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© Hessische Staatskanzlei
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Newsletter 08/2026
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ob in Wiesbaden, Berlin oder Brüssel: Gute Politik lebt vom Austausch und von der Bereitschaft, Dinge gemeinsam voranzubringen. Genau darum geht es auch in dieser Ausgabe unseres Newsletters.
Das Hessenfest in Berlin hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig und vielfältig unser Land ist. Es bringt Menschen zusammen, schafft neue Kontakte und bietet die Gelegenheit, Hessen als starken und verlässlichen Partner zu präsentieren. Solche Begegnungen sind gerade in bewegten Zeiten wichtiger denn je.
Auch Europa bleibt in Bewegung. Mit der irischen Ratspräsidentschaft rücken neue Themen und Impulse auf die europäische Agenda. Viele Entscheidungen, die in Brüssel getroffen werden, wirken unmittelbar bis nach Hessen. Deshalb lohnt es sich, den Blick auf die europäischen Entwicklungen zu richten und ihre Bedeutung für unser Land im Blick zu behalten.
Europa begegnet uns aber nicht nur in Gesetzen und politischen Entscheidungen. Es begegnet uns auch im Portemonnaie: Die neuen Euro-Banknoten werden ein sichtbares Zeichen für das sein, was Europa verbindet – und noch kann jede und jeder mitentscheiden, wie diese aussehen sollen.
Mitte Juli hat der Bund mit dem zweiten Entlastungskabinett einen großen Schritt beim Bürokratieabbau nach vorn gemacht. Besonders freut mich die Übernahme von Hessens Pilotprojekt „Die Steuer macht das Amt“ als Blaupause im Bund. Das zeigt einmal mehr: Beim Bürokratieabbau ist Hessen Vorbild. Weniger Bürokratie ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für einen leistungsfähigen Staat und eine Verwaltung, die Innovation ermöglicht statt sie auszubremsen.
Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre und hoffe, dass Sie interessante Einblicke und neue Perspektiven mitnehmen.
Ihr Manfred Pentz Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung
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© Staatskanzlei/Henning Schacht
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Hessenfest 2026 Netzwerken, Austauschen, Feiern – mit etwa 3.000 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur feierte das Land Hessen sein traditionelles Hessenfest in der Landesvertretung.
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Internationales und Europa
Unser Land des Monats: IrlandVom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026 übernimmt Irland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union und wird in dieser Zeit die europäische Agenda maßgeblich mitgestalten. Es ist eine große Aufgabe für eines unserer wichtigsten Partnerländer in der Europäischen Union. Irland wird in dieser Zeit die Ratssitzungen in Brüssel leiten, strategische Schwerpunkte setzen und gemeinsam mit den Mitgliedstaaten Lösungen für die großen europäischen Herausforderungen erarbeiten.
Dass Irland heute eine solche Verantwortung übernimmt, unterstreicht den bemerkenswerten Weg des Landes in Europa. Einst vor allem als Auswanderungsland bekannt, hat sich die Republik mit ihren derzeit rund 5,4 Millionen Einwohnern in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der dynamischsten Volkswirtschaften der EU entwickelt. Als englischsprachiges EU- und Euro-Mitglied zieht es internationale Unternehmen wie Google oder Apple an, punktet mit hochqualifizierten Fachkräften und bietet ein in vielen Bereichen lebendiges Innovationsklima. Doch Irland ist weit mehr als ein Wirtschaftsmagnet: Die grüne Insel fasziniert durch ihre Landschaften, eine lebhafte Musik- und Literaturszene (Irland kann gleich vier Literaturnobelpreisträger vorweisen!) und eine reiche Kultur von der Mythologie bis zur modernen Kunst.
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Auch Hessen und Irland verbindet eine besondere Partnerschaft. Irland wählte Hessen bewusst als Standort für sein erstes Generalkonsulat in Deutschland. Unser Außenhandel mit Irland hat mittlerweile eine beträchtliche Größe erreicht – ein starkes Zeichen für einen funktionierenden EU-Binnenmarkt. Und ein Zeichen für die hohe Wertschätzung der hessischen Wirtschaft und Bevölkerung für irische Produkte und Dienstleistungen. Diese Verbindung wird auch im Alltag lebendig: Das Frankfurter Irish Festival zieht jährlich tausende Gäste an und feiert irische Musik, Tänze und Lebensart. Zudem prägen zahlreiche irische Pubs das Kultur- und Nachtleben in Städten wie Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Darmstadt als Orte der Gemeinschaft und der Live-Musik.
Ein wichtiger Motor dieser Beziehungen war in den letzten fünf Jahren die Arbeit der irischen Generalkonsulin Anne-Marie Flynn, die die Partnerschaft zwischen Irland und Hessen mit unermüdlichem Engagement, diplomatischem Geschick und großer Herzlichkeit geprägt hat – sei es durch die Förderung von Wirtschaftskontakten, den Support der Kulturinitiative „Zeitgeist Irland“ oder durch die traditionellen St. Patrick’s Day-Feierlichkeiten.
Nach fünf Jahren in Frankfurt wird Anne Marie Flynn neue Aufgaben im Außenministerium in Dublin übernehmen. Wir danken ihr für ihr Engagement hier in Hessen und wünschen ihr für ihre zukünftigen Aufgaben alles Gute und viel Erfolg!
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Das Foto zeigt Generalkonsulin Anne-Marie Flynn und Europastaatssekretärin Karin Müller beim Abschiedsbesuch in der Hessischen Staatskanzlei.
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Neues aus dem Europanetzwerk Best Practice: Europa in Hessen sichtbar machen!Eine besondere Reise durch Europa.. Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Bürgerverein Bad Wilhelmshöhe mit einer öffentlichen Veranstaltung an den Europawochen. Bereits zum fünften Mal war der Platz rund um die Bücherbokx des Bürgervereins an der Wilhelmshöher Allee am 30. Mai 2026 Schauplatz einer besonderen Reise. Bei strahlendem Sonnenschein waren rund fünfzig Gäste der Einladung des Bürgervereins gefolgt, um sich literarisch, musikalisch und kulinarisch fünf ausgewählten europäischen Inseln anzunähern.
Die Reise führte von Malta über Grönland, Sardinien und Kreta bis zur Insel Helgoland. Die von den Vorstandsmitgliedern ausgewählten Autorinnen und Autoren dieser Länder waren mit unterhaltsamen, aber auch beklemmenden Texten und Gedichten vertreten. Der Schauspieler und TV-Kommissar Jakob Benkhofer, in der neuen Spielzeit wieder am Kasseler Staatstheater engagiert, las diese Auszüge aus Romanen, Essays und einem Gedichtband und nahm die aufmerksam und konzentriert lauschenden Besucherinnen und Besucher mit auf eine emotionale Reise an die jeweiligen Schauplätze. Welf Kerner, der bekannte Kasseler Akkordeonist, sorgte zwischen den Lesungen mit seinen Melodien und Songs aus den ausgesuchten Regionen für wippende Füße und strahlende Gesichter.
Im Anschluss nutzten fast alle Gäste die Möglichkeit, sich bei landestypischen Spezialitäten über das Gehörte auszutauschen oder dem Bürgerverein auch Vorschläge für die nächste Ausgabe im kommenden Jahr zu unterbreiten. Dieser Beitrag zu den diesjährigen Europawochen im Mai fand aber nicht nur im Stadtteil eine sehr positive Resonanz. Auch das Land Hessen würdigte diese gelungene Veranstaltung, so dass sich der Verein über eine finanzielle Unterstützung freuen konnte. Bericht von Armin Ruda, Vorsitzender des Bürgervereins Bad Wilhelmshöhe e. V.
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Das Foto zeigt Armin Ruda (Moderator), Jakob Benkhofer (TV-Schauspieler) und Welf Kerner (musikalischer Reisebegleiter) Color Clash for Democracy: Demokratie wird bunt Wie sieht Demokratie aus? An der Erich Kästner-Schule in Maintal jetzt ganz klar: groß, bunt und unübersehbar! Im Rahmen der Europawochen gestalteten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus dem Kinder- und Jugendhaus Bischofsheim ein rund 125 Quadratmeter großes Street-Art-Wandbild. Bevor die Sprühdosen zum Einsatz kamen, setzten sich die Jugendlichen im Unterricht mit Demokratie, europäischer Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander. Aus ihren Ideen entwickelte die Street-Art-Künstlerin Thekra Jaziri den Entwurf für das gemeinsame Kunstwerk. An zwei Workshoptagen im Mai verwandelte sich der Bereich um die Sporthalle der Schule dann in eine Kreativarea: Gemeinsam wurde diskutiert, entschieden, gesprüht und gestaltet – ein demokratischer Prozess, der nicht nur sichtbar, sondern auch erlebbar wurde.
Das Ergebnis ist ein farbenfrohes Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und Mitbestimmung, das den öffentlichen Raum nachhaltig bereichert und zeigt, wie kulturelle Bildung und Demokratiebildung Hand in Hand gehen können. Das Projekt entstand in Kooperation der Stadt Maintal, der Erich Kästner-Schule und des Kinder- und Jugendhauses Bischofsheim und wurde durch das Land Hessen sowie weitere Förderpartner unterstützt.
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Euro-Banknoten im neuen Look ab 2028 – Entscheiden Sie beim Design mit!Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Entwürfe für neue Euro-Banknoten vorgestellt und lädt uns alle ein, die Zukunft des Euros mitzugestalten: Ab Ende 2028 werden neue Banknoten in unseren Geldbeuteln landen – und Sie können mitentscheiden, wie sie aussehen werden! Fast 30 Jahre lang prägten Brücken, Tore und Fenster das Banknotendesign der Eurozone – alle in einem abstrakten Baustil gehalten, um kein Land zu bevorzugen und um alle Euro-Staaten zu vereinen. So die Idee der Gründungsväter. Doch jetzt steht ein Wechsel an: Die neuen Banknoten sollen entweder europäische Persönlichkeiten und Kulturräume oder europäische Vögel, Gewässer und Institutionen in den Mittelpunkt rücken.
Kreative Köpfe aus ganz Europa haben dazu frische, inspirierende Entwürfe eingereicht – orientiert an Vorgaben der EZB, aber mit viel künstlerischer Kreativität. Form und Farbe der Scheine bleiben zwar erhalten, doch moderne Sicherheitselemente sollen den Schutz vor Fälschungen weiter stärken.
Ihre Stimme zählt! Nutzen Sie die Chance und bringen Sie sich ein – denn diese Banknoten werden uns die nächsten Jahrzehnte begleiten.
Weitere Informationen der EZB und den Teilnahmelink zur Umfrage über das Banknotendesign finden Sie hier.
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Wie gut kennen Sie Europa? Stellen Sie Ihr Wissen auf die Probe und entdecken Sie spannende Fakten in unserem digitalen Europa-Quiz!
Hier gelangen Sie zum Quiz.
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EntbürokratisierungZweites Entlastungskabinett im Bund – Minister Pentz begrüßt großes PaketDas Bundeskabinett hat am 15. Juli 2026 im sogenannten zweiten Entlastungskabinett Maßnahmen für den Bürokratierückbau von einem Entlastungsvolumen von rund 600 Millionen Euro beschlossen. Damit hat sich die Bundesregierung zum zweiten Mal auf weitreichende Maßnahmen zur Entlastung von unnötiger Bürokratie für Bürger, Unternehmen und Verwaltung verständigt. Seit dem ersten Entlastungskabinett am 5. November 2025 wurden bereits über 40 Maßnahmen umgesetzt. Bundesminister Dr. Wildberger erklärte, dass damit seit November rund 9,8 Milliarden der bis 2029 als Ziel vorgegebenen 16 Milliarden Euro Bürokratiekosten eingespart werden konnten. Schwerpunkte der aktuellen Beschlüsse sind beispielsweise die Digitalisierung im Gesundheitswesen – der Papierstau in Praxen und Krankenhäusern soll aufgelöst werden – und der Wegfall der grünen Plakette für E-Autos. Auch müssen Lkw an regional abweichenden Feiertagen nicht mehr stillstehen. Das schafft Planbarkeit für Unternehmen. Hessen Entbürokratisierungsminister Manfred Pentz nannte die vorgelegten Beschlüsse der Bundesregierung eine „recht ansehnliche Liste,“ die das Land einen großen Schritt nach vorne bringe. „Es braucht viel Kraft, um den bürokratischen Beton der letzten 20 Jahre aufzubohren,“ so der Minister. Aber es lohne sich, denn Schätzungen zufolge entgehen Deutschland jährlich rund 146 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung aufgrund von übermäßiger Bürokratie. Besonders stolz zeigte sich der Minister angesichts der Übernahme von Hessens Pilotprojekt „Die Steuer macht das Amt“ als Blaupause im Bund. „Das zeigt einmal mehr: Beim Bürokratieabbau ist Hessen Vorbild.“ Hessens Erfolge und Maßnahmen zum Bürokratieabbau sind unter Besser Einfach Hessen jederzeit abrufbar. Schnellere Verfahren für Schiene, Straße und WasserstraßeDer Bundesrat stimmte am 10. Juli 2026 dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz (InfZuG) zu. Planungs- und Genehmigungsverfahren wichtiger Infrastrukturvorhaben sollen mit diesem Gesetz beschleunigt und effizienter gestaltet werden. Mit dem Gesetz wird bestimmten Infrastrukturvorhaben ein sogenanntes überragendes öffentliches Interesse zugeschrieben, um ihre Fertigstellung zu beschleunigen. Bevorzugt behandelt werden etwa zentrale Schienenvorhaben, der Neubau von Autobahnen, Ersatzneubauten von Brücken und Tunneln, Wasserstraßen und Schifffahrtsanlagen sowie Maßnahmen des Hochwasser- und Küstenschutzes, Flughäfen und Häfen. Aufgrund von Vereinfachungen beim Umweltschutz und reduzierten Umweltverträglichkeitsprüfungen können durch das neue Gesetz Monate bis Jahre von der Planung bis zur Fertigstellung eingespart werden. Verbindliche Fristen verhindern künftig, dass über lange Zeit Bauprojekte unverhältnismäßig teuer werden. Schließlich sollen Planfeststellungsverfahren künftig vollständig digital durchgeführt werden.
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Terminvorschau
Aus dem Europanetzwerk - 25. August 2026, 19.00 bis 20.30 Uhr | Kreishaus Dietzenbach: Vortrag „Bargeld war gestern? Der digitale Euro und die Zukunft des Zahlens“
Ob beim Einkauf im Supermarkt, beim Online-Shopping oder an der Parkuhr: unser Bezahlverhalten verändert sich stetig. Mit dem geplanten digitalen Euro steht eine weitere Entwicklung im europäischen Zahlungsverkehr bevor. Was genau verbirgt sich hinter der digitalen Variante der Gemeinschaftswährung? Welche Auswirkungen hätte sie auf den Alltag der Bürgerinnen und Bürger?
Antworten auf diese und weitere Fragen gibt ein Vortrag am Dienstag, 25. August 2026, ab 19.00 Uhr im Kreishaus des Kreises Offenbach in Dietzenbach. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Expertinnen und Experten der Deutschen Bundesbank erläutert anschaulich, was der digitale Euro ist, wie er funktionieren soll und welche Chancen sowie Herausforderungen mit seiner Einführung verbunden sind. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam über die Zukunft des Bezahlens zu diskutieren.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, der Deutschen Bundesbank, der Europa Union Stadt und Kreis Offenbach e. V. sowie des EUROPE DIRECT Relais Rhein-Main.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung an europe-direct@kreis-offenbach.de.
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Der nächste Newsletter erscheint am 1. September.
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