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Sommerreise des Demografie-Beauftragten

Staatsminister Wintermeyer würdigt die Vertriebslinie „tegut… Lädchen“

27.07.2016Hessische Staatskanzlei
„tegut… Lädchen“ in Rainrod
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Staatsminister Axel Wintermeyer (Mitte) mit Vertretern der Firma tegut, der Schottener Soziale Dienste gGmbH sowie der Stadt Schotten.
© Staatskanzlei

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat heute auf seiner Sommerreise das Engagement der Vertriebslinie „tegut… Lädchen“ stellvertretend im Markt in Rainrod gewürdigt. Es ist eins von sechs Projekten, die für den Hessischen Demografie-Preis 2016 nominiert sind, der am 28. September in Wiesbaden verliehen wird.

Tante-Emma-Läden zu einer Renaissance verhelfen

Das in Fulda ansässige Einzelhandelsunternehmen tegut will mit seiner eigenen Vertriebslinie „tegut… Lädchen“ den altbewährten Tante-Emma-Läden zu einer Renaissance verhelfen. Besonders in ländlichen Kommunen mit wenig Infrastruktur sind die Verkaufsstellen für Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs wichtige Grundversorger. „Immer mehr kleine Läden auf dem Land müssen schließen, da sie unwirtschaftlich geworden sind. Dies beeinträchtigt die örtliche Nahversorgung, insbesondere für Senioren“, skizziert Staatsminister Axel Wintermeyer.

„Das Projekt der Firma tegut zeigt, dass auch wirtschaftlich handelnde Unternehmen sich der Herausforderung des demografischen Wandels stellen. Dank der ‚Lädchen für alles‘ erhalten die Menschen ihre Waren für die Grundversorgung vor Ort, gleichzeitig einen neuen sozialen Treffpunkt und eine Kommunikationsmöglichkeit. Das Modell stärkt damit nicht nur die Attraktivität der Gemeinde, sondern ermöglicht der regionalen Landwirtschaft neue Absatzwege. Es ist ein Gewinn für alle“, so Staatsminister Wintermeyer.

Hintergrund:

Mit dem Demografie-Preis zeichnet die Landesregierung seit 2010 jährlich Projekte und Initiativen aus, die dem demografischen Wandel mit innovativen und kreativen Ideen entgegenwirken. Unter dem Motto „Wo Ideen Freiraum haben! Leben auf dem Land“ steht in diesem Jahr die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes im Mittelpunkt des mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preises. Aus 91 Bewerbungen hat eine unabhängige Fachjury sechs Projekte aus den Bereichen Jugend, Fachkräfte und Familienfreundlichkeit, Innenentwicklung und Infrastruktur, Grundversorgung und Mobilität, Kultur und Zusammenhalt und Senioren ausgewählt.

„Die Folgen des demografischen Wandels sind eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Um diese erfolgreich zu bewältigen, braucht es manch kreative Lösung. Solch gelungene Beispiele von engagierten Menschen und Initiativen, die gemeinsam vor Ort etwas verändern wollen, mit anpacken und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität auf dem Land leisten, würdigen wir mit dem Hessischen Demografie-Preis. Die ausgezeichneten Projekte sind vorbildhaft und können auch in anderen ländlichen Kommunen Schule machen“, betonte Axel Wintermeyer.

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