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Nordhessen erhält Informationszentrum zur Europapolitik

Europaministerin Lucia Puttrich begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission, in Kassel ein Europa-Informationszentrum einzurichten / Bestehende Infozentren in Gießen, Darmstadt und Dietzenbach werden weiter gefördert

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Europa
© European Communities, 2004 / EC - Audiovisual Service, Alain Schroeder

„Ich freue mich, dass es schon sehr bald auch in Nordhessen eine kompetente Anlaufstelle für europäische Themen gibt“, sagt die hessische Europaministerin Lucia Puttrich. Sie begrüßt, dass die EU-Kommission die Bewerbung des Regierungspräsidiums Kassel für ein Europe-Direct-Informationszentrum (EDIC) angenommen hat. „Jetzt ist ein europapolitischer weißer Fleck auf der Landkarte Hessens verschwunden.“ Die Zusage, die beim RP in Kassel eingegangen ist, gilt zunächst bis 2020 und ist mit Fördermitteln der EU verbunden.

Auch in Zukunft ist die Europäische Kommission mit regional gut verteilten vier Informationszentren in Hessen vertreten, denn die Bewerbungen der schon bestehenden EU-Infozentren bei den Regierungspräsidien in Gießen und Darmstadt sowie beim Landkreis Offenbach waren ebenfalls erfolgreich. Das bisherige EDIC beim Odenwaldkreis hat hingegen keine Zusage bekommen und steht auf einer Nachrückerliste. „Das EDIC Odenwald hat gute Arbeit geleistet. Deshalb bedauern wir, dass diese gute Arbeit nicht fortgesetzt werden kann“, sagte Puttrich. Die EDICs seien wichtige Multiplikatoren für EU-Themen und Anlaufstellen für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie trügen dazu bei, dass Informationen aus Brüssel in der Region ankämen.

Hintergrund

Die EUROPE DIRECT Informationszentren (EDIC) sind Einrichtungen der Europäischen Kommission in den EU-Mitgliedstaaten. Sie werden von Trägerorganisationen betrieben, die sich bei einer Ausschreibung erfolgreich beworben haben. Sie erhalten jährlich bis zu 40.000 Euro von der Kommission. Die EDICs bieten zahlreiche Debatten- und Informationsangebote zur EU-Politik an. Die Landesregierung arbeitet eng mit den EDICs zusammen und kooperiert bei verschiedenen Veranstaltungsformaten erfolgreich mit den Experten vor Ort. Die neue Förderperiode geht bis 2020. Danach beginnt ein neues Bewerbungsverfahren.

Die EDICs geben Informationen an die EU-Bürger und Akteure in den Mitgliedstaaten weiter und sorgen für eine Rückmeldung an die EU-Gremien zu Fragen und Themen, die die Menschen in der EU bewegen.

In der abgelaufenen Förderperiode gab es 518 Informationszentren in Europa, davon 56 in Deutschland und vier in Hessen (Darmstadt, Gießen, Dietzenbach und Erbach/Odw.).

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Pressesprecher: 
Dr. Michael Horn
Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund
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