Von Big Data zu Smart Data

Digitalministerin eröffnet Digital-Kongress

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Digitales
15.05.2019Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung

Prof. Dr. Kristina Sinemus fordert klaren Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz

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Digitalministerin eröffnet Digital-Kongress
Die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus bei der Eröffnungsrede des Digital-Kongresses „Von Big Data zu Smart Data: Digitalisierung gestalten“ in Frankfurt.
© Staatskanzlei

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat klare Rahmenbedingungen und Leitplanken für die Datennutzung mittels künstlicher Intelligenz gefordert. „Die EU-Leitlinien sind ein erster Schritt in die richtige Richtung, dem aber weitere folgen müssen“, sagte die Ministerin am Mittwoch beim Digital-Kongress „Von Big Data zu Smart Data: Digitalisierung gestalten“ im Frankfurter Palmengarten vor über 400 Interessierten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

„Wir brauchen einen klaren, mit technisch-organisatorischen Vorgaben und Regeln ausgestatteten Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz. Dieser muss die zentrale Grundlage für den vertrauenswürdigen Einsatz komplexer Algorithmen sein und dessen effektive Einhaltung gewährleisten“, so die Digitalministerin. Dabei müsse die Entwicklung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz je nach Anwendungsbereich differenziert bewertet werden. Denn es mache einen erheblichen Unterschied, ob die Künstliche Intelligenz ein Buch als Lesevorschlag präsentiere oder eine Drohne mit Waffensystemen KI-gesteuert starte. Die Hessische Landesregierung werde sich deshalb auf Bundesebene und europäischer Ebene weiterhin für die Fortentwicklung einer digitalen Agenda des Rechts stark machen.

Über Chancen für Bürger und Unternehmen

Die Ministerin sprach beim Kongress auch über die Chancen der Digitalisierung für Bürger und Unternehmen. „Die Digitalisierung kann Motor für Innovationen von Unternehmen sein und sie bietet Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe“, unterstrich sie. Aber auch hier seien eindeutige Spielregeln notwendig. „Wir brauchen eine konsequente und praktikable Umsetzung der Datenschutzregelungen in Europa. Damit gewinnen wir nicht nur Sicherheit und Vertrauen der Nutzer, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal im globalen Wettbewerb“, sagte die Digitalministerin.

Welche Rahmenbedingungen in Europa, Deutschland und Hessen zielführend sind, um innovative Anwendungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln, wurde auf dem Digital-Kongress 2019 diskutiert. Von Big Data zu Smart Data, von Hessen nach Asien und zurück: Profilierte Speaker spannten an diesem Mittwoch den Bogen digitaler Herausforderungen, unter anderem Dr. Stefan Heumann (Mitglied des Vorstands, Stiftung Neue Verantwortung), Maximilian Strotmann (Mitglied des Kabinetts von EU-Kommission Vizepräsident Andrus Ansip) sowie Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster (Chief Executive Advisor, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH DFKI). Auch sieben ausgewählte hessische Digitalprojekte zeigten ihre innovativen Ideen wie den intelligenten Einsatz existierender Smart Home Lösungen im Pflegebereich, die Digitalisierung eines Weinbergs oder Präventionsmaßnahmen bei Social Engineering Angriffen. Sie machten so die Umsetzung der Digitalstrategie des Landes Hessen in praktischen Anwendungen sichtbar.

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