Diskussionsveranstaltung

Europaministerin im Politikunterricht

Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich besucht die Weidigschule in Butzbach und diskutiert über aktuelle politische Themen

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Besuch der Weidigschule in Butzbach
© Staatskanzlei

Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich hat am Freitag die Weidigschule in Butzbach (Wetteraukreis) besucht und dort mit Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe elf diskutiert. Puttrich war einer Einladung der Schule gefolgt. Auf dem Programm standen aktuelle politische Fragen: der Ausgang der Bundestagswahl vom 24. September, die Lage in der Türkei, aber auch die Entwicklung der Europäischen Union.

„Politik-Unterricht in der Schule lebt auch von der Aktualität und vom direkten Gespräch mit Politikern“, sagte Lucia Puttrich. „Deshalb besuche ich gern und regelmäßig Schulen, um über Themen zu diskutieren, die uns alle bewegen.“ Die Europaministerin berichtete unter anderem von ihren Besuchen in der Türkei in diesem Jahr und ging auf die Bedeutung der Regionalpartnerschaft zwischen Hessen und der türkischen Provinz Bursa ein. Sie halte es für wichtig, den Kontakt auf dieser Ebene aufrechtzuerhalten und spüre auch ein entsprechendes Interesse auf türkischer Seite, sagte Puttrich. Aber natürlich habe sie bei ihren Gesprächen auch kritische Themen wie zum Beispiel die Verhaftung der Journalisten Deniz Yücel und Mesale Tolu angesprochen und werde dies weiter tun. In der aktuellen Situation und angesichts der politischen Entwicklung in der Türkei sei ein Beitritt zur Europäischen Union undenkbar.

„Die Zustimmung der Menschen zu Europa wächst.“

Die EU selbst sieht die hessische Europaministerin zwar in einer schwierigen Lage, betonte aber zugleich: „Die Zustimmung der Menschen zu Europa wächst. Durch die Ereignisse der vergangenen Monate ist vielen Menschen erst klar geworden, wie wichtig diese Gemeinschaft für Frieden, Freiheit und Wohlstand ist. Deshalb glaube ich, dass Europa letztlich auch aus Krisen, wie sie durch den Brexit oder zunehmenden Nationalismus in den Mitgliedstaaten entstehen, gestärkt hervorgeht.“ Puttrich sieht aber auch akuten Reformbedarf, um die EU fit für die Zukunft zu machen. Sie sei deshalb zum Beispiel in diesem Jahr zu Gesprächen in Tschechien und Budapest gewesen, um die Stimmungen in diesen Ländern aufzunehmen, die die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union ablehnen.

Besonders wichtig ist der Europaministerin die Beteiligung der Menschen: „Europa ist kein Projekt von wenigen für wenige, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe für uns alle. Und auch Politik lebt davon, dass Menschen sich beteiligen und selbst gestalten.“ Interesse an politischem Geschehen und politische Bildung seien dazu wichtige Voraussetzungen. Die könne nicht allein die Schule vermitteln, sie leiste aber einen wichtigen Beitrag dazu.

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