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© Hessische Staatskanzlei
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Newsletter 10/2026
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im September waren wir mit einer hochkarätigen hessischen Wirtschaftsdelegation in Ostafrika: In Ruanda, Tansania und Kenia. Wir sind nicht als Entwicklungshelfer gekommen, sondern als Partner auf Augenhöhe. Ziel dieser Dienstreise war es, Türen zu öffnen für eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit – zum beiderseitigen Nutzen. Und das ist uns gelungen. Wir konnten viele Kontakte herstellen und auf großen Konferenzen für den Standort Hessen werben. Ob Pharma, Logistik, Luftverkehr – die Region Ostafrika hat ihre Stärken in vielen Branchen, in denen wir auch in Hessen stark sind. Das passt gut zusammen!
Mich hat diese Reise sehr beeindruckt. In der Region gibt es gerade eine unglaubliche Dynamik. Da entstehen auch für unsere hessischen Unternehmen neue Märkte. Die drei Länder sind innovativ und schnell, haben viele gut ausgebildete Fachkräfte. Vor allem geht man dort die Dinge aber mit einer Einstellung an, von der wir uns etwas abschauen können. „Besser einfach“ ist ja unser Slogan beim Bürokratiemelder in Hessen und er würde auch gut nach Ostafrika passen. Denn die dynamische Entwicklung geschieht ohne übermäßige Bürokratie.
Genau daran arbeiten wir auch in Hessen mit Vollgas. Gerade vorige Woche haben wir das 2. Bürokratieabbaugesetz in den Landtag eingebracht. In 70 Gesetzen streichen oder vereinfachen wir 168 Vorschriften. Für schnellere Verfahren, weniger Berichte und mehr Handlungsspielraum. Verwaltung und Bürgern wollen wir mehr Vertrauen entgegenbringen und den Alltag der Menschen leichter machen. Denn der Staat muss für die Menschen da sein – nicht umgekehrt.
Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre unseres Newsletters und hoffe, dass Sie interessante Einblicke und neue Perspektiven mitnehmen.
Ihr Manfred Pentz Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung
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Internationales und EuropaEmpfang zur Eröffnung des Deutsch-Koreanischen ForumsDas 24. Deutsch-Koreanische Forum fand vom 2. bis 4. September 2026 im hessischen Eschborn statt. Den Auftakt machte ein Empfang auf Einladung der Hessischen Landesregierung in der Staatskanzlei. Europastaatssekretärin Karin Müller begrüßte die Gäste in Hessen, darunter den neuen Botschafter Südkoreas in Deutschland, Kyung-sok Koh, den deutschen Botschafter in Seoul, Georg Schmidt, sowie die Generalkonsulin der Republik Korea in Frankfurt, Eunjeong Kim. Ein Stehempfang mit hessischen und koreanischen Spezialitäten rundete den Abend ab.
Hessen und die Republik Korea verbinden seit vielen Jahren enge Beziehungen. In der Rhein-Main-Region lebt die größte koreanische Community in Deutschland. Zugleich ist Hessen ein wichtiger Standort für koreanische Unternehmen.
Das Deutsch-Koreanische Forum bringt seit 2002 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland und Südkorea zusammen, um die bilateralen Beziehungen weiterzuentwickeln und konkrete Handlungsempfehlungen für die Regierungen zu erarbeiten. Seit 2012 ergänzt das Deutsch-Koreanische Juniorforum den Austausch und gibt jungen Menschen beider Länder die Möglichkeit, ihre Perspektiven und Ideen einzubringen.
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Delegationsreise nach OstafrikaSechs Tage, drei Länder, eine klare Botschaft: Hessen will die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Ostafrika weiter ausbauen. Mit einer 33-köpfigen Wirtschaftsdelegation ist Staatsminister Manfred Pentz im September nach Ruanda, Tansania und Kenia gereist. Im Mittelpunkt standen die drei Wirtschaftsforen „Invest.EastAfrica!“ sowie Gespräche mit hochrangigen politischen und wirtschaftlichen Vertretern.
Ein besonderer Höhepunkt war die Unterzeichnung der „AI Alliance!“ zwischen Hessen und der East African Community (EAC). Damit soll die Zusammenarbeit bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auf eine neue Grundlage gestellt werden. „German Technology made in Hessen meets African Innovation“ – so beschreibt Pentz den gemeinsamen Ansatz.
Ostafrika bietet große Chancen für hessische Unternehmen: Die Region wächst dynamisch, verfügt über eine junge und gut ausgebildete Bevölkerung, starke Universitäten und eine wachsende Start-up-Szene. Besonders große Potenziale sieht Hessen in Pharma und Gesundheit, Digitalisierung und KI, kritischen Rohstoffen sowie Logistik.
„Hessen zählt zu den exportstärksten Regionen Europas. Mit diesem Selbstbewusstsein sind wir in Ostafrika aufgetreten und wurden auf Augenhöhe empfangen“, so Pentz. Ziel sei es, konkrete Partnerschaften, Investitionen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen – zum Vorteil beider Seiten.
Die Reise zeigte zugleich, wie dynamisch sich die Region entwickelt. „Wenn deutsche Technologie auf afrikanische Innovation trifft, kann daraus Großes entstehen“, sagt Pentz.
Ein besonderer Moment der Reise war der Besuch des Kigali Genocide Memorial in Ruanda. Staatsminister Pentz legte dort einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des Völkermords an den Tutsi 1994 nieder: „Wer Ruanda verstehen will, muss sich mit dieser Geschichte auseinandersetzen. Der Besuch der Gedenkstätte hat mich tief bewegt.“
Das Fazit der Reise: „Wir haben Türen geöffnet – jetzt müssen die Unternehmen durchgehen.“
Die Pressemitteilung zur Reise finden Sie hier.
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Unser Land des Monats: Tschechien – Ein literarisches Land mitten in Europa!Tschechien, ein vielseitiges Nachbarland Deutschlands, hat weit mehr zu bieten als seine berühmte Hauptstadt: Neben der historischen Kulisse Prags mit der Karlsbrücke locken zum Beispiel auch die traditionsreichen böhmischen Bäder in die östlich von Deutschland gelegene Republik. Mit rund 78.900 Quadratkilometern ist das Land etwa viermal so groß wie Hessen und beheimatet rund 10,9 Millionen Menschen. Prag bildet als Hauptstadt das politische, wirtschaftliche und kulturelle Herz des Landes.
Im Oktober rückt Tschechien ganz besonders in den Mittelpunkt: Vom 7. bis 11. Oktober 2026 ist das Land Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Unter dem Motto „Tschechien: Ein Land an der Küste“ präsentiert es seine vielfältige Literatur und Kultur. Zahlreiche Autorinnen und Autoren reisen nach Frankfurt, um ihre Werke vorzustellen und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.
Die Frankfurter Buchmesse ist weit mehr als eine Buchausstellung: Sie gilt als einer der wichtigsten internationalen Treffpunkte der Buch- und Medienbranche. Jedes Jahr kommen Verlage, Autorinnen und Autoren sowie Kulturinteressierte aus aller Welt nach Frankfurt, um neue Bücher zu entdecken, Ideen auszutauschen und internationale Kontakte zu knüpfen. Für Hessen ist die Buchmesse ein bedeutender kultureller und wirtschaftlicher Botschafter: Sie macht Frankfurt zum internationalen Zentrum des literarischen Austauschs und stärkt die kreative und weltoffene Ausstrahlung unseres Bundeslandes.
Das Gastland Tschechien blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Über Jahrhunderte gehörten Böhmen und Mähren zu unterschiedlichen Herrschaftsgebieten, unter anderem zur Habsburgermonarchie. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand 1918 die Tschechoslowakei. Die friedliche Revolution von 1989 leitete das Ende der kommunistischen Herrschaft ein. 1993 wurde die Tschechoslowakei schließlich einvernehmlich in zwei unabhängige Staaten geteilt: Tschechien und die Slowakei.
Seit 2004 ist Tschechien Mitglied der Europäischen Union und seit 1999 Teil der NATO. Die enge Verbindung zu Deutschland zeigt sich nicht nur in der gemeinsamen europäischen Zusammenarbeit, sondern auch in vielfältigen wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Kontakten.
Ein besonderer Schatz Tschechiens ist seine Literatur. Weltbekannte Schriftsteller wie Franz Kafka, dessen Leben und Werk eng mit Prag verbunden sind, oder der Dramatiker und spätere Präsident Václav Havel haben die internationale Literatur und das politische Denken geprägt. Auch die tschechische Kinder- und Jugendbuchliteratur ist bekannt: Figuren wie der kleine Maulwurf, der in Deutschland viele Generationen begleitet hat, stammen aus Tschechien.
Doch Tschechien ist nicht nur ein Land der Bücher, sondern auch der Musik, der Architektur und der Natur. Prag begeistert mit seiner historischen Altstadt, während Städte wie Brünn und Pilsen mit einer lebendigen Kulturszene und beeindruckender Architektur aufwarten. Die böhmischen und mährischen Landschaften laden mit Wäldern, Weinbergen und Burgen zum Entdecken ein.
Auch kulinarisch hat Tschechien einiges zu bieten: Deftige Gerichte wie Svíčková (Rinderbraten mit Sahnesoße und Knödeln) oder Vepřo knedlo zelo (Schweinebraten mit Knödeln und Kraut) gehören zu den Klassikern. Dazu kommt eine traditionsreiche Bierkultur, für die Tschechien weltweit bekannt ist.
Wissenswertes über Tschechien: 🌍 Tschechien ist ein Binnenstaat und grenzt an Deutschland, Polen, die Slowakei und Österreich und damit – entgegen dem Motto der Buchmesse – ein Land ohne Meeresküste. 💶 Noch keine Euro-Währung: Obwohl Tschechien seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist, bezahlt man dort weiterhin mit der Tschechischen Krone. 🏛️ Die Karls-Universität in Prag wurde 1348 gegründet und ist eine der ältesten Universitäten Europas. 🏰 Die Prager Burg gilt als eine der größten historischen Burganlagen der Welt und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen des Landes.
Der Ehrengastauftritt auf der Frankfurter Buchmesse bietet eine wunderbare Gelegenheit, unser Nachbarland neu kennenzulernen – durch seine Geschichten, seine Menschen und seine vielfältige Kultur. Vielleicht also ein guter Anlass, im Oktober einmal zu einem tschechischen Buch zu greifen und sich literarisch auf eine Reise durch unser Nachbarland zu begeben!
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Neues aus dem Europanetzwerk Treffen der EuropaIdeenSchmiede in der Hessischen StaatskanzleiAm 29. September traf sich das Jugendgremium EuropaIdeenSchmiede (EIS) zum Austausch in der Hessischen Staatskanzlei.
Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, zu Projekten aus dem Europabereich, wie den Europa-Erklärvideos mit Clarissa da Silva und Austauschmöglichkeiten für junge Menschen, ins Gespräch zu kommen und sich mit neuem Input in deren weitere Ausgestaltung einzubringen. Auch ein zukünftiges, gemeinsames Projekt unter Federführung des Gremiums wurde offen diskutiert. Anschließend nutzte die Gruppe bei einem kleinen Imbiss die Möglichkeit zum Austausch zu aktuellen Themen.
Die EIS ist derzeit bundesweit einzigartig. Das Gremium bietet eine Plattform, um europapolitische Themen zu platzieren, Impulse zu generieren, Ideen auszutauschen und konkrete Projekte sowie Expertisen vorzustellen und weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen zur EIS finden Sie hier.
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Tag der offenen Tür des ESOC Am 2. Oktober 2026 lud die Europäische Weltraumorganisation ESA zu einem großen Open Day ins European Space Operations Centre (kurz ESOC) in Darmstadt ein.
Mit dabei war Europastaatssekretärin Karin Müller, die bei der Eröffnung das Publikum begrüßte.
Das Raumflugkontrollzentrum der ESA ist eine der derzeit sieben europäischen Institutionen, die in Hessen angesiedelt sind. Dort ist es seit 1967 für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten und für das dazu notwendige weltweite Netz der Bodenstationen verantwortlich.
Am Open Day hatten interessierte Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, selbst herauszufinden, was genau das eigentlich bedeutet. Im Rahmen eines Rundgangs konnten sie das Gelände erkunden, ESA-Expertinnen und -Experten treffen und entdecken, wie Raumfahrzeuge von der Erde aus gesteuert werden. Neben umfangreichen Informationen erwarteten sie außerdem verschiedene Stände mit Aktivitäten zum Mitmachen, Live-Unterhaltung, interaktive Exponate sowie Virtual-Reality-Erlebnisse. Für Kinder gab es spezielle Vorträge und Mitmach-Aktionen.
Auch ein Team der Hessischen Staatskanzlei war zusammen mit dem EU-Informationszentrum Darmstadt sowie dem EUROPE DIRECT-Informationszentrum Relais Rhein-Main vor Ort. An unserem gemeinsamen Stand informierten wir über die Europäische Union, die hessische Europapolitik und unser Europanetzwerk, zu dessen Partnern auch das ESOC gehört. Es war ein toller Tag mit vielen spannenden Eindrücken und Gesprächen!
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Best Practice: Europa in Hessen sichtbar machen!25 Jahre Partnerschaft, 25 Jahre europäische Verbundenheit zwischen Fritzlar und Casina
Im Jubiläumsjahr blickt der Partnerschaftsverein Fritzlar-Casina e.V. auf zwei ereignisreiche Begegnungen mit seinen italienischen Freunden zurück. Sowohl der festliche Besuch der italienischen Delegation in der hessischen Dom- und Kaiserstadt als auch die ereignisreiche Gegenreise der Fritzlarer in die Emilia-Romagna unterstrichen die lebendige und tief verwurzelte Verbindung beider Kommunen. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft erlebten die Teilnehmer auf beiden Seiten ein vielfältiges Programm, das die tiefe Verbundenheit und die gelebte europäische Freundschaft eindrucksvoll unterstrich.
Hier können Sie mehr darüber erfahren.
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DiscoverEU: Europa entdecken – jetzt bewerben!Die neue Bewerbungsrunde für DiscoverEU ist gestartet! Vom 1. bis 15. Oktober 2026 können junge Menschen, die 2008 geboren wurden und die Teilnahmebedingungen erfüllen, ihre Chance auf einen DiscoverEU Travel-Pass nutzen.
DiscoverEU – worum geht‘s?! Die Aktion von Erasmus+ ermöglicht es jungen Menschen, Europa zu bereisen, neue Kulturen kennenzulernen und andere junge Menschen aus ganz Europa zu treffen. Mit dem Travel-Pass können sie innerhalb eines festgelegten Reisezeitraums bis zu sieben Tage unterwegs sein – vor allem mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie der Bahn. Zusätzlich gibt es eine Rabattkarte mit Vergünstigungen, zum Beispiel für Unterkünfte, Kulturangebote und Aktivitäten.
Wer ausgewählt wird, kann zwischen dem 1. März 2027 und 31. Mai 2028 reisen – allein oder gemeinsam mit bis zu vier Freunden.
Bewerbungsmöglichkeiten und weitere Informationen gibt es hier.
🎬 Passend dazu gibt es auch ein neues Erklärvideo zum Thema Geld und Finanzen, in dem DiscoverEU ebenfalls eine Rolle spielt. Schauen Sie gerne vorbei und erfahren Sie mehr darüber!
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Europäisches Jugendevent 2027 in Straßburg – Programm mitgestalten!Alle zwei Jahre kommen beim Europäischen Jugendevent (EYE) tausende junge Leute aus der gesamten Europäischen Union und darüber hinaus zusammen, um über Europas Gegenwart und Zukunft zu diskutieren – und zwar dort, wo das Herz der europäischen Demokratie schlägt. Das EYE findet alle zwei Jahre am Europäischen Parlament in Straßburg statt und gibt jungen Menschen zwischen 16 und 30 Jahren die einzigartige Gelegenheit, mit Europaabgeordneten in direkten Kontakt zu treten, sich mit Entscheidungsträgern, Fachleuten und anderen jungen Leuten über ihre Sichtweisen auszutauschen, und sich gegenseitig zu inspirieren.
Das EYE2027 findet am 18. und 19. Juni 2027 statt. Interessierte können sich ab Februar 2027 für eine Teilnahme registrieren.
Auf die Teilnehmenden wartet ein interaktives Programm mit Debatten, Workshops, Führungen, künstlerischen Beiträgen und noch vielem mehr. Das Programm entsteht in Zusammenarbeit zwischen europäischen und internationalen (Jugend-)Institutionen sowie den Teilnehmenden selbst.
Sie möchten das Programm mitgestalten? Jugendorganisationen und Jugendgruppen können sich hier bis zum 16. Oktober 2026 dafür bewerben!
Weitere Informationen zum EYE gibt es hier.
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EntbürokratisierungHessen setzt auf Kulturwandel: Gestaltungsmut statt KontrollwutDie Hessische Landesregierung hat am 16. September 2026 per Kabinettsbeschluss dem Zweiten Bürokratieabbaugesetz (BAG II) zugestimmt. Das Gesetz wurde am 29. September 2026 in erster Lesung im Hessischen Landtag besprochen. Mit dem Gesetz soll geregelt werden, dass die Verwaltung vom Verhinderer zum Ermöglicher wird und flexibel auf die Bedürfnisse der Bürger und Unternehmen reagieren kann. Konkret sollen zahlreiche Berichts- und Nachweispflichten gestrichen und turnusmäßige Prüfungen zu anlassbezogenen umgewandelt werden. Ärztliche Atteste sollen bei krankheitsbedingt versäumten Berufsabschlussprüfungen in vielen Fällen nicht mehr vorgelegt werden müssen.
Unternehmen beklagen regelmäßig, dass langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren für wichtige Infrastrukturprojekte ein schwerwiegender Standortnachteil sind und Kosten unnötig in die Höhe treiben. Größere Genehmigungsverfahren für wichtige Infrastrukturprojekte sollen mit dem BAG II nun deutlich gestrafft werden: Unter anderem entfallen Erörterungstermine und eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung grundsätzlich.
Um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen, sollen in Hessen mit der Genehmigungsfiktion bei Berufs- und Bildungsabschlüssen aus dem Ausland klare Verhältnisse geschaffen werden: Wenn ein vollständig eingereichter Antrag auf Anerkennung nicht binnen drei Monaten von der Behörde bearbeitet wurde, gilt er automatisch als genehmigt. Außerdem soll in zahlreichen Gesetzen und Vorschriften der Verweis auf den Stand der Technik gestrichen werden. Die Normen privater Gremien wie des Deutschen Instituts für Normung (DIN) haben einen gesetzähnlichen Charakter, sind aber vom Gesetzgeber nicht legitimiert und werden regelmäßig überarbeitet – was mit Kosten und Aufwand für Unternehmen verbunden ist.
Das Zweite Bürokratieabbaugesetz stärkt auch Verwaltungsmitarbeitenden selbst den Rücken: Wer im Rahmen seines Ermessens für Bürger und Unternehmen gute Lösungen voranbringt und dabei Fehler begeht, muss nicht mehr automatisch ein Disziplinarverfahren fürchten. Damit setzt die Hessische Landesregierung konkret auf einen Mentalitätswechsel – weg von der rigiden Grundhaltung des „Haben wir schon immer so gemacht“ hin zu „Wie könnte es denn auch oder sogar besser gehen?“
Hier geht es zur Pressemitteilung. Hessens Flurneuordnung wird digitaler und effizienterDas Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat hat ein umfassendes Reformpaket vorgelegt. Dabei wurden Abläufe evaluiert und zahlreiche Optimierungsmaßnahmen entwickelt, die derzeit konsequent in die Praxis eingeführt und angewendet werden. Ein wesentlicher Teil der Reform ist die Novelle des Hessischen Ausführungsgesetzes zum Flurbereinigungsgesetzes (HAGFlurG). Wichtige Entscheidungen werden künftig in den regionalen Ämtern für Bodenmanagement und damit direkt durch die Fachleute vor Ort getroffen. Zeitintensive Prüfprozesse und Genehmigungsschleifen zwischen verschiedenen Behördeninstanzen entfallen. Damit schafft das Ministerium Klarheit für private und kommunale Grundstückseigentümer. Durch den Abbau unnötiger Bürokratie werden Verfahren beschleunigt und mithilfe moderner Drohnentechnologien werden Vermessungen von Wege- und Gewässernetzen nicht nur effizienter, sondern auch präziser. Hessen regelt Öffnungszeiten für Kreativmalstudios neuHessen hat nach Prüfung der rechtlichen Grundlage die Öffnungserlaubnis für Kreativcafés und Keramikmalstudios neu geregelt. Die Prüfung hat ergeben, dass es sich bei den genannten Cafés nicht um Geschäfte im Sinne des Arbeitnehmergesetzes handelt. Die sonntäglichen Angebote sind eher vergleichbar mit einer Museumsvorstellung und damit von der „Sonntagsregel“ ausgenommen. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind Kreativcafés eine wichtige Möglichkeit, kreative Angebote auch am Wochenende wahrzunehmen. Besonders bei Familien sind Keramikmalstudios beliebt, etwa zur Ausrichtung von Geburtstagsfeiern oder als Ort für Begegnungen. Der gemeinsame Erlass des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz und für den Sport und des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales baut bürokratische Hürden weiter ab und schafft rechtliche Klarheit für Betreiberinnen und Betreiber von Kreativcafés und Keramikmalstudios.
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Terminvorschau
Aus dem Europanetzwerk
9. bis 11. Oktober 2026 | Europa auf der Frankfurter Buchmesse Besucherinnen und Besucher der Frankfurter Buchmesse erhalten am gemeinsamen Stand der Europäischer Kommission und des Europäischen Parlaments mit den EUROPE DIRECT-Informationszentren Frankfurt und Relais Rhein-Main EU-Infomaterialien und Informationen über die EU. Ein Highlight des Stands ist das Online-Rollenspiel „Fabulos Coucil“, von dem eine Demoversion getestet werden kann. Das Rollenspiel eignet sich für den Schulunterricht und die Arbeit mit Jugendlichen.
22. Oktober 2026, 17.00 Uhr | Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden Veranstaltung der Reihe „Literatur und Politik“: Gefährliche Rivalitäten. Wirtschaftskriege – von den Anfängen der Globalisierung bis zu Donald Trump In der Reihe "Literatur und Politik" lädt die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) mehrmals im Jahr Expertinnen und Experten zu aktuellen gesellschaftlichen Themen zu einem Gespräch ein: Werner Plumpe ist emeritierter Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bis 2012 war er Vorsitzender des deutschen Historikerverbands. 2014 erhielt Werner Plumpe den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik. 2025 erschien Gefährliche Rivalitäten. Wirtschaftskriege – von den Anfängen der Globalisierung bis zu Trumps Deal-Politik. Die Wirtschaftsjournalistin Heike Göbel war von 2002 bis 2026 verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Im Anschluss an das Gespräch besteht die Möglichkeit, Fragen an den Autor zu stellen und sich die Publikation signieren zu lassen. Vor und nach der Veranstaltung sind alle Gäste herzlich eingeladen, sich im Treffpunkt HLZ umzuschauen und im Publikationsangebot der HLZ zu stöbern.
Anmeldungen sind per E-Mail an michael.david@hlz.hessen.de möglich.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
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Der nächste Newsletter erscheint am 3. November.
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