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Brexit

Europaministerin Puttrich besucht das English Theatre in Frankfurt

Europaministerin Lucia Puttrich besucht das English Theatre in Frankfurt und spricht mit Briten über den bevorstehenden „Brexit“

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Lucia Puttrich beim Rundgang mit Intendant Daniel Nicolai (rechts) und dem amerikanischen Journalisten Timothy J. Schroder.
Lucia Puttrich beim Rundgang mit Intendant Daniel Nicolai (rechts) und dem amerikanischen Journalisten Timothy J. Schroder.
© Staatskanzlei

„Europa ist eine Wertegemeinschaft, die vom Austausch der Kulturen profitiert“, sagt die hessische Europaministerin Lucia Puttrich. „Deshalb haben wir bei der Debatte um den Brexit zwar den Finanzplatz Frankfurt im Blick. Aber eben nicht allein.“ Im Rahmen einer Reihe von Begegnungen mit Unternehmen, Institutionen und Personen hat Puttrich am Dienstag das English Theatre in Frankfurt besucht. „Viele Branchen und viele Menschen werden betroffen sein, wenn Großbritannien aus der Europäischen Union ausscheidet. Deshalb möchte ich persönliche Erwartungen von Menschen erfragen und über das informieren, was wir als hessische Landesregierung tun.“

Das größte englischsprachige Theater auf dem europäischen Festland

Das „English Theatre“ Frankfurt ist das größte englischsprachige Theater auf dem europäischen Festland. 1979 gegründet bietet es das ganze Jahr mehrere Produktionen an. Im Vorstellungsraum finden bis zu 300 Personen Platz. Seit 2001 ist Daniel Nicolai Intendant des Theaters und seit 2003 hat es seinen Standort im Gallileo-Wolkenkratzer. An jedem ersten Montag im Monat trifft sich der „Internationale Stammtisch“. Dabei handelt es sich um eine Initiative des „English Theatre“, der Stadt Frankfurt, der IHK Frankfurt, der Frankfurt International School, der Internationalen Schule Frankfurt-Rhein-Main, der Deutsch-Britischen Gesellschaft sowie dem Newcomers-Network des Theaters. Treffpunkt des Austausches ist die Theater-Bar „James the Bar“.

„Wir sind seit Jahrzehnten in Freundschaft mit dem Vereinigten Königreich verbunden und werden das auch in Zukunft sein“, sagte Puttrich mit Gespräch mit Daniel Nicolai und weiteren Gästen. Möglicherweise sei der Brexit für manche Bereiche in Europa auch eine Entwicklungschance. Aber trotzdem fragten sich EU-Ausländer in Großbritannien und Briten in den anderen EU-Staaten natürlich sehr konkret, was der Brexit für ihr Leben bedeuten wird. „Die Zahl der Briten, die die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen, steigt ja deutlich an, und das ist ein Zeichen für die Unsicherheit von Menschen, die zum Teil schon ewig bei uns leben. Großbritannien wolle die Freizügigkeit, die ein Grundprinzip der Europäischen Union sei, nicht länger beachten, um den Zuzug von EU-Bürgern begrenzen zu können. „In jedem Fall müssen wir bei den Verhandlungen für all jene Sicherheit schaffen, die ihre Heimat im jeweils anderen Land gefunden haben. Das sind wir diesen Menschen schuldig.“

Die Atmosphäre in der Stadt Frankfurt genießen

Jo Parsons, britischer Schauspieler, der derzeit am English Theatre spielt, erzählte, wie angenehm er die Arbeit in Frankfurt empfinde. Er genieße die Atmosphäre in der Stadt, die viel weniger hektisch sei als beispielsweise London. Viele Engländer seiner Generation fühlten sich durch den bevorstehenden Brexit betrogen, weil sie fest an die Zugehörigkeit Großbritanniens zu Europa glaubten. 

Generell setzt Puttrich auf konstruktive Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien Trotzdem werde der Warenverkehr und auch die Beschäftigung von deutschen Mitarbeitern in Großbritannien und von Briten in der EU sicher künftig nicht einfacher.

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