Flüchtlinge für bürgerschaftliches Engagement gewinnen

Modellkommunen erhalten Bewilligungsbescheide

Thema: 
Flüchtlingspolitik
06.03.2017Hessische Staatskanzlei

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei und politische Flüchtlingskoordinator der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat den ersten Modellkommunen die Bewilligungsbescheide für das Projekt „Flüchtlinge für bürgerschaftliches Engagement gewinnen“ übermittelt.

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Fachwerkhäuser
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Mit der finanziellen Förderung können die Projektideen und Maßnahmen der beteiligten hessischen Städte und Gemeinden umgesetzt werden, die bereits ihre Anträge auf Förderung gestellt haben. Mit dem Landesmodellprojekt sollen Flüchtlinge mit Bleibeperspektive für bürgerschaftliches Engagement gewonnen und so ihre Integration gefördert werden. „Freiwilliges Engagement fürs Gemeinwohl ist immer ein Gewinn, sowohl für die Kommunen und die Gesellschaft als auch für diejenigen, die sich engagieren. Das gilt für Flüchtlinge ebenso, wie für alle Bürgerinnen und Bürger in Hessen“, sagte Staatsminister Wintermeyer im Hinblick auf die zahlreichen in den Modellkommunen geplanten Aktivitäten.

Ausgewählte Modellkommunen

Eine Jury hatte Bad Sooden-Allendorf, Bürstadt, Diemelstadt, Eschborn, Geisenheim, Gießen, Gudensberg, Mörfelden-Walldorf, Roßdorf und Schlüchtern als Modellkommunen ausgewählt. Für jede der zehn beteiligten Städte und Gemeinden stehen bis zu 3.000 Euro für die Arbeit bereit, um ihre Projekte zu starten oder weiterzuentwickeln, die die Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive fördern. Eine externe Fachberatung betreut das Modellprojekt, ist vor Ort unterstützend tätig und begleitet die lokalen Aktivitäten durch intensive Öffentlichkeitsarbeit. Gute Beispiele und Erfahrungen aus den Modellkommunen sollen als Vorbild für andere hessische Städte und Gemeinden dienen.

Die Projekte reichen von dem Betrieb kommunaler Sprachcafés zur Verbesserung der Sprachkompetenz, dem Anlegen eines von Einheimischen und Geflüchteten gestalteten Gemeinschaftsgarten, über die Eröffnung eines Cafés im Kaufhaus, einer Nähstube sowie einer Fahrradwerkstatt, bis hin zu einem eigenen „Netzwerk Asyl“, bei dem die Flüchtlinge in die Aktivitäten der örtlichen Vereine bewusst eingebunden werden sollen.

Musterbeispiele für andere Städte und Gemeinden werden

„Engagement verbindet. Das Modellprojekt eröffnet neu Zugewanderten die Chance, durch freiwilliges Engagement aktiv zu werden und sich damit in die örtliche Gemeinschaft einzubringen. Ich freue mich über die Arbeit der Kommunen, die wir als Land Hessen gerne unterstützen, um aus den Projekten echte Musterbeispiele auch für andere Städte und Gemeinden zu werden“, betonte Staatsminister Axel Wintermeyer.

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