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Delegationsreise

„Es war richtig und wichtig, dass wir in Mexiko waren"

25.05.2017Hessische Staatskanzlei

Ministerpräsident Volker Bouffier hat nach dem ersten Teil seiner Mittel- und Südamerikareise ein positives Fazit der Begegnungen in México gezogen.

Bilanz der Mexikoreise

© Staatskanzlei

„Es war richtig und wichtig, dass wir in Mexiko waren", so das Fazit des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier nach dem ersten Teil seiner Mittel- und Südamerikareise. Mexiko sei ein Land im Wandel; es zeichne sich durch eine Neuorientierung seiner wirtschaftlichen Aktivitäten und durch einen umfassenden politischen Reformprozess aus, erklärte Bouffier in Mexiko-Stadt. Hessen als starkes Wirtschaftszentrum in Europa muss diese Chancen nutzen, um seine wirtschaftlichen Interessen in dieser Region zu wahren.

Ministerpräsident Volker Bouffier befindet sich zurzeit mit einer rund 60köpfigen Delegation in Mexiko und Kolumbien. Mit ihm zusammen reisen Abgeordnete des Hessischen Landtags sowie zahlreiche Vertreter der hessischen Wirtschaft und der Wissenschaft. Ziel der Reise ist es, in den beiden aufstrebenden Volkswirtschaften von Mittel- und Südamerika die wirtschaftlichen Kontakte zu verstärken und wissenschaftliche Kooperationen weiter auszubauen.

Hochrangige Gesprächspartner

Bouffier führte unter anderem Gespräche mit dem mexikanischen Außenminister Luis Videgaray Caso und dem Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo sowie hochrangigen Vertretern der mexikanischen Sicherheitsbehörden, darunter auch der zuständige Staatssekretär im Innenministerium Humberto Roque Villanueva.

„Die Mexikaner sind sehr interessiert an deutschen Investitionen. Dafür braucht es aber Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit im Land“, machte Bouffier seinen Gesprächspartnern deutlich. Dabei zogen sich die Themen mangelnde Strafverfolgung, die hohe Kriminalitätsrate sowie die nach wie vor vorherrschende Korruption in diesem Land wie ein roter Faden durch alle Gespräche. „Ich glaube, dass sich das Land in die richtige Richtung bewegt, obwohl hier noch viel zu tun ist“, so Bouffier.

Wirtschaftliche Neuorientierung birgt Chancen

Interessant für die deutsche Delegation war auch das Verhältnis der Mexikaner zu ihrem nördlichen Nachbarn USA. Sowohl der Außen- als auch der Wirtschaftsminister gehen davon aus, dass sich die sehr starke Orientierung Mexikos in Richtung USA, gerade auf dem wirtschaftlichen Sektor, abschwächen wird. „Hier hat Deutschland -und auch das wirtschaftsstarke Hessen - eine gute Chance, noch stärker einzusteigen“, sagte Ministerpräsident Bouffier bei einer Veranstaltung vor deutschen und mexikanischen Wirtschaftsvertretern in Mexiko-Stadt.

Ministerpräsident Bouffier unterhielt sich zusammen mit den hessischen Landtagsabgeordneten auch mit Vertretern von Menschenrechtsorganisationen in Mexiko. Diese bemängelten die fehlende Bereitschaft zur Strafverfolgung und die damit einhergehende Korruption. Gleichzeitig baten die Vertreter der Organisatoren die Bundesrepublik Deutschland, weiter auf die staatlichen Stellen einzuwirken, „damit die Gesetze, die wir haben, auch umgesetzt werden“, so Alejandra Nuño vom mexikanischen Zentrum für Menschenrechte. In diesem Zusammenhang machte der Ministerpräsident nochmals deutlich, dass auch die Bundesrepublik Deutschland ein großes Interesse an einem funktionierenden Rechtsstaat habe.

Fokus auf Duale Ausbildung

Beeindruckt zeigten sich die Vertreter der deutschen Wirtschaft von der hohen Qualifikation der mexikanischen Beschäftigen. Zugleich wird in Mexiko verstärkt der Fokus auf die Duale Ausbildung gelegt. Zu diesem Zweck unterzeichnete der Präsident der Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main Bernd Ehinger mit Guillermo Rosales Zárate, Stellvertretender Präsident des Mexikanischen Verbands der Kraftfahrzeugkonzessionäre, eine Absichtserklärung (Letter of Intend).

Im wissenschaftlichen Bereich planen die beiden hessischen Universitäten aus Gießen und Darmstadt zwei Abkommen mit einer der bedeutendsten Universitäten auf dem amerikanischen Kontinent, der Universidad Nacional Autonomica de México. „Diese Abkommen sollen den Studierendenautausch fächerübergreifend intensivieren, damit deutsche Studierende Mexiko besser kennenlernen und die Mexikaner uns“, erläuterte der Ministerpräsident.

Die Delegation befindet sich inzwischen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota, wo Ministerpräsident Volker Bouffier bei einem Kongress zum Friedensprozess in Kolumbien sprechen wird.

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