Hessens Livestream: Basel III-Reformen - Herausforderungen und Chancen für Mittelstandsfinanzierung

Am 8. September 2020 fand eine Online-Veranstaltung mit zwei Diskussionsrunden zum Thema „Basel III-Reformen: Herausforderungen und Chancen für die Mittelstandsfinanzierung“ aus der Hessischen Landesvertretung in Brüssel statt.

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Eingeladen hatten der Präsidenten des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL), Kai Ostermann, und der Außenwirtschaftschef und Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Dr. Volker Treier.

Zu der Veranstaltung begrüßte die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich. Sie verwies auf die große Bedeutung der Banken bei der Finanzierung des Mittelstands. Im ersten Panel, das von Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin, Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL), moderiert wurde, ging es um die Frage, inwieweit die Basel III-Reformen eine Gefahr für die Mittelstandsfinanzierung bedeuten. Dabei wurde auch betont, dass nicht nur die Banken, sondern insbesondere auch die Leasing-Gesellschaften von der Umsetzung der Baseler Vorschriften betroffen seien. Teilweise geschehe dies unmittelbar und teilweise auch mittelbar über die Finanzierungsabhängigkeit der Leasing-Gesellschaften von Banken. Da die Leasing-Gesellschaften relativ risikoarm seien und überwiegend sehr kleine Einheiten darstellen, müsse dies auch bei der Regulierung berücksichtigt werden. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Pandemie müssten – so Andreas Schirk, Policy Coordinator, GD FISMA, EU-Kommission – die Auswirkungen des Baseler Kompromisses neu evaluiert werden.

Die zweite Panelrunde zu Chancen für die Mittelstandsfinanzierung im Kontext der aktuellen Banken- und Verbriefungsregulierung moderierte Dr. Volker Treier, Außenwirtschaftschef und Mitglied der Hauptgeschäftsführung, Deutscher Industrie-und Handelskammertag. Dabei wurde herausgestellt, dass die entscheidende Problematik bei den Verbriefungen in der unterschiedlichen Handhabung in Europa liege. Es bedürfe einer Synchronisierung für den Verbriefungsmarkt, der dann einheitliche regulatorische Standards aufweisen würde. Zudem müsse der Verbriefungsmarkt breit gefächert sein. Das bedeute, es müsse einen Markt sowohl für risikoarme als auch für risikoreichere Produkte geben, um die Bilanzen der Banken auch von riskanteren Papieren entlasten zu können.

Die Videos zur Veranstaltung können über diese Links abgerufen werden:

Deutsch Panel 1Öffnet sich in einem neuen Fenster

Deutsch Panel 2Öffnet sich in einem neuen Fenster

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