Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen

500 Euro für das Schulmuseum Kriftel

08.11.2018Hessische Staatskanzlei

Staatsminister Axel Wintermeyer überreicht 500-Euro-Bescheid an das Schulmuseum Kriftel

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Klassenzimmer
© GlobalStock / iStock

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat heute an den Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen des Schulmuseums Kriftel an der Weingartenschule teilgenommen und der Einrichtung einen Förderbescheid in Höhe von 500 Euro überreicht. „Bildung lässt Menschen zu freien, selbstbestimmt lebenden Persönlichkeiten werden. Sie legt die Grundlage dafür, dass junge Menschen den Anforderungen genügen können, die die Lebens- und die Arbeitswelt heute und in Zukunft stellen. Seit vielen Jahrhunderten hat die Schule einen großen Anteil an der Bildung. Die Leistungen, die die Lehrerinnen und Lehrer für die individuelle Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler wie für die Gesellschaft insgesamt erbringen, verdienen Respekt und Anerkennung – gerade auch heute. Das Schulmuseum Kriftel zeichnet nach, wie sich die Schule und ihre Bildungsanstrengungen über die Jahrhunderte entwickelt und gewandelt haben. Ich freue mich, dass seine Darstellung jetzt seit 30 Jahren zugänglich ist, und gratuliere herzlich zu diesem Jubiläum“, sagte Staatsminister Axel Wintermeyer.

1980 hatte der Kreisausschuss des Main-Taunus-Kreises das Konzept von Lehrer Wolfgang Janecke unterstützt, eine „Schulgeschichtliche Sammlung“ im geplanten Erweiterungsbau der Weingartenschule in Kriftel einzurichten. Zur Unterstützung gründete sich am 25. März 1983 der „Förderkreis Schulmuseum im Main-Taunus-Kreis e.V.“ unter dem Vorsitz des Schuldezernenten Jürgen Nagel und des Bürgermeisters Hans-Werner Börs. Am 1. Februar 1988 wurde als erster Bauabschnitt im Beisein von Kultusminister Dr. Christean Wagner und Landrat Dr. Bernward Löwenberg der Ausstellungsbereich des Schulmuseums eröffnet. Weitere Ausbauschritte erfolgten im Laufe der Jahre. Das historische Klassenzimmer komplettiert das Schulmuseum seit dem 22. September 1995.

Schwerpunkte der Schulgeschichte

Das Museum im Main-Taunus-Kreis widmet sich verschiedenen Schwerpunkten der Schulgeschichte. Das Schuledikt des Herzogtums Nassau von 1817 ist eines davon. Damals hob das Herzogtum die Trennung in Konfessionsschulen auf, um die Schulkinder neutral besser fördern zu können. Ein weiterer Aspekt von Wandlungsfähigkeit ist die Reform von Schul- und Lebensformen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Die Reformpädagogik brachte Impulse, die den Schulalltag bis heute beeinflussen. Dies wird in einem zweiten Raum dargestellt. Besonders beliebt ist das original aufgebaute Klassenzimmer aus der Kaiserzeit, in dem man in den alten Bänken „nach alter Sitte und Methode“ unterrichtet wird, anschaulich lernen und schreiben üben kann. Die Besucher des Museums erwartet regionale Schulgeschichte auf 250 Quadratmetern. Es ist ein außerschulischer Lernort, der geschichtliche und gesellschaftliche Entwicklungen informativ und sinnlich erfahrbar macht.

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