„Während der israelbezogene Antisemitismus inzwischen zur bestimmenden Form des Judenhasses in Deutschland geworden ist, berief die Akademie Deutscher Buchpreis im April 2026 eine Multiplikatorin israelfeindlicher Stereotype in die Jury einer der renommiertesten Auszeichnungen für deutschsprachige Literatur. Man mag im Vorfeld die grundhaft israelfeindliche Haltung von Maha El Hissy übersehen haben, wenn jedoch an ihr festgehalten wird, dann ist diese Berufung ein falsches Signal in schwieriger Zeit. Positionen, wie sie von Maha El Hissy öffentlich verbreitet werden, sind Teil der fatalen Entwicklung in Deutschland und Europa, wo jüdisches Leben inzwischen so bedroht ist, wie noch nie seit der Shoah. Daher empfehle ich der Akademie Deutscher Buchpreis die Rücknahme dieser Berufung“, erklärte heute der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen den Antisemitismus, Uwe Becker.
„Es braucht klare Grenzen zwischen der legitimen Kritik an israelischer Politik und der Verbreitung anti-israelischer Stereotype und Hassbotschaften. Wer so grundhaft wie Maha El Hissy israelfeindliche Stereotype vom Siedlerkolonialismus über Apartheid und ethnische Säuberung bis zum angeblichen Völkermord verbreitet, der trägt zur Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas in Deutschland und zum Anwachsen des israelbezogenen Antisemitismus bei. Ich hoffe sehr, dass man vor diesem Hintergrund die erfolgte Berufung zurücknimmt“, so Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker abschließend.