„E-Port an“ am Flughafen Frankfurt

Bundesregierung zeichnet Projekte zur Elektromobilität mit Prädikat "Leuchtturm" aus

10.06.2013Hessische Staatskanzlei

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Übergabe des Prädikats „Leuchtturm“ für das Elektromobilitätsvorhaben "E-Port an" (Foto: Fraport)
Übergabe des Prädikats „Leuchtturm“ für das Elektromobilitätsvorhaben "E-Port an" durch die Bundesregierung an den Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, gemeinsam mit Peter Schmitz, Vorstand Operations der Fraport, und Kay Kratky, Mitglied des Lufthansa Passagevorstands am Flughafen Frankfurt
© Fraport

Staatsminister Wintermeyer: „Der Flughafen Frankfurt und seine Systempartner stellen sich den Herausforderungen der Zukunft – mehr Nachhaltigkeit und weniger CO2-Emissionen durch Elektromobilität"

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat heute gemeinsam mit Peter Schmitz, Vorstand Operations der Fraport,  und Kay Kratky, Mitglied des Lufthansa Passagevorstands, das von der Bundesregierung vergebene Prädikat „Leuchtturm“ für das Elektromobilitätsvorhaben "E-Port an" am Flughafen entgegengenommen. „Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung des Bundes, der damit das Engagement am Frankfurter Flughafen für mehr Nachhaltigkeit und weniger Emissionen anerkennt“, sagte Wintermeyer.

Die Systempartner Fraport und Lufthansa Group sind am Frankfurter Flughafen bei der Einführung von Elektromobilität führend in Deutschland und bereiten sich somit früher als andere auf künftige Herausforderungen vor.

Lärm und Abgase rund um den Flughafen verringern

„Wir fördern Elektromobilität technologieoffen auf Straße und Schiene, in der Luft- und in der Schifffahrt. Mit Elektrofahrzeugen in der Flugzeugabfertigung und im Rollverkehr der Flugzeuge können Lärm und Abgase rund um einen Flughafen deutlich verringert werden. Im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main fördern wir deshalb am Frankfurter Flughafen drei Projekte mit hohem Innovationsgrad, die sich zur Nachahmung empfehlen. Das Prädikat ‚Leuchtturm‘ soll die Strahlkraft dieses einzigartigen Technologieprojekts noch erhöhen – auch international. Mit ‚E-Port an‘ zeigt der Frankfurter Flughafen eindrucksvoll, was schon heute im Bereich ‚Grüne Abfertigung‘ möglich ist“, so Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), anlässlich der Verleihung des Leuchtturmprädikats.

Zukünftig werden alle Aktivitäten, die zu mehr Elektromobilität am Flughafen führen, unter dem Dach von „E-Port an“ zusammengefasst. Partner von „E-Port an“ sind das Land Hessen, die Deutsche Lufthansa AG, die Fraport AG und die Modellregion Rhein-Main.

„Mit der Auszeichnung des Bundes tritt das Engagement im Bereich elektrischer Antriebe am Airport Frankfurt in eine neue Phase ein. Für einen reibungslosen Ablauf des Luftverkehrs werden nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden viele Kilometer täglich zurückgelegt. Je höher dabei der Anteil der Elektromobilität ist, desto größer ist die Entlastung für Mensch und Umwelt“, betonte Wintermeyer.

Der Einsatz von Elektrofahrzeugen sei gut in den Flughafenbetrieb integrierbar, so Peter Schmitz aus dem Vorstand der Fraport AG

„Die Reduktion von CO2-Emissionen ist ein wesentlicher Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie unseres Unternehmens“, ergänzte Peter Schmitz aus dem Vorstand der Fraport AG. Der Einsatz von Elektrofahrzeugen sei gut in den Flughafenbetrieb integrierbar. Derzeit würden bereits etwa 10 Prozent des Fuhrparks – darunter auch Spezialfahrzeuge zur Flugzeugabfertigung wie Schleppfahrzeuge, Förderbandwagen oder Palettenhubwagen elektrisch angetrieben. „Das Förderprogramm des Bundes hilft uns dabei, unser Engagement im Bereich elektrischer Antriebe weiter auszubauen und Erkenntnisse über mögliche zukünftige Einsatzbereiche für diese Technologie zu erhalten“, so Schmitz.

Kay Kratky, Mitglied des Lufthansa Passagevorstands, präsentierte die Elektromobilitätsprojekte der Lufthansa Group, darunter das von Lufthansa LEOS gemeinsam mit der Israel Aerospace Industries entwickelte, innovative und zukunftsweisende TaxiBot-Konzept. Statt mit den eigenen Triebwerken zu rollen und dabei Kerosin zu verbrauchen, lenkt der Pilot über sein Bugrad einen Schlepper mit Hybrid-Antrieb, der das Flugzeuge direkt bis zur Startposition zieht. „Wir verbinden Leistungsfähigkeit mit Nachhaltigkeit und haben neben dem Fokus auf Emissionsvermeidung im Flugbetrieb die gesamte Dienstleistungskette in der Luft und am Boden im Blick“, betonte Kratky.

„Grüne Abfertigung“ mit Mitteln in Höhe von 8,1 Millionen Euro unterstützt

Die „Grüne Abfertigung“ wird vom BMVBS im Rahmen des Förderschwerpunkts Elektromobilität in Modellregionen mit Mitteln in Höhe von 8,1 Millionen Euro unterstützt. Die Gesamtprojektsumme beträgt 15,7 Millionen Euro. In der Modellregion Rhein-Main steht neben den Flughafenprojekten auch das Thema Flottenlösungen in der "Allianz Elektromobilität" im Fokus. Das BMVBS fördert die Modellregionsprojekte mit insgesamt rund 17,5 Millionen Euro. Die überregionale Koordination der Modellregionen liegt bei der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH).

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