Auszeichnung

Langjähriges Engagement von Heinrich Hainmüller gewürdigt

Der frühere Gymnasiallehrer setzt sich seit Jahrzehnten für behinderte Menschen und Senioren ein / Bundesverdienstkreuz als Würdigung seiner Verdienste

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Heinrich Hainmüller und Mark Weinmeister
© Staatskanzlei

Der Hessische Europastaatssekretär Mark Weinmeister hat am Dienstag Heinrich Hainmüller aus Buseck (Landkreis Gießen) mit dem vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung werden aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamts seine langjährigen Verdienste in der Arbeit für behinderte Menschen und Senioren gewürdigt. „Aus Ihrer eigenen Erfahrung wissen Sie, wie wichtig die Integration von behinderten Menschen in die Gesellschaft ist und welche oft ganz banalen Hindernisse unser Alltag bietet. Sie haben durch ihre Hartnäckigkeit und durch Ihr Engagement dazu beigetragen, solche Hindernisse zu beseitigen“, sagte Weinmeister bei einer Feierstunde in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden.

Zur Person:

Heinrich Hainmüller wurde 1937 in Florshain im Schwalm-Eder-Kreis geboren. Er ist Gymnasiallehrer und hat bis zu seiner Pensionierung an verschiedenen Schulen und im Staatlichen Schulamt Gießen gearbeitet.

Nach einem Unfall als Kind und weiteren Erkrankungen ist Heinrich Hainmüller erheblich gehbehindert. Vor diesem Hintergrund hat er sich über viele Jahre für die Belange von Menschen mit Behinderung und die Verbesserung ihrer Lebenslage engagiert. Er wandte sich dazu an zahlreiche Politiker, um sein Anliegen immer wieder vorzutragen. Als Lehrer lag sein besonderes Augenmerk auf dem barrierefreien Ausbau von Schulen und der Arbeitsplatzgestaltung für behinderte Lehrer. Er war eine wichtige Stütze für den 1981 gegründeten „Gießener Arbeitskreis für Behinderte e.V.“ für die Stadt und den Landkreis Gießen.

2002 wurde der „Behinderten- und Seniorenbeirat der Gemeinde Buseck“ gegründet. Heinrich Hainmüller übernahm den Vorsitz und behielt das Amt bis 2015. Er hat dieses Amt genutzt, um beharrlich und konsequent die Interessen der Behinderten und Senioren zu vertreten und umzusetzen. Unter anderem hat er Ausflugs- und Tagesfahrten mitorganisiert und begleitet. Sowohl in seiner Heimatgemeinde als auch in der Stadt Gießen hat er viele Themen angestoßen und deren Umsetzung auf den Weg gebracht. Im ging es zum Beispiel um die Barrierefreiheit auf Friedhöfen, Blindenleitsysteme, die Parkplatzsituation vor Einzelhandelsgeschäften, barrierearme Freizeitanlagen, behindertengerechte und zugängliche Toilettenanlagen, Restaurants, Gaststätten sowie Arztpraxen und öffentlicher Straßenraum.

1984 wurde Hainmüller Mitglied. „Club 68 – Verein für Behinderte und ihre Freunde e.V.“. Später wurde er stellvertretender Vorsitzender, 1999 schließlich Vorsitzender. Der Verein hat das Ziel, Behinderte aus ihrer Isolation zu lösen, ihre Eigeninitiative zu fördern und sie in die Gemeinschaft einzugliedern. Er bietet hierzu Gemeinschaftsveranstaltungen an wie Schwimmen, Sitzgymnastik, Kegeln oder Tagesfahrten, Wanderungen, Konzerte an Heinrich Hainmüller kümmert sich insbesondere um die Organisation und Gestaltung der jährlichen Fastnachtsprunksitzung des Club 68.

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