Hessen lebt Respekt

„Mensch des Respekts“ und Vorbild für Andere

Thema: 
Europa
19.06.2017Hessische Staatskanzlei

Europaministerin Lucia Puttrich zeichnet Nina Wöllgens aus Darmstadt aus

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Europaministerin Lucia Puttrich zeichnet Nina Wöllgens aus Darmstadt aus
Das Bild zeigt Nina Wöllgens mit Staatsministerin Lucia Puttrich, Martina Axt, die die Ehrung vorgeschlagen hatte (Zweite von links) sowie zwei weiteren Damen des Nähkreises
© Staatskanzlei

Im Rahmen des von der Hessischen Landesregierung ausgerufenen „Jahr des Respekts“ hat die hessische Europaministerin Lucia Puttrich am Montag Nina Wöllgens aus Darmstadt als „Mensch des Respekts“ ausgezeichnet. Die Ehrung wür­digt das Engagement, das Wöllgens bei der Integration von Flüchtlingen leistet.

„In einer Zeit, in der Hasstiraden im Internet fast schon selbstverständlich sind, Polizis­ten immer häufiger angegriffen werden und ganz allgemein der Umgangston rauer wird, werben wir für Toleranz und rücksichtsvollen Umgang miteinander“; erläuterte Puttrich die Ziele der Kampagne „Hessen lebt Respekt“. Die Landesregierung fördere deshalb entsprechende Projekte und suche Personen, die Vorbilder für eine offene und tolerante Gesellschaft seien. „Menschen wie Sie leben Respekt, Sie verdienen unseren Respekt und Sie sind ein Mensch des Respekts“, sagte die Ministerin bei der Feier­stunde in Darmstadt. Nur gemeinsam könne es gelingen, dass Werte wie Rücksicht­nahme, Toleranz und Achtung im Umgang miteinander nicht verloren gingen.

Nina Wöllgens engagiert sich seit 2015 in der Flüchtlingshilfe in Darmstadt. Als im Herbst 2015 die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland rasch anstieg, lieferte die studierte Modedesignerin in der örtlichen Sammelstelle regelmäßig Stoffspenden ab. Auf diese Weise kam sie in Kontakt zu einem Nähkreis für Flüchtlingsfrauen. Seitdem kommt sie jeden Montag ins „Michaelisdorf“, eine der in Darmstadt aufgebauten Sammelunter­künfte für Flüchtlinge. Dort ändert und repariert sie die Kleidung der Bewohner. Außer­dem schult sie unterstützt von weiteren Helferinnen interessierte Flüchtlinge im Nähen an der Nähmaschine und entwirft mit ihnen neue Kleidungsstücke.

Hintergrund

Mit den Tageszeitungen der Verlagsgruppe Rhein Main und Hit Radio FFH hat die Hessische Landesregierung einen Aufruf gestartet: Die Hessen können „Menschen des Respekts“ vorschlagen. Dabei werden Vorbilder und Alltagshelden gesucht: Ob es nun der Busfahrer mit Herz, die freundliche Polizistin oder der Nachbar von nebenan ist, die allesamt durch ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit einen besonderen Eindruck hinterlassen. Vorschläge für besonders respektvolle Menschen sind auch auf der Internetseite möglich. 

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