Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf der Bühne sprechen miteinander

Vorstellung der Studie „Going Digital – The Challenges Facing European SMEs“

Auf Einladung der Partnerregionen Nouvelle-Aquitaine, Wielkopolska und Hessen sowie den nationalen Förderbanken aus Frankreich (Bpifrance), Polen (BGK), Deutschland (KfW), Spanien (ICO) und Großbritannien (British Business Bank) wurde am 6. November 2019 die gemeinsame Studie der Förderbanken – „Going Digital – The Challenges Facing European SMEs“ – im Mehr-Regionen-Haus in Brüssel vorgestellt.

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Pascal Lagarde, Bpifrance, und Dr. Vivien Lo, Kreditanstalt für Wiederaufbau, stellten die gemeinsame Studie der Förderbanken zur Wettbewerbsfähigkeit und den Herausforderungen der Digitalisierung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Europa vor. Die Studie basiert auf einer Umfrage, welche unter 2005 europäischen KMU in den beauftragenden fünf Mitgliedsstaaten durchgeführt wurde. Mehr als die Hälfte der KMU in den fünf Mitgliedstaaten seien sich der Notwendigkeit der Digitalisierung von Geschäftsprozessen bewusst, um ihre Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Für 76 Prozent der KMU sei die Digitalisierung eine Priorität. 67 Prozent erwarteten, dass die Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren positive Auswirkungen auf die Beschäftigungszahlen in ihrem Unternehmen haben werde. Die Studie zeige zudem, dass sich die KMU, mit Blick auf die Digitalisierung, vor mehrere Herausforderungen gestellt sehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Beispielsweise geben 28 Prozent der Teilnehmer an, dass IT-Sicherheitsrisiken für ein großes oder sehr großes Problem darstellten. Weitere Herausforderungen seien unter anderem die fehlenden fachlichen Kenntnisse, aber auch Finanzierungsfragen.

Über diese und weitere Aspekte diskutierten im Anschluss an die Vorstellung der Studie Astrid Bartels, Generaldirektion GROW der Europäischen Kommission, Stefan Moritz, European Entrepreneurs (CEA-PME), Mateusz Walewski, BGK, Carlos Gómez, ICO, und Matt Adey, British Business Bank. Thematisiert wurden dabei unter anderem der Mangel an IT-Spezialisten, die mangelhaften Kenntnisse der Belegschaften und die Kosten entsprechender Qualifizierungen oder andererseits von Beratungsdienstleistungen. Auch die Ausgaben für digitales Marketing oder Cloud-Computing wurden vor allem von Kleinstunternehmen angesprochen. Als Grundvoraussetzung für die Digitalisierung in KMU kam die Notwendigkeit des Zugangs zu schnellem und kostengünstigem Internet zur Sprache. Aus Sicht der Diskussionsteilnehmer sei es wichtig, das Bewusstsein für die Digitalisierung und die Möglichkeiten der Finanzierung in den KMU zu steigern. Helmut von Glasenapp, Generalsekretär der European Association of Long Term Investors (ELTI) hat die Podiumsdiskussion moderiert.

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