmittag von den Nachwuchsforschern des Physikclubs über ihre neuesten Projekte informieren. Wie können Häuser ausschließlich mit umweltfreundlichen Dämmstoffen isoliert werden?  Kann ein Roboter das Staubsaugen übernehmen oder wie funktioniert eigentlich das Frühwarnsystem für einen Tsunami?

Mit diesem Fragen beschäftigen sich hier inzwischen über 180 Schülerinnen und Schüler von der fünften bis zur dreizehnten Klasse. „Ich selbst war ja nie eine große Leuchte in Physik“, gestand der Ministerpräsident, „aber ich bewundere eure Hingabe und kann euch nur ermutigen weiterzumachen!“

Von Michael Schaich

Ministerpräsident Volker Bouffier mit Mitarbeiterinnen des Vereins Bengi e. V.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier mit Mitarbeiterinnen des Vereins Bengi e. V.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier mit Mitarbeiterinnen des Vereins Bengi e.V.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier im Gespräch mit einem Kind im Kindergarten "Kesperknirpse".
Ministerpräsident Bouffier unterwegs in Nordhessen