Einsatz während der Corona-Pandemie

Landesregierung will Alten-Pflegebonus auf 1.500 Euro aufstocken

15.05.2020Hessische Staatskanzlei

Gesundheitsminister Kai Klose: „Altenpflegerinnen und Altenpfleger stehen seit Wochen unter einem besonderen Druck“

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Altenpflege
© Yakobchuk Olena / Adobe Stock

Altenpflegekräfte sollen auch in Hessen aufgrund ihres außergewöhnlichen Einsatzes während der Corona-Pandemie einen Bonus erhalten. „Es ist ganz wichtig, dass man den Beschäftigten in diesem Bereich, der seit vielen Wochen unter einem besonderen Druck steht, auch ein entsprechendes wertschätzendes Signal gibt“, sagte der hessische Sozial- und Gesundheitsminister Kai Klose im Podcast der Landesregierung „Nach Sieben im Hotel Rose“.

Hessen hat heute im Bundesrat dem zweiten Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zugestimmt. Teil des Pakets ist ein Alten-Pflegebonus in Höhe von bis zu 1.000 Euro für die Beschäftigten in der Altenpflege. „Wir wollen, dass die Beschäftigten der Altenpflegeheime in Hessen von dem Bonus profitieren. Deshalb werden wir das auch in Hessen umsetzen. 1000 Euro werden, laut Bund, von der Pflegekasse getragen. Wir haben die Möglichkeit bis zu 500 Euro hinzuzugeben. Das wollen wir auch tun und auch mit den Arbeitgebern über ihre Beteiligung sprechen“, so der Minister. Die Kosten für diese Aufstockung belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 35 bis 40 Millionen Euro.

Der Sozialminister kündigte an, Gespräche mit den Trägern der Pflegeeinrichtungen über deren Beteiligung an dem Bonus zu führen. In dem Maßnahmenpaket wird auf die gemeinsame Verantwortung von Bund, Ländern und Arbeitgebern hingewiesen, sich an der Bonuszahlung zu beteiligen.

Zur Forschung an einem Corona-Impfstoff

Der Minister betonte im Podcast zudem die Notwendigkeit der weiteren Forschung an einem Corona-Impfstoff. Unter anderem am Universitätsklinikum Gießen Marburg wird daran derzeit geforscht. Dabei verwies Klose auch auf eine Studie der beiden hessischen Virologien in Frankfurt und Marburg, um die Verbreitung der Infektionskrankheit – des so genannten Durchseuchungsgrads – im Rhein-Main-Gebiet an einer repräsentativen Gruppe zu untersuchen. „Was ich bisher dazu sagen kann ist, dass der Durchseuchungsgrad in der Bevölkerung eher gering ist“, so Klose. „Dieses erste Ergebnis zeigt, dass das Setzen auf Herdenimmunität in der Bevölkerung einfach illusorisch ist, denn das würde so lange dauern, dass wir die Zeit dazu einfach nicht haben. Deshalb ist ein Impfstoff so wichtig.“

Der Gesundheitsminister hob im Podcast auch die wertvolle Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und der Medizinerinnen und Mediziner während der Coronakrise hervor. „Ihre Erkenntnisse sind der Grund, weshalb die Politik frühzeitig Maßnahmen ergreifen konnte und warum wir heute im europäischen Vergleich besser durch die Pandemie gekommen sind als andere Länder. Die Wissenschaft nimmt uns die politischen Entscheidungen nicht ab, sondern liefert uns wichtige Einschätzungen für diese Entscheidungen.“

Hintergrund

In ihrem neuen Podcast „Nach Sieben im Hotel Rose – die Landesregierung informiert“ liefert die Hessische Landesregierung verlässliche Informationen aus erster Hand, erklärt ihr politisches Handeln und beantwortet Fragen, die Bürgerinnen und Bürger derzeit umtreiben. Der Podcast geht freitags kurz nach 19 Uhr online. Abrufbar ist er über das Informationsportal hessen.de, über den Streaming-Dienst Spotify, über die Online-Plattform und den Youtube-Kanal des Landes. Der Titel „Nach Sieben im Hotel Rose“ geht auf das frühere Hotel Rose am Kranzplatz in Wiesbaden zurück. Seit dem Jahr 2004 hat die Hessische Staatskanzlei – die Regierungszentrale der Landesregierung ­– in dem historischen Gebäude ihren Sitz. Und abends nach sieben Uhr ist eine gute Zeit, um Zuhörerinnen und Zuhörer dorthin mitzunehmen.

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