Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker

Hessische Staatskanzlei

Antisemitismusbeauftragter besucht pädagogischen Tag der Theo-Koch-Schule in Grünberg

Uwe Becker hat das Engagement gegen Judenhass an der Bildungseinrichtung als vorbildlich bezeichnet.

„Als ein antisemitischer Vorfall 2019 die Theo-Koch-Schule in Grünberg erschütterte, hat sich die Schule nicht weggeduckt oder weggesehen, sondern Schulleitung und Kollegium haben Haltung gezeigt und sind offensiv mit dem Abspielen judenfeindlicher Lieder nach einem Gedenkstätten-Besuch in Buchenwald umgegangen. Der jetzt durchgeführte pädagogische Tag ist ein weiterer Schritt, um Ursachen, Erscheinungsformen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Antisemitismus aufzuzeigen. So sieht in meinen Augen vorbildliches Engagement gegen Judenhass aus und ich bin der Schulleitung, den Lehrkräften und den Vertretungen der Schülerinnen und Schüler wie auch der Eltern für dieses besondere Engagement sehr dankbar“, betonte der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen den Antisemitismus, Uwe Becker, bei seinem Besuch in Grünberg in dieser Woche.

Antisemitismus so früh wie möglich entgegentreten

 

„Dass trotz des bereits früh erworbenen Prädikats „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auch die Theo-Koch-Schule nicht immun gegen das Gift des Judenhasses ist, zeigt, dass das Engagement gegen Antisemitismus von jeder Generation neu aufgenommen werden und Teil unseres täglichen Handelns werden muss. Dass dieses Verständnis vor Ort so besonders gelebt wird, stimmt auch und gerade nach einem solchen Vorfall optimistisch. Von den historischen Wurzeln des Antisemitismus über die Schnittmengen von Verschwörungstheorien und Judenhass bis hin zu Antisemitismus im Sport hat die Schule ein umfassendes Programm entwickelt, das gerade den Multiplikatoren vor Ort wichtige Impulse für die eigene Arbeit vermittelt. Dass dabei auch die Fortentwicklung unserer Erinnerungskultur und das Aufzeigen des enormen Beitrags jüdischen Lebens für die positive Entwicklung unseres Landes angesprochen wurden und gleichzeitig auch das heutige, selbstbewusste jüdische Leben mit in den Fokus gesetzt wurde, zeigt, wie umfassend man sich vor Ort bereits in der Erarbeitung dieses besonderen Tages Gedanken gemacht hat. Dieser pädagogische Tag bietet auch für andere Schulen eine gute Grundlage, um in gleicher oder ähnlicher Weise kompakt und umfassend Judenfeindlichkeit und das zielgerichtete Engagement gegen Antisemitismus handlungsorientiert zu thematisieren. Diese Schule trägt zurecht ihr Prädikat und hat an diesem Tag ein bemerkenswertes Ausrufezeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und für Courage gesetzt“, so der Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker in Grünberg.

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