Kinder- und Jugendrechte

Weltkindertag am 20. September

Thema: 
Ministerpräsident
19.09.2018Hessische Staatskanzlei

Ministerpräsident Bouffier und Familienminister Grüttner: „Kinder brauchen Freiräume ohne Repression, Räume zum Lernen, Leben, Spielen und zur Entfaltung.“

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Kinder rennen aus der Schule
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Anlässlich des diesjährigen Weltkindertags erklärten der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Familienminister Stefan Grüttner: „Hessen stärkt die Kinder- und Jugendrechte weiter. Vor gut einem Jahr haben wir mit Frau Prof. Gerarts eine Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte in die Landesregierung berufen, um diesen Weg konsequent und engagiert weiter zu gehen. Die bereits vorgelegte Kinder- und Jugendrechte-Charta ist ein starkes Signal an die Kinder und Jugendlichen, die so mit ihren Rechten und Anliegen weiter in die Mitte unserer Gesellschaft rücken. Und es ist ein Signal, zu zeigen: Ihr habt Rechte, für die Ihr eintreten sollt und dürft.“ Junge Menschen, die in diesem Bewusstsein aufwachsen, seien in der Lage, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. „Damit gestalten sie den eigenen Lebensraum, aber auch den gesellschaftlichen – getreu dem Motto des Kindertages – mit.“

Die verwundbarste Gruppe unserer Gesellschaft

Grüttner betonte: „Hessen hat Familiensinn. Das zeigt nicht nur das aktuelle Kinderbarometer eindrucksvoll, in dem die Kinder mehrheitlich sagen, dass sie sich in unserem Bundesland wohl fühlen. Aber Kinder und Jugendliche sind die verwundbarste Gruppe unserer Gesellschaft. Ihnen muss unser besonderer Schutz gelten und wir müssen sie in ihren Rechten stärken. Es ist mein Anliegen als Hessischer Familienminister, Kinder zu fördern, ihnen Perspektiven zu eröffnen und ihnen die Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben.“

„Das Motto des diesjährigen Weltkindertages wurde vom Deutschen Kinderhilfswerk und UNICEF mit ,Kinder brauchen Freiräume‘ betitelt“, ergänzte die Hessische Kinderrechtebeauftragte Prof. Dr. Katharina Gerarts. „Tatsächlich brauchen Kinder und Jugendliche eine Balance aus Fürsorge und Freiheit. Für die gute Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist es essentiell, dass ihnen neben angeleiteten Bildungsangeboten stets auch Freiräume zur Verfügung stehen, in denen sie selbstbestimmt und eigenständig ihre Lebenswelten gestalten können. Dazu gehört auch, dass sich Kinder und Jugendliche beteiligen können, denn das stärkt ihre Selbstwirksamkeit und macht sie zu selbstbewussten Bürgerinnen und Bürgern.“

Hessen - ein Vorreiter in Sachen Kinder- und Jugendrechte

Die Landesbeauftragte Gerarts hatte in Hessen nach einjähriger Amtszeit dem Hessischen Ministerpräsidenten und dem Familienminister die Kinder- und Jugendrechte-Charta für Hessen übergeben. „Mit diesem Kinderrechte-Leitfaden ist Hessen ein Vorreiter in Deutschland. In keinem anderen Bundesland gibt es eine so konzipierte Charta, bei deren Anfertigung Kinder und Jugendliche derart intensiv eingebunden waren“, lobte Bouffier.

Die Charta formuliert als erste Handlungsempfehlung, die Kinderrechte auch rechtlich zu verankern. Dafür haben die hessischen Bürgerinnen und Bürger am 28.10.2018 die Gelegenheit. Dann findet die Abstimmung über die Verfassungsänderung statt. Eine der 15 vorgeschlagenen Änderungen bezieht sich auf die Aufnahme der Kinder- und Jugendrechte in die Hessische Landesverfassung. Bisher sind die Kinderrechte bereits in 14 Landesverfassungen in der Bundesrepublik integriert, in Hessen und Hamburg ist dieser Schritt noch zu machen. „Hier haben Bürgerinnen und Bürger die großartige Chance, die Kinder- und Jugendrechte in die Landesverfassung aufnehmen zu lassen. Kinder und Jugendliche sollen damit gestärkt werden, denn sie sind eine besonders verletzliche Gruppe unserer Gesellschaft. Recht schafft Wirklichkeit! Deshalb ist die Verankerung der Kinderrechte in der Landesverfassung so wichtig“, so die Beauftragte.

„Kinder brauchen Freiräume ohne Repression, Räume zum Lernen, Leben, Spielen und zur Entfaltung. Wir werden in Hessen nicht nachlassen, uns für Kinder und Jugendliche einzusetzen. Darauf werden die Familien sich verlassen können“, so Bouffier und Grüttner abschließend.

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