Youtube Video: Wettbewerb - Die besten Dorfgasthäuser in Hessen

:Dauer: 2 Minuten, 31 Sekunden
Ministerpräsident Volker Bouffier mit Steffen Ackermann, Vizepräsident des DEHOGA.

Hessische Staatzkanzlei

„Die besten Dorfgasthäuser in Hessen“

Um die Wertschätzung gegenüber den ländlichen Gastronomiebetrieben vor allem in der Corona-Pandemie zum Ausdruck zu bringen, hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier am Mittwoch gemeinsam mit dem neuen stellvertretenden Vorsitzenden des DEHOGA Hessen, Steffen Ackermann, den Wettbewerb „Die besten Dorfgasthäuser in Hessen“ gestartet.

Er findet damit zum zweiten Mal nach der erfolgreichen Premiere in 2018/2019 statt. „Dorfgasthäuser fördern die regionale Identität, erhöhen die Lebensqualität in ländlichen Räumen und sind soziale Orte, an denen die Menschen sich treffen. Überdies sind sie ein bedeutender Faktor für die regionale Wirtschaft“, betonte Ministerpräsident Bouffier. „Gerade in dieser weiterhin herausfordernden Zeit ist die kraftvolle Unterstützung des Wettbewerbs ein spürbares Signal der Anerkennung und der Wertschätzung gegenüber unserer Branche seitens der Hessischen Landesregierung. Die Dorfgasthäuser stehen stellvertretend für das, was uns auch in der Pandemie ausmacht: Gastfreundschaft, Zusammenhalt und Orte für unser soziales Zusammenleben“, betonte der Vizepräsident des DEHOGA Hessen, Steffen Ackermann.

Treffpunkt Veranstaltungsort oder Dorfmittelpunkt

Rund 85 Prozent der Landesfläche Hessens sind ländlicher Prägung. Sie stellen den Lebensraum für etwa die Hälfte der Bevölkerung. Den ländlichen Räumen kommt daher eine erhebliche Bedeutung als Lebens-, Erholungs- und Naturraum für die Menschen zu. Zudem stellen sie die Flächen der Lebensmittelproduktion und sind Standorte des wirtschaftsstarken Mittelstands. Rund 1.800 klassische Gasthäuser, Dorfgaststätten und Kneipen gibt es in Hessen im ländlichen Raum. Vor gut 12 Jahren waren es noch etwas 2.500.

„Insbesondere in den ländlichen Räumen spielt die Gastronomie eine wichtige Rolle, sei es als Treffpunkt, als Veranstaltungsort oder als Dorfmittelpunkt. Die lokalen Gaststätten sind eine große Bereicherung für das Gemeinwesen. Die schönsten Dorfgasthäuser in Hessen wollen wir deshalb auszeichnen“, nannte Bouffier die Intention für den Wettbewerb. Teil der Auszeichnung wird eine Urkunde, eine Plakette für das Gasthaus sowie die Aufnahme im Gastronomieführer „Die besten Dorfgasthäuser in Hessen“ mit einer Auflage von 30.000 Stück sein. Bewerben können sich alle Betriebe mit regelmäßigen Öffnungszeiten in ganz Hessen, ausgenommen sind kreisfreie Städte (Darmstadt, Frankfurt, Kassel, Offenbach, Wiesbaden) und Sonderstatusstädte (Bad Homburg, Fulda, Gießen, Hanau, Marburg, Rüsselsheim, Wetzlar). Die Bewerbung ist online auf www.dgh-hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster bis spätestens 01.02.2022 möglich. Eine Jury aus den Bereichen Tourismus, Gastronomie und Vereinsleben ermittelt die Preisträger, die auf einer feierlichen Veranstaltung voraussichtlich Anfang Mai 2022 bekanntgegeben werden.

Gastronomie in schweren Zeiten fördern

„Die Corona-Pandemie hat uns alle getroffen, aber einer der Bereiche, der besonders hart getroffen wurde, ist nach wie vor die Gastronomie. Sie zu unterstützen und zu zeigen, wir brauchen Euch, Ihr seid wichtig für unser gesellschaftliches Leben, das ist ein großes Anliegen der Hessischen Landesregierung. Der Wettbewerb ist einer von vielen Bausteinen, mit denen wir die heimische und insbesondere die ländliche Gastronomie fördern“, so Bouffier. Bereits seit 2019 unterstützt die Hessische Landesregierung mit der Richtlinie zur Förderung der ländlichen Entwicklung ländliches Gastgewerbe mit bis zu 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit dem Sonderprogramm zur Stärkung der Gastronomie werden den hessischen Gaststätten von 2021 bis 2023 knapp 10 Millionen Euro bereitgestellt. Gefördert werden Investitionen und Anschaffungen ab 15.000 Euro – von der Gastraumrenovierung über den Bau einer neuen Außenterrasse oder die Modernisierung der Küche bis zur Anschaffung von moderner digitaler Technik. Kleinere Investitionen wurden seit Dezember mit einem Festbetrag von 1.500 Euro gefördert. Die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel sind für Unternehmen in den ländlichen Räumen reserviert. Zudem wurden die Gaststätten im Bereich Digitalisierung beraten, unter anderem zu Themen wie der digitalen Speisekarte, dem digitalen Qualitätsmanagement und Grundlagen zur Arbeit im Social-Media-Bereich. „Wir lassen unsere Gastronomie nicht im Regen stehen. Allein im vergangenen Jahr haben wir die hessischen Gaststätten mit zusätzlichen finanziellen Mitteln im Zuge der Corona-Pandemie mit über einer Million Euro gefördert. Wir haben gegenüber den Betrieben und den dort beschäftigen Menschen eine Verantwortung, die wir als Hessische Landesregierung sehr ernst nehmen“, unterstrich der Ministerpräsident.