Podiumsdiskussion der Veranstaltung "Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine"

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine: Folgen für Europa und die internationale Ordnung

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich die geopolitische Situation für die EU nachhaltig verändert. Auf Einladung von Hessens Europaminister Manfred Pentz gab die russische Historikerin Irina Scherbakowa Einblicke in die Politik Russlands und diskutierte mit MdEP Michael Gahler über Europas Antwort auf den Ukrainekrieg.

Irina Scherbakowa, Vorstandsmitglied der 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Menschenrechtsorganisation „Memorial“, war am 24. März 2026 Gast der Veranstaltung „Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine: Folgen für Europa und die internationale Ordnung“ in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel.  Die russische Historikerin und Publizistin ging vor allem auf die tiefgreifende Bedrohungslage ein, die von Russland nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa ausgeht. Weitere Aggressionen Russlands seien zu befürchten. Europa sei mit Blick auf Russland aufgewacht, obwohl es bereits früher eindeutig absehbar gewesen sei, wozu Russland in der Lage sei, so Scherbakowa. Sie erläuterte ebenfalls die innenpolitische Lage des Landes unter Putin.

Im anschließenden Gespräch mit dem hessischen Europaabgeordneten Michael Gahler, Ständiger Berichterstatter des Europäischen Parlaments zur Ukraine, wurde vor allem angesprochen, wie die EU die Ukraine finanziell, aber auch militärisch, unterstützt und was noch zusätzlich an Unterstützung notwendig wäre. Alexandra von Nahmen, Direktorin für Russland, Ukraine und Osteuropa bei der Deutschen Welle, moderierte die Veranstaltung.

Die zahlreichen Gäste der Landesvertretung nutzten im Anschluss die Signierstunde mit Frau Scherbakowa für weiterführende anregende Gespräche.