Fördermittel

Sanierung der Maindeiche in Hattersheim und Flörsheim

08.03.2018Hessische Staatskanzlei

Der Bund und das Land Hessen übernehmen die Sanierung der Maindeiche in Hattersheim und Flörsheim.

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Sanierung der Maindeiche
Begehung des Deichs im Hattersheimer Stadtteil Eddersheim.
© Staatskanzlei

Der Bund und das Land Hessen übernehmen die Sanierung der Maindeiche in Hattersheim und Flörsheim. Bei der Begehung des Deichs im Hattersheimer Stadtteil Eddersheim hat sich der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, gemeinsam mit der Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Darmstadt, Brigitte Lindscheid, und dem Bürgermeister der Stadt Hattersheim, Klaus Schindling, einen Überblick über die Situation und die künftigen Sanierungsmaßnahmen verschafft. „Die Hessische Landesregierung nimmt den Hochwasserschutz sehr ernst und hat sich mit Nachdruck bei der Bundesregierung für die Deichsanierung in Hattersheim und Flörsheim eingesetzt. Wir sind zu einem guten Ergebnis gekommen: Mit 60 Prozent wird sich der Bund an der Finanzierung der Maßnahmen beteiligen. Die übrigen 40 Prozent gibt das Land Hessen als Investitionszuwendung über den Kommunalen Finanzausgleich hinzu. Eine gute Lösung für die Standsicherheit der Maindeiche und damit echter Schutz für die Bürgerinnen und Bürger in Hattersheim und Flörsheim, aber auch für die mainabwärtsliegenden Städte“, sagte Staatsminister Axel Wintermeyer.

Das Regierungspräsidium Darmstadt übernimmt das Projektmanagement für die Planung, Zulassung und Durchführung der Maßnahmen in beiden Städten. Die vom Bund zugesagten Fördermittel stehen bereits auf Abruf zur Verfügung, sodass die erforderlichen Planungen mit dem wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren zeitnah in die Wege geleitet werden können.

Hessen hat sich gemeinsam mit anderen Ländern dafür eingesetzt, dass sich der Bund bei Hochwasserschutzmaßnahmen entsprechend beteiligt. Angesichts der schweren Hochwasserkatastrophen aus dem Jahr 2013 hat sich dieser schließlich dazu bereiterklärt, sich im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms mit 60 Prozent der Kosten an bestimmten Maßnahmen zu beteiligen. „Dass die Deichsanierungen in den Gebieten von Flörsheim und Hattersheim in das Bundes-Programm mit aufgenommen, wurden ist ein guter Verhandlungserfolg. Wir als Land Hessen unterstützen die Maßnahme ebenfalls mit einem Millionenbetrag. Mit der Übernahme dieser kommunalen Aufgaben entlasten wir die beiden Städte finanziell und schützen die Anwohner vor künftigem Hochwasser“, so Staatskanzleichef Wintermeyer.

Retentionsraum soll weitere „Jahrhunderthochwasser“ verhindern

Um ein sogenanntes „Jahrhunderthochwasser“ – ein statistisch gesehen alle 100 Jahre auftretendes Hochwasserereignis – für die Stadt Flörsheim zu verhindern, wird am Main ausreichender Retentionsraum geschaffen. Dazu wird der Deich rückverlegt und die Deichkrone abgesenkt. Auf den dadurch geschaffenen Überschwemmungsflächen kann sich das Hochwasser entsprechend ausbreiten. Damit werden die Pegelstände insgesamt verringert und der Druck von tiefer liegenden Punkten genommen.

Auch in Hattersheim wird die Deichkrone entsprechend abgesenkt und damit Retentionsraum westlich der Autobahn A3 geschaffen. Somit wird auch in der am Main liegenden Kommune der Schutz vor einem „Jahrhunderthochwasser“ für den Stadtteil Eddersheim sichergestellt.

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