Festakt

Wolfhagen hat jetzt eine Walter-Lübcke-Schule

Thema: 
Ministerpräsident
25.09.2020Hessische Staatskanzlei

Ministerpräsident Volker Bouffier: „Dr. Walter Lübcke ist ein Vorbild für kommende Generationen und daher ein würdiger Namensgeber.“

Mininisterpräsident Bouffier bei der Einweihung der Walter-Lübcke-Schule
Bild 1 von 5
© Sky-photography / PatriciaWelp

„Dr. Walter Lübcke war ein Politiker und Mensch, der sich aus voller Überzeugung für Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit eingesetzt hat. Uns allen wird er als Persönlichkeit in Erinnerung bleiben, die für unsere Werte konsequent eintrat. Er ist ein Vorbild für kommende Generationen und ein würdiger Namensgeber. Es ist für mich ein besonderer Moment und ich freue mich sehr, dass es in Wolfhagen, der Heimat von Walter Lübcke, nun eine Schule gibt, die seinen Namen trägt“, erklärte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Freitag in Wolfhagen. Der Ministerpräsident nahm dort am Festakt anlässlich der Umbenennung der Wilhelm-Filchner-Schule in Walter-Lübcke-Schule teil.

Vorbild für alle Demokraten

In seiner Rede würdigte der Ministerpräsident den ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten als ein Vorbild für alle Demokraten. „Mit großer Entschlossenheit wandte sich Walter Lübcke auch offen gegen jene, die anstelle einer sachlichen politischen Auseinandersetzung mit Hass und Hetze agitierten. Solche Menschen, die ihre Haltung nicht für sich behalten, sondern sich klar zu unseren demokratischen Werten bekennen, die brauchen wir mehr denn je. Hass und Hetze hat immer einen Ausgangspunkt. Es ist die Saat derjenigen, die unser System destabilisieren wollen. Das dürfen wir nicht zulassen!“, erklärte der Regierungschef.

Bouffier verwies in diesem Kontext auch auf das Aktionsprogramm „Hessen gegen Hetze“ der Hessischen Landesregierung. Damit bekämpft das Land Rechtsextremismus sowie Hass und Hetze im Internet. Es wurde im September 2019 gestartet. „Wir wollen dem Hass dort begegnen, wo er sichtbar wird und mit aller Kraft dagegen vorgehen. Ganz im Geiste von Walter Lübcke“, erklärte der Ministerpräsident.

Gewalttat erschüttert das Land

Dr. Walter Lübcke wurde in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses in Wolfhagen-Istha, mutmaßlich aus rechtsextremen Motiven, ermordet. Die Tat und ihre Hintergründe haben Hessen und ganz Deutschland tief erschüttert. „Weil er für seine Werte einstand und sie dort vertrat, wo es unbequem war, musste er sein Leben lassen. Diese Gewalttat muss uns aufrütteln. Wir dürfen unsere politische Kultur und Auseinandersetzung nicht den Extremen in unserem Land überlassen“, sagte der Ministerpräsident und langjährige Weggefährte Lübckes.

Der Regierungschef hob auch die feste Verwurzelung von Dr. Walter Lübcke in seinem Landkreis Waldeck-Frankenberg hervor. „Er blieb stets auch der ‚Junge vom Dorf‘, wie er das selbst einmal augenzwinkernd formulierte. Für die Menschen da sein, vor Ort sein und für alle jederzeit ansprechbar sein, das war ihm ein Herzensanliegen“, so Bouffier. Der Ministerpräsident dankte allen Beteiligten, die zur neuen Namensgebung der Schule beigetragen haben. „Die Schule wird das Vermächtnis von Dr. Walter Lübcke weitertragen. Künftige Generationen werden sich noch an ihn als einen aufrechten Demokraten erinnern, der für seine Werte einstand und seiner Heimat immer verbunden war. Dafür bedanke ich mich bei allen, die dies möglich gemacht haben“, so der Regierungschef abschließend.

Einweihung der Walter-Lübcke-Schule
  • Einweihung der Walter-Lübcke-Schule
  • Einweihung der Walter-Lübcke-Schule
  • Mininisterpräsident Bouffier bei der Einweihung der Walter-Lübcke-Schule
Einweihung der Walter-Lübcke-Schule

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Staatssekretär Michael Bußer
Hessische Staatskanzlei
+49 611 32 11 39 18
+49 611 32 7 11 38 00
presse@stk.hessen.de
Schließen