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Antisemitismusbeauftragter unterstützt klare Haltung des Bundesbeauftragten gegen Antisemitismus gegenüber Israelkritiker Mbembe

Thema: 
Antisemitismusbeauftragter
12.05.2020Hessische Staatskanzlei

Uwe Becker: „Kampagne gegen Felix Klein ist unerträglich“

Seitdem der Bundesbeauftragte gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, seine Kritik an der ursprünglich beabsichtigten Eröffnung des nordrhein-westfälischen Kulturfestivals Ruhrtriennale durch den kamerunischen Historiker Achille Mbembe geäußert hat, läuft gegen Dr. Klein eine gezielte Negativ-Kampagne. Der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker, hat heute hierzu klare Worte gefunden.

„In den zurückliegenden Tagen ist der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus aufgrund seiner klaren Haltung gegenüber dem ursprünglich geplanten Auftritt von Herrn Achille Mbembe auf der inzwischen abgesagten Ruhrtriennale von Wissenschaftlern und Kulturschaffenden massiv kritisiert worden. Sogar seine Absetzung durch Bundesinnenminister Horst Seehofer wurde gefordert. Aus der anfänglichen Kritik an Dr. Felix Klein ist inzwischen eine regelrechte Kampagne mit teils antisemitischen Motiven und Hasskommentaren geworden. Diese Kampagne ist unerträglich“, sagte Becker in Wiesbaden.

„Ich möchte ausdrücklich meine Unterstützung zur Position von Herrn Dr. Klein zur Ruhrtriennale und zu dessen hervorragender Arbeit im Kampf gegen den wachsenden Antisemitismus in unserem Land zum Ausdruck zu bringen. Die Kritik an ihm ist nicht nur unangemessen und beleidigend, sondern stellt den Versuch einer massiven Einschüchterung eines engagierten Streiters für das jüdische Leben und das Engagement gegen Judenhass in unserem Land dar“, so Becker.

„Mit seiner kritischen Haltung gegenüber dem ursprünglich vorgesehenen Vortrag von Achille Mbembe zur Eröffnung der Ruhrtriennale hat Dr. Felix Klein völlig zu Recht Kritik an Mbembes Position gegenüber Israel geäußert. Achille Mbembe trägt mit seinen einseitigen Apartheids- und Holocaustvergleichen, seinem bereits in den 1990er Jahren geäußerten Bild von Jüdinnen und Juden und der völlig einseitigen Kritik an der israelischen Politik zur Diffamierung und Delegitimierung des jüdischen Staates bei und fördert die Verbreitung israelfeindlicher und damit auch antisemitischer Ressentiments“, erklärte Becker und betonte die wichtige Rolle Dr. Kleins in diesem Zusammenhang. „Es ist die Aufgabe des Bundesbeauftragten gegen Antisemitismus, Judenfeindlichkeit in all ihren Ausprägungen zu benennen und zu bekämpfen. Hierzu zählt gerade auch das Engagement gegen den israelbezogenen Judenhass, wie dieser durch Achille Mbembe befördert wird. Dass Dr. Felix Klein hier klar und eindeutig Kritik geäußert hat, ist ihm hoch anzurechnen und zeigt, dass er sein Amt richtig und unerschrocken führt“, so Becker abschließend.

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