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Hessen lebt Respekt

Ludwig Siegler und Saif Al Swaid sind „Menschen des Respekts“

Staatsministerin Lucia Puttrich zeichnet in Hanau zwei Männer aus, die nach einem Raubüberfall die Täter verfolgt und der Polizei bei der Festnahme geholfen haben

Ludwig Siegler und Saif Al Swaid sind „Menschen des Respekts“
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© Staatskanzlei

Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich hat am Donnerstag im Rahmen der Landeskampagne „Hessen lebt Respekt“ Ludwig Siegler und Saif Al Said in Hanau als „Menschen des Respekts“ ausgezeichnet. Die beiden Männer haben nach einem bewaffneten Raubüberfall in Hanau die flüchtenden Täter verfolgt und der Polizei bei der Festnahme geholfen. „Sie haben in einer brenzligen Situation beherzt und zugleich besonnen gehandelt. Das ist alles andere als selbstverständlich und hat unseren Respekt mehr als verdient. Aus diesem Grund ist es mir eine Ehre, Sie als ,Menschen des Respekts‘ auszuzeichnen. Ich hoffe, dass Sie Vorbilder für viele andere Menschen sind“, sagte die Ministerin bei einer kleinen Feier im Landgericht Hanau. „Das vorbildhafte Verhalten der beiden Männer verdient besondere Anerkennung“, ergänzte die Präsidentin des Landgerichts Susanne Wetzel, die die Ehrung vorgeschlagen hatte.

Hingesehen, wo andere weggesehen haben

Am 1. September 2016 gegen 16.45 Uhr überfielen zwei Männer ein Juweliergeschäft in Hanau. Ludwig Siegler hatte als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma um 17 Uhr einen Termin in dem Geschäft und hielt sich bereits in der Nähe auf. Durch Hilfeschreie wurde er auf das Geschehen aufmerksam. Er forderte umstehende Passanten auf, die Fläche vor dem Laden zu räumen, bat männliche Passanten vergeblich um Unterstützung und sorgte dafür, dass die Polizei alarmiert wurde. Als die Täter im Sprint den Laden verließen, verfolgte er sie, verlor sie aber nach etwa 500 Metern.

Der syrische Student Saif Al Swaid hatte den Überfall ebenfalls bemerkt und die Flüchtenden verfolgt. Der trainierte Langstreckenläufer überholte Ludwig Siegler und konnte den Tätern weiter folgen. Auf dem Parkplatz des Klinikums Hanau beobachtete er die Männer aus sicherer Distanz, die sich nach einem Versteck umsahen, und wartete auf die Polizei. Er informierte die eintreffenden Beamten und schlug vor, sich gemeinsam den Männern von zwei Seiten zu nähern. Auf diese Weise gelang die Festnahme.

„Sie haben hingesehen, wo andere weggesehen haben. Sie haben geholfen, wo andere tatenlos blieben. Es sind solche Taten, die das Zusammenleben in unserer Gesellschaft ausmachen. Dafür und für ihren persönlichen Mut danke ich Ihnen sehr herzlich“, sagte Lucia Puttrich.

„Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätten die Täter ohne das selbstlose und beherzte Handeln der beiden Männer fliehen können und wären nicht vor Gericht gekommen“, teilte Landgerichtspräsidentin Susanne Wetzel mit.

Hintergrundinformationen „Menschen des Respekts“

Gemeinsam mit den Tageszeitungen der VRM – dem Wiesbadener Kurier, dem Wiesbadener Tagblatt, der Main-Spitze, dem Darmstädter Echo und dem Gießener Anzeiger mit ihren jeweiligen Regionalausgaben – und Hit Radio FFH hat die Hessische Landesregierung einen Aufruf gestartet: Die Hessen können ihren „Menschen des Respekts“ vorschlagen. Dabei werden Vorbilder und Alltagshelden gesucht: Ob es nun der Busfahrer mit Herz, die freundliche Polizistin oder der Nachbar von nebenan ist, die allesamt durch ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit einen besonderen Eindruck hinterlassen. Aus allen Empfehlungen werden herausragende Persönlichkeiten ausgewählt, ihre Geschichten erzählt und mit der Auszeichnung gewürdigt.

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Pressesprecher: 
Dr. Michael Horn
Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund
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