Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit“

Förderbescheide für den Ortsverein Unhausen und den Kulturverein Kirchhosbach

11.07.2018Hessische Staatskanzlei

Chef der Staatskanzlei überreicht Förderbescheide an den Ortsverein Unhausen in Herleshausen und an den Kulturverein Kirchhosbach in Waldkappel.

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Üergabe in Herleshausen-Unhausen
© Staatskanzlei

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat zwei Förderbescheide im Werra-Meißner-Kreis überreicht: Der Ortsverein Unhausen im gleichnamigen Ortsteil von Herleshausen profitiert von 4.080 Euro für die Neugestaltung des Dorfplatzes. Der Kulturverein Kirchhosbach e.V. aus Waldkappel erhält 2.760 Euro für die Umgestaltung und Neuausstattung des Jugendraums mit Mobiliar und Musikausrüstung. Die Landesmittel stammen aus dem Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit“.

Förderung der ländlichen Regionen 

Die Landesregierung hat die Förderung der ländlichen Regionen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht und investiert dafür in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel. Ein Baustein ist das Programm ‚Starkes Dorf – Wir machen mit!‘. Fördermittel stehen bereit, damit Vereine, Verbände und Freiwilligenagenturen, aber auch gemeinnützige Organisationen und private Initiativen die Ortskerne in ihren Kommunen aktivieren und verschönern können. Die beiden Projekte in Herleshausen und Waldkappel sind beispielhaft, erhalten sie, jedes auf seine ganz eigene Art und Weise, mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Dorfgemeinschaft zusammen“, so Staatsminister Axel Wintermeyer.

Mit dem Förderprogramm des Landes werden Projekte mit einer Summe von 1.000 Euro bis maximal 5.000 Euro unterstützt. Das kann zum Beispiel die Gestaltung einer öffentlichen Anlage oder Begegnungsstätte sein, aber auch das Errichten eines Spielplatzes. Die Resonanz auf das Programm ist bisher sehr gut.

Auch die Verantwortlichen aus Herleshausen-Unhausen, einem Ortsteil mit rund 150 Einwohnern, freuen sich über den Zuschuss. Mit der Umgestaltung des Platzes soll in der Dorfmitte von Unhausen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt entstehen, an der Kommunikation und Interaktion unter freiem Himmel stattfindet. Auf die vorhandenen Steinblöcke auf dem Dorfplatz sollen Dielen aufgebracht werden, um Sitzmöglichkeiten zu schaffen, die um eine Feuerschale platziert werden. Ein echter Hingucker wird die lebensgroße Tonfigur in Form einer Nonne, die an die Klostervergangenheit des Orts erinnern soll. Sie steht unter einem Torbogen, der aus Balken des ehemaligen Klosters gefertigt wird. Ein Schaukasten soll die Historie von Unhausen erläutern. „Letztendlich profitieren nicht nur alle Ortsteilbewohner generationsübergreifend vom Projekt, sondern es entsteht auch ein echter Anlaufpunkt für alle Gäste, Radfahrer und Wanderer auf dem Weg von und nach Herleshausen“, so der Chef der Staatskanzlei.

Der Kulturverein im 170 Einwohner zählenden Waldkappeler Stadtteil Kirchhosbach ist ebenfalls froh über den Förderbescheid. Der Ort zeichnet sich durch eine günstige demografische Struktur mit einem signifikanten Anteil von jungen Familien aus und hat eine Vielzahl von Hobbymusikern aller Altersstufen. Im bisher sporadisch eingerichteten Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus soll ein Raum zum gemeinsamen Musizieren geschaffen werden. Dazu wird dieser zunächst entrümpelt und renoviert, mit Mobiliar aus dem Gebrauchtmöbelmarkt ausgestattet und mit Ausstattung wie beispielsweise einer Soundanlage und Musikinstrumenten versehen. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten werden alle ehrenamtlich von der aktiven Dorfgemeinschaft getragen. „Ob Groß oder Klein, hier packen alle mit an, um die lebendige Kultur der Begegnung vor Ort zu fördern und so musikalisch spielerisch die Gemeinschaft zu stärken. Dies unterstützen wir als Hessische Landesregierung sehr gerne auch finanziell“, sagte Staatsminister Axel Wintermeyer.

Hintergrund

Mit der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ intensiviert die Landesregierung ihre Anstrengungen, um die ländlichen Regionen für die Zukunft zu stärken. Sie setzt hierfür 2018 und 2019 rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel ein. Gefördert werden beispielsweise Bürgerbusse zur Sicherung der Mobilität mit je 1,25 Millionen Euro pro Jahr oder Pilotprojekte zur Aktivierung von Flächen in Innenlagen, um aufgegebene Gebäude und Leerstände zu vermeiden. Auch der Ausbau freier WLAN-Hotspots in ländlichen Kommunen mit einer Summe von jährlich einer Million Euro wird unterstützt, genauso wie die medizinische Versorgung. Für das Modell „Gemeindeschwester 2.0“ stehen 3,7 Millionen Euro bereit. Die Neubesetzung von Landarztstellen fördert die Landesregierung mit einer Million Euro. Hinzu kommt eine Ergänzung der medizinischen Versorgung durch Telemedizin-Projekte.

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