NORAH-Studie

Landesregierung begrüßt Präsentation des Kindermoduls der Lärmwirkungsstudie

04.11.2014Hessische Staatskanzlei

Die Landesregierung begrüßt die Vorlage des ersten Teilmoduls der NORAH-Studie, das sogenannte Kindermodul. „Es ist ein Erkenntnisfortschritt und dient der Versachlichung der Fluglärmdebatte“, erklärte heute Regierungssprecher Michael Bußer in Wiesbaden. Die NORAH-Studie wurde vom Umwelt- und Nachbarschaftshaus (UNH) des Forums Flughafen und Region in Auftrag gegeben.

Der Regierungssprecher bezeichnete in einer ersten Bewertung den Forschungsbericht als das derzeit weltweit umfassendste und fundierteste wissenschaftliche Ergebnis zu den Wirkungen von Fluglärm auf die kognitiven Grundlagen des Leseerwerbs und die sprachlichen Vorläuferfertigkeiten bei Grundschulkindern. Die Landesregierung nehme die Ergebnisse der Studie sehr ernst. Dabei stelle sie fest, dass im sogenannten Kindermodul der NORAH-Studie zwar messbare, aber keine dramatischen Auswirkungen des Fluglärms festgestellt wurden, erklärte Regierungssprecher Bußer.

Konsequent an der Reduzierung des Fluglärms arbeiten

„Die Landesregierung will das Übel an der Wurzel packen und weiter konsequent an der Reduzierung des Fluglärms arbeiten“, machte der Regierungssprecher deutlich. So hätten die Maßnahmen, die in der „Allianz für Lärmschutz“ vereinbart wurden, bereits zur Verringerung des Fluglärms beigetragen. Die Vorlage der Ergebnisse bestätige jetzt die Landesregierung in ihrer Entschlossenheit, hierbei weitere Fortschritte zu erzielen – sowohl durch Maßnahmen des aktiven als auch des passiven Schallschutzes, so Bußer. Die Landesregierung wird die Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes mit Nachdruck weiterverfolgen und noch ausstehende Projekte Zug um Zug realisieren.

„So wird die Landesregierung zudem umgehend und gründlich prüfen, wie Kinder in besonders belasteten Gebieten unterstützt werden können und entsprechende Maßnahmen einleiten, um mögliche Benachteiligungen auszugleichen“, erklärte Regierungssprecher Michael Bußer. Hierzu gehöre in erster Linie die Frage, ob und wie durch zusätzliche Förderung die festgestellten Benachteiligungen ausgeglichen werden können.

Landesregierung misst der Studie größte Bedeutung bei

Abschließend sagte der Regierungssprecher, dass die Landesregierung der weiteren wissenschaftlichen Befassung mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Fluglärm im Rahmen der NORAH-Studie größte Bedeutung beimesse. Unabhängig von den Ergebnissen des Kindermoduls gehe die Landesregierung davon aus, dass die Module 1 und 2 der NORAH-Studie weitere Erkenntnisse über Handlungsoptionen erbringen.

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