Zum 17. Mal zeichnet die Staatskanzlei Initiativen aus, die sich mit Fantasie und Mut den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen. Wie schon in den vergangenen Jahren steht der ländliche Raum im Fokus. Gefragt waren innovative Projekte zur Gestaltung der Herausforderungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum, die den Austausch zwischen den Generationen und das Miteinander vor Ort stärken und sich bereits bewährt haben.
Demografie Hessen
Die Nominierten stehen fest
Die Nominierten
Eine unabhängige Jury hat die insgesamt mehr als 100 eingereichten Bewerbungen bewertet.
Die folgenden sechs Projekte wurden nominiert:
- Zukunftsbeirat der Gemeinde Weinbach
- Ich bin Teil von Schotten — Generationen sprühen Zukunft
- Leo feiert ... das Alsfelder Kinderfestival
- Café der kleinen Schätze — Begegnungs- und Beratungsort
- Bezahlbar bauen — genossenschaftlich wohnen
Hausprototyp für Wohnungsbaugenossenschaften - Boulderhalle in Kirchengebäude — Boulderchurch Bad Orb
Zukunftsbeirat der Gemeinde Weinbach
Ziel des Zukunftsbeirates ist es, einen dauerhaften, strukturierten Dialog zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und politischen Gremien zu etablieren und so die Zukunft der Gemeinde gemeinsam zu gestalten. Der Zukunftsbeirat der Gemeinde Weinbach ist ein innovatives und in dieser Form bislang einzigartiges Beteiligungsformat. Es bindet Bürgerinnen und Bürger systematisch und wirkungsvoll in die kommunale Entwicklung ein.
Rund 60 engagierte Bürgerinnen und Bürger bringen sich aktuell ehrenamtlich in sechs thematischen Arbeitsgruppen ein. Mit hoher Motivation und Fachkompetenz wird an konkreten ldeen, Projekten und Lösungsansätzen gearbeitet. Im Fokus stehen zentrale Zukunftsthemen wie Tourismus, Infrastruktur, Klima und Energie sowie gesellschaftlicher Zusammenhalt.
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Ich bin ein Teil von Schotten — Generationen sprühen Zukunft
lch bin ein Teil von Schotten — Generationen sprühen Zukunft ist ein generationenübergreifendes Beteiligungsprojekt in Schotten. Jugendliche und ältere Menschen gestalten gemeinsam öffentliche Orte und setzen damit ein sichtbares Zeichen für Zugehörigkeit, Dialog und lokale Zukunftsgestaltung.
Das Projekt verbindet kulturelle Teilhabe mit sozialräumlicher Arbeit. Junge Menschen bringen ldeen, kreative Energie und Ausdruckskraft ein, ältere Menschen ihre Erfahrungen Erinnerungen und Perspektiven auf Schotten. So entstehen nicht nur gestaltete Flächen, sondern auch Begegnung, gegenseitige Wertschätzung und neue Verbindungen in der Community. Öffentliche Orte werden gemeinsam weiterentwickelt und als Orte der Teilhabe neu erlebbar gemacht.
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Leo feiert... das Alsfelder Kinderfestival
Seit zwei Jahren verwandelt sich die Alsfelder Innenstadt einmal im Jahr zu einem riesigen Abenteuerspielplatz nur für Kinder. Möglich machen das eine besondere Zusammenarbeit zwischen Seniorenbeirat, Jugendparlament, Kirmesburschen, VDK, Vereinen, Unternehmen, Stadt, Kindergärten und Grundschulen, dem jeweiligen AbiJahrgang, LionsClub, Polizei, DRK, Feuerwehr, Oldtimer Freunden, Geschichtsverein, Obst und Gartenbauverein, BUND, NABU, Kirchen, Krankenkassen, Spielzeughersteller sowie allen Händlern und Gastronomen in der Stadt, der Städtepartnerschaftsverein, der Ski-Club und insgesamt über 500 freiwillige Helferinnen und Helfer.
Sie machen sich wortwörtlich zum Clown, betreiben über 180 kostenlose Spielstationen, singen, tanzen, basteln, hüpfen, turnen, laufen, toben, schießen, malen und haben einfach Spaß zusammen mit den Kindern und ihren Familien. Zulestzt besuchten über 35.000 Menschen das Kinderfestival, darunter waren fast 10.000 Kinder.
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Café der kleinen Schätze — Begegnungs- und Beratungsort
Denn Familien haben es nicht leicht, den Überblick über verschiedenste Leistungen zu behalten. Noch dazu müssen diese bei verschiedenen Behörden an unterschiedlichen Orten beantragt werden. Wege müssen auf sich genommen werden, Telefonate überbrückt, nach Anträgen recherchiert, diese ausgedruckt oder eingescannt werden, lange Wartezeiten oder Terminbindungen kommen hinzu. Dies ist mühsam, zeitraubend und führt dazu, dass nur ein kleiner Anteil der berechtigten Familien Leistungen beantragen, die ihnen zustehen.
Deshalb hat das Familienzentrum das Familien-Café ins Leben gerufen. Es dienst als gemeinsame Anlaufstelle verschiedenster Behörden und Leistungen an einem Ort. Ziel ist es, Menschen in einer entspannten Atmosphäre zu unterstützen und ihnen Zugang zu wichtigen lnformationen und Beratungsleistungen zu bieten und zwar so unbürokratisch wie nur möglich. Das Angebot besteht seit Februar 2025 und in dieser Zeit konnen an 10 Terminen insgesamt 377 Besucher erreicht werden, es wurden 161 Beratungen durchgeführt, knapp 100 Anträge gestellt und Familien dadurch nachhaltig entlastet.
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Bezahlbar bauen — genossenschaftlich wohnen
Hausprototyp für Wohnungsbaugenossenschaften
Bei dem Projekt geht es um die Entwicklung eines eigenen Prototyps von einem Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten in Holz-Hybridbauweise. Ziel ist es dieses Haus immer wieder im Landkreis zu errichten und dadurch bezahlbaren Wohnraum in der ländlichen Umgebung des Landkreises Marburg-Biedenkopf zu schaffen. Aufgrund der eigenen Ideenrechte und der Typenstatik sind die Kosten kalkulierbar und eigensteuerbar.
Der Klimaschutz und der nachhaltige Bau sowie das Bewußtsein von kurzen Transportwegen und des Herstellungsprozess zum Teil in serieller Form, aber auch die Umsetzung mit heimischen Handwerksfirmen, ermöglichen es effektiv und schnell Wohnraum in guter Qualität zu errichten. Da der Prototyp von seiner Konstruktion so geplant und gezeichnet ist, dass er für die Anforderungen des sozialen Wohnungsbaues geeignet ist, versetzt es die Genossenschaft in die Lage, auch diese Bauweise in der frei finanzierten Form den Menschen anzubieten. Bisher sind drei Häuser im sozialen Wohnungsbau auf dem Lande entstanden und die Baukosten planungstechnisch eingehalten worden.
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Boulderhalle in Kirchengebäude - Boulderchurch Bad Orb
Mit der Boulderchurch wurde in Bad Orb aus einer leerstehenden Kirche ein lebendiger Ort für Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft geschaffen. Entstanden ist keine reine Sportstätte, sondern ein multifunktionaler Treffpunkt mit Boulderhalle, Bistro, Aufenthaltsbereichen und vielseitigen Angeboten für Kinder, Familien, Schulklassen, Einsteiger, Vereine und Unternehmen. Die
Boulderchurch schafft damit eine neue, alltagstaugliche Infrastruktur im Ortskern und verbindet Freizeit, Gesundheit und soziales Miteinander.
Ziel des Projekts ist es, ein Bestandsgebäude im ländlich geprägten Raum sinnvoll weiterzuentwickeln, Leerstand zu vermeiden und einen Ort für unterschiedliche Generationen und Lebensrealitäten zu schaffen. Statt eines Neubaus auf der grünen Wiese wurde ein
identitätsstiftendes Gebäude erhalten, neu gedacht und dauerhaft mit Leben gefüllt. Die Boulderchurch stärkt damit die Innenentwicklung, erhöht die Attraktivität Bad Orbs als Wohn-, Freizeit- und Arbeitsort und zeigt, wie aus bestehender Substanz neue Zukunft entstehen kann.
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Kontakt
Simone Schüfer
Ansprechpartnerin Demografie-Preis
Hessische Staatskanzlei
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