Safer Internet Day

„Hessen zeigt Haltung gegen Hass und Hetze.“

Europaministerin Lucia Puttrich besucht den Weißen Ring in Eschborn.

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Hände am Laptop
© Unsplash/Thomas Lefebvre

Aus Anlass des Safer Internet Day am kommenden Dienstag hat die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich sich am Freitag in Eschborn mit Vertretern des Landesverbands Hessen des Weißen Ring ausgetauscht. „Opferschutz und Kriminalprävention ist längst auch im Internet ein zentrales Thema, und das gilt im Zeitalter von Cybermobbing und Hate Speech um so mehr“, sagte die Ministerin im Gespräch mit Dr. Patrick Liesching, dem Landesvorsitzendes des Weißen Rings Hessen und Vizepräsidenten des Landgerichts Fulda. Laut einer Studie der Beratungsplattform juuuport sind zum Beispiel zwischen 10 und 40 Prozent der jungen Menschen in Deutschland von Cybermobbing - also der Belästigung, Bedrängung und Diffamierung unter anderem im Internet, per Handy und per E-Mail - betroffen (Stand 2017). Cybermobbing betrifft aber zunehmend Erwachsene, insbesondere im Berufsalltag erreicht.

Jugendliche und Kinder für den Umgang mit Internet und Sozialen Medien sensibilisieren

Die beim Weißen Ring bekannten Opferzahlen seien gering, berichtete Patrick Liesching. Das liege allerdings nicht daran, dass es Cybermobbing nicht gebe, sondern sich viele Betroffene längst an den ruppigen Ton des Internets gewöhnt hätten uns gar nicht merkten, dass sie selbst im Mobbing-Strudel steckten. „Das ist eine sehr alarmierende Entwicklung“, sagte Lucia Puttrich. „Beleidigungen, Diffamierungen und Drohungen auf WhatsApp oder anderen Kanälen sind nicht normal und man muss sie nicht einfach so hinnehmen wie das Wetter. Derartige Attacken belasten die Betroffenen ebenso wie Angriffe in der realen Welt.“ Deshalb sei es richtig und wichtig, dass sich die Europäische Union frühzeitig dieses Themas angenommen habe und die großen Betreiber von Sozialen Medien in die Pflicht nehme. Außerdem gehöre sie zu den Mitinitiatoren des „Safer Internet Day“, der seit 2004 jährlich im Februar stattfindet und bei dem insbesondere Jugendliche und Kinder für den Umgang mit Internet und Sozialen Medien sensibilisiert werden sollen. Gemeinsam mit Lehrern und Eltern sollen sie auf die Gefahren der digitalen Welt vorbereitet werden.

Die Ministerin verwies außerdem auf das Aktionsprogramm, das die Hessische Landesregierung im vergangenen Jahr gestartet hat. „Unter der Überschrift ,Hessen gegen Hetze‘ treten wir insbesondere Rechtsextremismus, Gewalt und Hass im Internet entgegen“, sagte die Europaministerin abschließend. „In Hessen beziehen wir hier klar Position. Aber das Internet macht nicht an Ländergrenzen Halt. Als Europaministerin ist es deshalb für mich wichtig, dass auch Opferschutz und Kriminalprävention auf internationaler und Ebene stattfinden.“

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Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund
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