Nachruf

Zum Tod von Staatsminister a.D. Heribert Reitz

Thema: 
Ministerpräsident
12.03.2018Hessische Staatskanzlei

„Die Verdienste des dienstältesten hessischen Finanzministers werden auch nach seinem Tod in guter Erinnerung bleiben.“

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat mit Betroffenheit auf den Tod des früheren hessischen Staatsministers Heribert Reitz reagiert. „Heribert Reitz hat über Jahrzehnte das politische Geschehen in Hessen mitbestimmt. Als langjähriger Landtagsabgeordneter und von 1972 bis 1984 als Minister des Finanzressorts sowie ab 1982 zusätzlich als kommissarischer Leiter des Ministeriums für Wirtschaft und Technik hat er die Geschicke unseres Landes mitgelenkt und es in eine gute Zukunft geführt. Für sein staatstragendes Wirken wurde Heribert Reitz umfangreich geehrt. Das zeigt, welch hoch geschätzter Politiker er als Limburger Urgestein war. Seine Verdienste als dienstältester hessischer Finanzminister werden auch nach seinem Tod in guter Erinnerung bleiben“, sagte der Ministerpräsident, der der Familie von Heribert Reitz sein tief empfundenes Beileid aussprach.

Kein Finanzminister in Hessen war länger im Amt

Dem schloss sich Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer an: „Kein Finanzminister in Hessen war länger im Amt als Heribert Reitz: 12 Jahre führte er die Finanzverwaltung in unserem Land. Heribert Reitz hat sich diese Position durch eigene Leistung erarbeitet und er hat sie ausgefüllt als klassischer, sparsamer Haushaltsminister wie er im Buche steht, persönlich dabei mit beiden Beinen mitten im Leben stehend. Sein Dienst für Hessen wird in bester Erinnerung bleiben. Persönlich blicke ich gerne auf eine Reihe anregender und angenehmer Gespräche zurück, die ich in den vergangenen Jahren mit ihm führen durfte.“

Der am 1. Juni 1930 im später zu Limburg zählenden Stadtteil Offheim geborene Heribert Reitz war nach seinem Abitur knapp zwei Jahrzehnte bei der Deutschen Bundespost tätig, bevor er 1972 als Finanzminister in die von Ministerpräsident Albert Osswald geführte Landesregierung eintrat. Dieses Amt bekleidete Heribert Reitz zwölf Jahre und damit so lange, wie niemand sonst in Hessen. Von 1982 bis 1984 wurde er zugleich mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Ministeriums für Wirtschaft und Technik beauftragt. Der spätere Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen AG Frankfurt am Main war Gemeindevertreter seiner Heimatgemeinde Offheim, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Limburg, des Kreistages und des Kreisausschusses. Über die Kommunalpolitik führte sein Weg schließlich in die Landespolitik. Er war von 1962 bis April 1991 Landtagsabgeordneter und dabei unter anderem Vorsitzender des Haushaltsausschusses und zeitweise Vorsitzender der SPD-Fraktion. Für seine Verdienste für die Demokratie und den Rechtsstaat erhielt Heribert Reitz 1980 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, 1990 die Wilhelm Leuschner-Medaille des Landes Hessen sowie 2000 den Hessischen Verdienstorden.   

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