Portraitfoto des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier

Hessische Staatzkanzlei

Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten

Ministerpräsident Volker Bouffier hat in seiner Neujahrsansprache anlässlich des diesjährigen Landesgeburtstags „75 Jahre Hessen“ an die Erfolgsgeschichte Hessens erinnert und betont, dass diese auch in der aktuellen Zeit der Krise Kraft und Zuversicht geben könne.

„Der Neuanfang war nach den verheerenden Folgen des Zweiten Weltkriegs nicht leicht, doch aus Tod, Leid und Trümmern ist ein erfolgreiches Land erwachsen, welches heute zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas zählt.“

So, wie es einst gelungen ist, mit Zusammenhalt, Tatkraft und Engagement die schwierigen Anfangsjahre zu bewältigen, so wird es uns auch gemeinsam gelingen, die Corona-Pandemie hinter uns zu lassen.
Volker Bouffier, Ministerpräsident

  

Auch künftig solle Hessen ein Land sein, in dem die Menschen zusammenstünden: „Ein Land, in dem nicht Hass und Hetze, sondern Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft das Miteinander prägen.“

Anlass zur Vorsicht, jedoch keinen Grund zur Panik

Er wisse, so der Regierungschef, dass auch in diesem Jahr die Menschen ein ungewohntes Silvester verbringen müssten. „Mir ist klar, dass die Corona-Maßnahmen teilweise erhebliche Auswirkungen auf Ihr Leben und Ihren Alltag haben. Doch ich bitte um Ihr Verständnis: Die Regeln sind nötig, um die Menschen in unserem Land zu schützen.“ Aufgrund der Virusmutationen sei es im Jahr 2021 entgegen aller Hoffnungen nicht gelungen, die Corona-Pandemie zu besiegen. Es gebe allen Anlass zur Vorsicht, jedoch keinen Grund zur Panik. „Wir können nicht voraussagen, wie sich das Virus weiter entwickeln wird, doch wir haben mittlerweile gut funktionierende Schutzmaßnahmen wie das Testen und natürlich die Impfung.“ Die vollständige Impfung sei der beste Weg aus der Pandemie, unterstrich Bouffier, und appellierte an alle Hessinnen und Hessen, die Impfangebote des Landes zu nutzen. „Ich bitte Sie: Nehmen Sie Corona ernst und lassen Sie sich impfen!“

Dank an die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, an Polizei, Feuerwehr, Soldaten und Ehrenamtliche

In diesem Zuge dankte der Ministerpräsident wie auch im vergangenen Jahr besonders den Ärztinnen und Ärzten und dem Pflegepersonal, welche in Zeiten größter Krise unter teilweise sehr schweren Bedingungen unermüdlich Patienten und Patientinnen betreuten und dafür sorgten, das Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten. „Seit 22 Monaten leisten Sie rund um die Uhr Herausragendes. Dafür gilt Ihnen mein größter Dank und tiefster Respekt“, sagte Bouffier. Höchste Wertschätzung und Dank verdienten außerdem diejenigen, die „nicht nur heute am Silvesterabend, sondern an allen 365 Tagen im Jahr für unsere Sicherheit im Einsatz sind: die Bediensteten der Polizei, der Feuerwehr und vieler weiterer Hilfsorganisationen.“ Bouffier dankte außerdem den Soldatinnen und Soldaten, die oft fern der Heimat ihren Dienst leisteten, und ging zudem besonders auf den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen im Land ein: „Die Erfolgsgeschichte unseres Landes wäre nicht denkbar ohne all diejenigen, die im Ehrenamt tätig sind und damit täglich Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft übernehmen“, sagte er. Das vergangene Jahr habe diese Hilfsbereitschaft in besonders eindrucksvoller Form gezeigt: „Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und in einigen anderen Regionen Deutschlands haben zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sofort mit angepackt und denjenigen schnell und unbürokratisch geholfen, die alles verloren haben. Auch ihnen sende ich meinen herzlichen Gruß und Dank.“

Hessens Geschichte soll fortgeschrieben werden

Abschließend betonte der Ministerpräsident, dass die Geschichte Hessens von 75 Jahren Frieden, Freiheit und Wohlstand auch im kommenden Jahr fortgeschrieben werden solle. „Die Nachkriegsgeneration hat uns einst gezeigt, dass auch größte Herausforderungen unter schwersten Bedingungen mit gemeinschaftlichem Einsatz gemeistert werden können. Ich wünsche mir, dass uns dies auch in aktueller Zeit der Krise gelingen wird“, sagte Bouffier.