Digitalethik

„Digitalisierung muss den Menschen dienen“

Thema: 
Digitales
20.03.2019Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung

„Rat für Digitalethik“ unter Leitung von Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus trifft sich zur zweiten Sitzung

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Zwei Menschen am Tablet
© JackF / Fotolia

„Ethische Grenzen der Digitalisierung im Interesse der Bürgerinnen und Bürger identifizieren und diese nicht überschreiten“, so das Motto des „Rates für Digitalethik“, der sich im vergangenen Herbst unter Leitung des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier konstituiert hat. Ziel ist es, eine Charta für Digitalethik, eine Leitplankenfunktion nicht nur für die Hessische Landesregierung, sondern als eine Art freiwillige Selbstverpflichtung für weitere Akteure zu entwickeln.

Der Rat soll sich mit Fragestellungen im Zusammenhang autonomer Systeme, Künstlicher Intelligenz, digitaler Ethik, Datenschutz, Datensicherheit und Wettbewerb befassen. Dieser Anspruch ist auch im Koalitionsvertrag der neuen Regierung formuliert. 

Auswirkungen der Digitalisierung in allen Lebensbereichen

„Digitalisierung muss dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Ich möchte die Digitalisierung aus diesem Grund in allen Lebensbereichen betrachten und ihre Auswirkungen auf die Menschen analysieren, unter anderem in der Medizin, der Pflege, in Arbeitsprozessen und der Bildung“, sagte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus. „Dabei geht es nicht immer um die ganz großen Neuerungen, sondern auch um die kleinen Dinge wie den Einsatz von Drohnen in der Baubranche, den 3D-Druck des Orthopäden vor Ort zur Erstellung passgenauer Orthesen oder den Einsatz von Pflegerobotern. Jeder technische Fortschritt hat Auswirkungen auf die Menschen und geht einher mit ethischen Fragestellungen. Genau dafür brauchen wir dieses Gremium.“ 

Im „Rat für Digitalethik“ sollen zukunftsgerichtete und innovative Antworten auf die aktuellen Herausforderungen gefunden werden. Hierbei soll ein offener, konstruktiver und zukunftsgewandter Diskurs mit hochrangigen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft gepflegt werden. Es ist geplant, dass sich die Mitglieder des Rates ein- bis zweimal pro Jahr persönlich treffen. „Wir müssen den technologischen Fortschritt gestalten. Das Know-how der Mitglieder aus den unterschiedlichsten Bereichen hilft dabei, die Politik der Digitalisierung in und für Hessen besser zu machen“, sagte Ministerin Sinemus weiter.

Politische Gestaltung mit Blick auf Bedürfnisse

„Der ,Rat für Digitalethik‘ berät die Hessische Landesregierung dabei, unsere Politik der Digitalisierung in Hessen mit Blick auf die Bedürfnisse und Befürchtungen der hier lebenden Menschen zu gestalten: verantwortungsbewusst und integrativ“, erläuterte Ministerpräsident Volker Bouffier heute bei der zweiten Sitzung des Gremiums in Wiesbaden. „Um die Arbeit des Rates noch stärker in die Politik der Digitalisierung einzubinden, habe ich den Vorsitz heute an Ministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus übergeben.“

„Ich freue mich sehr, jetzt den ,Rat für Digitalethik‘ zu leiten und zu koordinieren. Hessen hat als einziges Bundesland ein solches Gremium eingerichtet und damit die Grundlage dafür geschaffen, eine Brücke zwischen der digitalen und der analogen Welt zu bauen“, sagte die Ministerin.

Mitglieder des „Rates für Digitalethik“
Name Funktion/Organisation
Dr. Georg Bätzing Bischof von Limburg
Prof. Dr. Martin Hein Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Carsten Kratz Deutschlandchef Boston Consulting Group, Frankfurt
Dr. Benjamin Krause Staatsanwalt, Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), Generalstaatsanwaltschaft, Außenstelle Gießen
Manfred Krupp Intendant des Hessischen Rundfunks
Florian Leibert Gründer des Start-Up Mesophere Silicon Valley, USA
Roman und Heiko Lochmann „Die Lochis“: Musiker, Schauspieler & Social media Stars
Dr. Pero Mićić Vorstandsvorsitzender FutureManagementGroup AG, Eltville
Prof. Dr. Heinz Riesenhuber Bundesforschungsminister a.D.

Prof. Dr. Michael

Ronellenfitsch

Der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit

Hans Georg Schnücker

Stellv. Vorsitzender des Verbandes Hessischer Zeitungsverleger e.V. (VHZV), VRM Rhein Main GmbH & Co. KG, Mainz

Prof. Dr. Kristina Sinemus

Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung; Präsidentin der IHK Darmstadt a.D.

Harald A. Summa

Gründer und Geschäftsführer des Verbands eco – Verband der Internetwirtschaft, Geschäftsführer der DE-CIX Management GmbH

Prof. Dr. Ralf Steinmetz

Inhaber des Lehrstuhls für Multimediakommunikation, TU Darmstadt

Prof. Dr. Ruth Stock-Homburg

Inhaberin des Fachgebiets Marketing und Personalmanagement, TU Darmstadt

Karl-Heinz Streibich

Vorstandsvorsitzender der Software AG, Darmstadt (2003-2018),

Präsident acatech (seit 2018)

Volker Weber

Landesbezirksleiter und Vorsitzender des Landesbezirksvorstandes IG BCE

 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Christian Henkes
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