Betriebsärztliche Impfungen

Weiteres Unternehmen Teil des Pilotprojekts

Thema: 
Ministerpräsident
04.05.2021Hessische Staatskanzlei

Ministerpräsident Bouffier hat Merck Darmstadt im Rahmen des Pilotprojekts zu betriebsärztlichen Impfungen besucht.

MP bei Merck
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© Merck

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute die Firma Merck in Darmstadt besucht. Dort impfen seit Montag jetzt Betriebsärzte im Rahmen eines Pilotprojektes. Denn ab Juni 2021 plant der Bund – analog zum Verfahren bei Hausärzten – auch die Betriebsärzteschaft mit Wirkstoffen für die Corona-Schutzimpfung zu versorgen. „In Hessen haben jetzt fünf große Unternehmen den Testbetrieb der betriebsärztlichen Corona-Schutzimpfungen gestartet“, erklärte der Ministerpräsident. „Ich freue mich, mir hier heute einen Eindruck von der Erprobung dieser dritten Säule unserer Impfstrategie bei dem ältesten pharmazeutisch-chemischen Unternehmen der Welt, der Firma Merck in Darmstadt, verschaffen zu können. Bei Merck ist das Pilotverfahren in erfahrenen Händen. So spielt das Unternehmen derzeit im Konzert mit BioNTech eine wichtige Rolle bei der Zulieferung der Lipide für die Impfstoffe“, so Bouffier. 

Die weiteren Unternehmen, die diese Säule der Impfstrategie aktuell miterproben sind:  die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH aus Frankfurt, die B. Braun Melsungen AG, die Marburger Pharmaserv GmbH sowie Fresenius MedicalCare. Insgesamt stellt das Land den fünf Unternehmen hierfür zunächst rund 12.500 Impfdosen zur Verfügung.

Weiterer Schritt auf dem Weg aus der Pandemie

In Darmstadt bedankte sich Bouffier bei der neuen CEO des Unternehmens, Frau Belén Garijo und gratulierte ihr zugleich zu ihrer neuen Funktion. „Ich freue mich, dass Merck die Lipidstoffzulieferung an BioNTech ausweitet und beschleunigt. Dafür bedanke ich mich. Das sind die Schritte, die wir alle gemeinsam brauchen, um nach und nach den Kampf gegen diese Pandemie gewinnen zu können.“

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir vom Land Hessen für das Pilotprojekt zu Impfungen durch die Betriebsärzte ausgewählt wurden. Als führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen sind wir davon überzeugt, dass eine möglichst umfassende Impfung der Bevölkerung ein wichtiges Mittel ist, um die Pandemie zu beenden“, sagte Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck.

Der Ministerpräsident betonte abschließend, dass diese dritte Säule der Impfstrategie ein weiterer Schritt auf dem Weg aus der Pandemie sei. „Immer mehr Menschen konnten bereits geimpft werden und immer mehr können bereits Termine ausmachen. In der vergangenen Woche konnten in den hessischen Impfzentren 190.335 Menschen ihre erste und weitere 16.072 ihre zweite Dosis erhalten, so viele wie nie zuvor. Das macht Mut und gibt Zuversicht. Testungen flankieren als Instrumente die Zeit bis wir die Herdenimmunität in Deutschland erreicht haben. Bis dahin müssen wir geduldig und besonnen bleiben.“

Hintergrund

Weil sich in der dritten Priorisierungsgruppe hunderttausende Personen aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit impfen lassen können, werden neben den Impfzentren und Hausarztpraxen die betrieblichen Impfungen eine dritte Säule in der bundesweiten Impfkampagne bilden. Das Pilotverfahren mit den Pharmaunternehmen Merck KGaA aus Darmstadt, der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH aus Frankfurt, der B. Braun Melsungen AG, der Marburger Pharmaserv GmbH sowie Fresenius MedicalCare ist am Montag gestartet. Weitere Unternehmen der sogenannten „Kritischen Infrastrukturen“ sollen im Laufe der nächsten Wochen hinzukommen. Die jeweils dort Beschäftigten sind nach der Impfverordnung des Bundes Angehörige der Gruppe 3 und tragen darüber hinaus mit ihrer Arbeit für den Impffortschritt in der Bundesrepublik bei.

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