Freundschaften über Ländergrenzen hinweg sind ein wichtiger Beitrag für ein lebendiges Europa. Mit der offiziellen Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung und der Partnerschaftsurkunde haben die Gemeinde Flieden in Hessen und die Gemeinde Irschen in Kärnten ihre Verbundenheit nun auch offiziell besiegelt. Europastaatssekretärin Karin Müller nahm an der feierlichen Veranstaltung im Bürgerhaus Rückers teil.
„Zwischen Flieden und Irschen liegen Landesgrenzen, Staatsgrenzen, die Alpen und die Mittelgebirge. Aber keine dieser Grenzen ist ein Hindernis, wenn Menschen aufeinander zugehen. Genau darin liegt die Stärke dieser Partnerschaft“, sagte Müller.
Grenzen trennen nicht, wenn Menschen aufeinander zugehen
Die Verbindung zwischen Flieden und Irschen besteht bereits seit 50 Jahren. Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse, Tanz und Musik haben die Freundschaft über Jahrzehnte wachsen lassen. Mit der offiziellen Besiegelung geben beide Gemeinden ihrer langjährigen Verbindung nun ein noch breiteres Fundament, damit sie auch für kommende Generationen lebendig bleibt.
Die Partnerschaft steht für Zusammenarbeit statt Abschottung, für Begegnung statt Vorurteile und für Zusammenhalt über Grenzen hinweg. Gerade in einer Zeit, in der nationalistische Stimmen lauter werden und gesellschaftliche Konflikte zunehmen, sind solche Verbindungen von besonderer Bedeutung.
„Europäischer Zusammenhalt entsteht nicht allein in Parlamenten und Regierungssitzen. Er entsteht vor Ort – in unseren Gemeinden, Vereinen, Schulen und Familien“, betonte Müller. Wo Menschen einander kennenlernen, voneinander lernen und Freundschaften über Grenzen hinweg pflegen, werde Europa konkret erlebbar.