Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Osterfeiertage sind vorüber. Hoffentlich hatten Sie Gelegenheit, etwas zur Ruhe zu kommen und Zeit mit Ihren Liebsten zu verbringen.
In die Freude über den Frühling mischt sich bei mir auch die Sorge. Der Krieg im Nahen Osten geht unvermindert weiter und auch vor unserer Haustür – in der Ukraine – gibt es aktuell wenig Hoffnung auf Frieden.
Die Schrecken eines Krieges reichen immer bis weit in die Zukunft. Gerade sehen wir das wieder im Zusammenhang mit dem Jugoslawien-Krieg in den 1990er Jahren. Damals sollen private Scharfschützen aus Europa in Sarajevo gegen Geld Menschen gezielt niedergeschossen haben. Die Berichte über die abscheuliche Menschenjagd lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Ich habe mich deshalb ausdrücklich Forderungen angeschlossen, auch in Deutschland mögliche Täter zu ermitteln. Wer an solch unmenschlichen Taten mitgewirkt hat, muss zur Rechenschaft gezogen werden.
Es ist ein Thema, das mich persönlich sehr bewegt. Denn wie Sie vielleicht wissen, hat meine Familie selbst Wurzeln auf dem Balkan und ich fühle mich der Region sehr verbunden.
Deshalb war auch der Besuch der Botschafterin der Republik Albanien für mich eine besondere Ehre. In unserer „hessischen Botschaft“, der Landesvertretung in Berlin, haben wir uns miteinander ausgetauscht. Mit I.E. Adia Sakiqi war ich mir schnell einig: Albanien ist einer der Schlüsselpartner auf dem Westbalkan. Als Land Hessen wollen wir Albanien bei seinem Weg in die Europäische Union unterstützen. Der sogenannte „Lückenschluss“ auf dem Balkan ist im Interesse beider Seiten.
Im heutigen Newsletter erfahren Sie nicht nur zu diesem Besuch mehr. Natürlich gibt es wieder viele Informationen zu unserem hessischen Engagement im Bundesrat und den Veranstaltungen in Berlin, Brüssel und Hessen.
Ihr
Manfred Pentz
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten,
Internationales und Entbürokratisierung